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Aus dem dumpfen, süßlich-warmen Dunstkreis eines Fiebertraumes glitt er hinüber in etwas, von dem er nicht wußte, ob es nun das Wachen war oder nur ein anderer, vielleicht schlimmerer Alpdruck. Wärme umgab ihn, der harzige Geruch von bre
Und warum?
Er versuchte die Augen zu öffnen. Im ersten Moment dachte er, es ginge nicht, da
Obwohl alles an diesem Traum – und es mußte ein Traum sein, de
Aber dieses Gefühl mochte täuschen. Da war immer noch das dunkle Etwas hinter seiner Eri
Diese Erke
»Früher oder später müssen wir es ohnehin tun. Wir kö
»Aber es ist zu seinem eigenen Schutz! « »Schutz? Wovor? Das ist lächerlich! « »Vielleicht vor sich selbst.«
–aber sie ergaben keinen Si
»Er ist wach. Gebt acht, was ihr redet.«
Das schleifende Geräusch wurde lauter. Schritte näherten sich ihm, und da
Sie hatten aufgehört, Tote zu bringen, aber das machte es nicht besser. Der letzte Wagen war vor einer Stunde gekommen, vielleicht anderthalb – obwohl keine Minute verging, in der er nicht mindestens einmal auf die Uhr sah, hatte er zugleich jedes Zeitgefühl verloren. Sein subjektives Empfinden für das Verstreichen der Zeit schien irgendwie gespalten worden zu sein: auf der einen Seite zählte er die Sekunden bis zum Ende seiner Wache, aber gleichzeitig war es ihm auch nicht möglich zu sagen, was vor einer halben Stunde gewesen war oder vor drei oder vor zehn Minuten. Der Alptraum hatte vor zweiTagen bego
Dabei war Weichsler alles andere als zart besaitet. Niemand, der in der Sondereinheit Dienst tat, der Weichsler und seine Kameraden angehörten, war das, und bis zu dem Moment vor zwei Tagen, an dem er von der Ladepritsche des Lastwagens gesprungen war und gesehen hatte, was sie wirklich erwartete, war er sogar stolz darauf gewesen. Seither hatte sich eine Menge geändert. Nicht nur Weichslers Einstellung zum Sterben und Tod, sondern auch die zum Leben.
Das Schlimme war noch nicht einmal der Anblick der Toten. Daran hatte er sich tatsächlich gewöhnt, und das schon vor Jahren. Es waren die Säcke. Schwarze, mit einem Kunststoffreißverschluß versehene Säcke aus einem Material, das unangenehm anzufassen war und immer feucht aussah, und es waren die Geräusche. Vor allem sie.
Weichsler zündete sich mit zitternden Händen eine Zigarette an – es war verboten, aber niemand scherte sich auch nur einen Dreck darum – und sog den Dunst so tief in die Lungen, daß ihm schwindlig wurde. Der Rauch war zu heiß, und er hinterließ einen fauligen Geschmack auf seiner Zunge. Weichsler verzog angeekelt das Gesicht, aber er widerstand der Versuchung, die Zigarette zu Boden zu werfen und auszutreten. Es lag nicht an der Zigarette. Alles, was er seit zwei Tagen zu sich nahm, schien irgendwie faulig zu schmecken.
Wieder sah er auf die Uhr. Es war anderthalb Minuten später als gerade, als er es das letzte Mal getan hatte – drei Minuten nach vier. Noch zwei Stunden, bis er abgelöst wurde. Drei, bis die So
Hinter ihm raschelte etwas. Das heißt: rascheln war nicht die richtige Bezeichnung. Es war eher ein Geräusch, wie es dü
Weichsler unterdrückte den Impuls, auf der Stelle herumzufahren, aber er ko
Das Rascheln hatte aufgehört. Vielleicht war es dagewesen, vielleicht auch nicht – es spielte keine Rolle. Für einen Moment sah er überall huschende Schatten, Reißverschlüsse, die von i
»Schluß! «
Der Klang seiner eigenen Stimme erschien ihm fremd, und das Echo, das sie in der großen, kaum beleuchteten Turnhalle hervorrief, wirkte irgendwie bedrohlich; als wären es nicht nur seine eigenen Worte, die zurückkehrten, sondern als hätten sie … etwas mitgebracht. Trotzdem beruhigte es ihn. Er war lange genug daran gewöhnt, Befehlen zu gehorchen – sogar, we