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»Werden Sie Ihr Wort halten?« fragte Sebastian plötzlich. Die Frage überraschte ihn. »Ihren Eltern nicht zu verraten, wo sie ist, meinen Sie?« Bre

»Sie sollten sehr vorsichtig sein«, sagte Sebastian. »Sie vertraut Ihnen. We

Als ob er das nicht wüßte! Trotzdem: »Ich fürchte, Sie leben hier wirklich ein bißchen weit weg von der richtigen Welt«, sagte er. »Wissen Sie, was einem sechzehnjährigen Mädchen alles passieren ka

»Sie ist nicht allein«, sagte Sebastian. »Gott ist hier.«

Die Oberzeugung, mit der Sebastian diese Worte aussprach, machte es Bre

»– ich keine Ahnung habe, wie es dort draußen wirklich aussieht?« fiel ihm Sebastian ins Wort. Er schüttelte den Kopf. Er sah ein bißchen verletzt aus, aber nicht zornig. »Weltabgeschieden heißt nicht weltfremd, mein Freund. Oder gar dumm. Ich ke

»Ihrer Seele?« In seiner Stimme war ein Klang von Spott, den er nicht unterdrücken ko

Sebastians Blick wurde eine Spur härter. »Ihren Glauben daran, daß es noch ein paar ehrliche Menschen auf der Welt gibt, we

Bre

»Manchmal muß man das Falsche tun, um noch größeres Unheil zu vermeiden«, bestätigte Sebastian. »Und manchmal weiß man vielleicht nicht einmal, welche der beiden Möglichkeiten die falschere ist.«

»Ich … glaube, das verstehe ich nicht ganz«, sagte Bre

»Vielleicht kommt eines Tages der Moment, an dem Sie es verstehen«, sagte Sebastian. Er stand auf. »Doch nun entschuldigen Sie mich. Es wird Zeit für unser gemeinsames Gebet. Versprechen Sie mir, in diesem Raum zu bleiben, bis ich zurück bin? Es wird nicht lange dauern. Vielleicht eine halbe Stunde. Danach bringe ich Sie und das Mädchen ins Dorf.«

»Gibt es dort eine Bank?« fragte Bre

Sebastian war bereits auf dem Weg zur Tür, blieb aber jetzt noch einmal stehen. »Ein Postamt«, sagte er. »Warum?«

»Weil mir nicht nur das Benzin, sondern auch das Bargeld ausgegangen ist«, gestand Bre

Sebastian blickte fragend, und Bre

»Und jetzt hätten Sie gerne ein wenig von unserem guten alten Papiergeld«, vermutete Sebastian lächelnd.

»Nur falls die Tankstelle keine Kreditkarten akzeptiert«, antwortete Bre

»Versteht sich«, sagte Sebastian spöttisch. »Ich werde sehen, was ich für Sie tun ka

Der Anblick traf Salid wie ein Schlag. Vielleicht zum erstenmal, seit sein Leben bego

Es war auch nicht Salid, der schließlich reagierte, sondern der Pilot. Mit einem Ruck, der Salid halb aus seinem Sitz und gegen die gewölbte Scheibe schleuderte, riß er den Helikopter herum und ein Stück in die Höhe. Das bre

Trotz allem arbeitete einTeil seines Bewußtseins – der gleiche, der ihn schon vorhin auf seine eigenen Fehler aufmerksam gemacht hatte – mit der gewohnten Präzision weiter. Er sah, daß der Apache, der sich plötzlich nicht mehr neben, sondern ebenfalls unter ihnen befand, immer mehr anTempo verlor und dabei tiefer ging, und während die Zeit und damit die winzige Chance, die sie – vielleicht – gehabt hatten, erbarmungslos verstrich, wurde ihm klar, was geschehen war: Der Apache war nicht gekommen, um sie abzuschießen. Er würde es tun, zweifellos, sobald der Pilot seine Oberraschung überwunden und begriffen hatte, wer

in dem Chopper saß, der wie ein Phönix aus dem bre

Aber noch hatte er es nicht begriffen. Sie saßen in einer Maschine, die die gleichen Hoheitszeichen trug wie der Apache. Und die bewaffnet war. Hätten sie sofort das Feuer eröffnet, hätten sie eine gute Chance gehabt, den Apache abzuschießen oder zumindest so schwer zu beschädigen, daß sie entkommen ko

Das Begreifen dieser Chance und die Erke

Salid richtete sich mühsam in seinem Sitz auf, drehte sich zu dem jungen Piloten um – und begriff, daß er erneut einen Fehler begangen hatte.

Er war nicht der einzige, der die Chance sah, die sich ihnen bot. Aber anders als er hatte der Pilot nicht verstanden, wie flüchtig sie gewesen war; vielleicht nicht einmal wirklich, sondern nur ein böser Scherz, den sich das Schicksal mit ihnen erlaubt hatte.