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»Ich ka

»Ich bin nicht verärgert«, unterbrach ihn Schneider. »Ich bin stinkwütend! Ich bin es nicht gewöhnt, einen Maulkorb verpaßt zu bekommen.«

»Sie sind verbittert«, sagte Alexander mit einem verständnisvollen Nicken. »Ich ka

»Das bezweifle ich«, sagte Schneider, womit er Alexander erneut unterbrach; wenigstens ein kleinerTriumph, we

»Gibt es auch eine äußere?« fragte Alexander lächelnd. Schneider überging den Einwand. Er hatte nicht vor, sich auf rhetorische Spitzfindigkeiten einzulassen. »Ne

Alexanders Lächeln erlosch für einen Augenblick. Der Moment verging zu schnell, als daß Schneider sicher sein ko

»Darf ich Sie daran eri

»Sonst wären Sie längst nicht mehr hier«, knurrte Schneider. Er hatte diesen Eid vor Jahren geleistet, als Sohn einer konservativ-christlichen Familie und eingedenk der Vorteile, die diese Verbindung brachte, we

Alexander hatte sich inzwischen wieder völlig in der Gewalt. »Sie retten Ihrem Patienten mit großer Wahrscheinlichkeit das Leben«, sagte er. »Und vielen anderen Menschen möglicherweise auch.«

»Ach!« Schneider machte eine ärgerliche Handbewegung, aber er hatte sich verschätzt. Seine Hand stieß gegen das Telefon und fegte es halbwegs vomTisch. Er griff gedankenschnell zu und fing den Apparat auf, aber mit dieser Aktion nahm er seinen Worten natürlich jeden Beiklang von gerechter Empörung. Er wirkte jetzt einfach nur komisch. Trotzdem fuhr er fort: »Der Kerl ist vollkommen gesund! Er hat eine harmlose Fleischwunde in der Schulter und ein paar Prellungen, das ist alles. Keine Spur von Lebensgefahr. Er gehört nicht einmal ins Krankenhaus – geschweige de

»Vom medizinischen Standpunkt aus betrachtet vielleicht nicht«, gestand Alexander lächelnd, »aber es gibt – «

»– mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als sich unsere Schulweisheit träumen läßt«, vollendete Schneider in bewußt zynischemTon.

»So ungefähr.« Alexander nickte. »Ich hätte es anders ausgedrückt, aber es trifft den Kern der Sache, ja.«

Schneider starrte den grauhaarigen Ma

Trotzdem; er versuchte es: » Es ist nicht so, daß ich Ihnen mit Absicht Schwierigkeiten bereiten will, Monsignore.« Er benutzte dieses Wort absichtlich und hielt Alexander dabei scharf im Auge. Da er – nach drei Tagen, zum Teufel! – immer noch nicht wußte, mit wem er es eigentlich zu tun hatte, umging er die direkte Anrede normalerweise, so gut es ging. We

»Das ka

Diesmal war es Alexander, der Schneider unterbrach, aber

Schneider ließ den Einwand nicht gelten.

»Möglicherweise. Aber ich weigere mich, noch lange tatenlos dabei zuzusehen, wie Sie diesem Ma

»Durchaus«, sagte Alexander so gelassen, daß es Schneider schauderte. »Und we

Schneider war nicht ganz klar, von wessen Wohl Alexander sprach – seinem oder dem Bre

Alexanders Blick machte klar, daß er nicht vorhatte, sich auf diese Diskussion einzulassen. Es war auch nicht das erste Mal, daß sie sie führten. Ihre Gespräche drehten sich seit drei Tagen im Kreis.

Das Telefon klingelte und enthob Schneider so der Verlegenheit, weitersprechen zu müssen und so vielleicht noch mehr Unsi

Alexander legte fragend den Kopf schräg, aber Schneider tat so, als bemerke er es nicht. Er tat ihm auch nicht den Gefallen, auf die Mithörtaste zu drücken. »Also gut«, sagte er nach einigen Sekunden. »Unternehmen Sie nichts, aber rufen Sie die Polizei. «

»Warten Sie«, sagte Alexander.

»Einen Moment.« Schneider ließ den Hörer sinken, legte die linke Hand auf die Sprechmuschel und sah Alexander bewußt unfreundlich an. »ja?«

»Wieder dieser Pater?« fragte Alexander in ungewohnt sachlichemTon.

»Jedenfalls behauptet er, einer zu sein«, antwortete Schneider. »Die Polizei soll sich darum kümmern.«

»Nein.« Alexander stand auf, und während er diese kurze Bewegung vollzog, ging eine erstaunliche Veränderung mit ihm vonstatten. Ganz plötzlich war er kein alter, stets freundlich lächelnder Ma

Schneider hob den Telefonhörer wieder ans Ohr und stand gleichzeitig auf. »Also gut, keine Polizei«, sagte er. »Aber kommen Sie nach oben, zur Intensivstation. Und … bringen Sie den Pfleger mit, der Bereitschaft hat.«