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Aber da war auch noch mehr. Er spürte, daß mit dem Mädchen etwas nicht stimmte. Sie hatte Probleme – große Probleme. Ihre Aggressivität war nichts als ein Schutz, den sie zwischen sich und dem Rest der Welt aufgebaut hatte, eine Mauer, die ganz bewußt so stachelig war, daß niemand zweimal auf die Idee kam, sie zu berühren.
Während sie schweigend durch den dichter werdenden Wald gingen, versuchte Bre
angenommen, die es regelrecht krank aussehen ließ. Manchmal bewegten sich ihre Lippen, als spräche sie mit sich selbst oder als hätte sie Schmerzen.
Bre
»Da stimmt was nicht«. Styper hob erschrocken die linke Hand an den Helm und preßte sie gegen die Stelle, an der sich der integrierte Kopfhörer befand. Für eine Sekunde nahm sein Gesicht jene scheinbar ausdruckslose Starre an, die höchste Konzentration verriet. Da
»Was ist los?« fragte McCormack. Automatisch wollte auch er nach dem Verbindungskabel greifen, das seinen Helm ins interne Kommunikationsnetz des Apache einstöpselte – er hatte es bisher nicht getan, zwar vorschriftswidrig, aber wozu, auf einem so kleinen Routinehüpfer wie diesem – , als Styper antwortete:
»Genau wissen sie es anscheinend auch nicht. Aber es sieht so aus, als hätte jemand die Co
In einem Punkt hatte Astrid sogar recht gehabt: es war unter dem schützenden Blätterdach tatsächlich wärmer als draußen auf der Straße. Sogar wesentlich wärmer. Die Temperaturen lagen zwar auch hier sicherlich unter Null, aber das schlimme war der Wind gewesen, der ohne die geringste Mühe durch seine Kleider gedrungen war und seine Körperwärme ebenso schnell aufzehrte, wie er sie produzieren ko
etwas geschah, womit er nicht gerechnet hatte: Nachdem er sich erst einmal an das Gehen auf dem Waldboden gewöhnt hatte, fiel es ihm erstaunlich le icht, fast leichter als auf der asphaltierten Straße – eine Erfahrung übrigens, die viele Menschen machten, die den größtenTeil ihres Lebens in zubetonierten Städten verbrachten und alles, was weiter als hundert Meter war, mit dem Wagen erledigten.
Natürlich hatten sie nicht an der ersten Biegung Halt gemacht; und sie waren schon gar nicht umgekehrt. Bre
Der Pfad beschrieb eine weitere Biegung, diesmal beinahe im Neunzig-Grad-Winkel, so daß Bre
»Na?« sagte Astrid hinter ihm. Sie gab sich keine Mühe, den triumphierenden Ton in ihrer Stimme zu unterdrücken. »Glaubst du immer noch, daß der Weg nur zu einem Holzstapel führt?«
Das glaubte Bre
studierte, desto mehr kam er zu dem Schluß, daß der Befund eher ihm recht gab.
Es war ein äußerst massivesTor; zwar alt – uralt, um genau zu sein – , aber nichtsdestoweniger fest genug, auch einem durchaus ernst gemeinten Versuch zu trotzen, es ohne den dazugehörigen Schlüssel zu öffnen. Es stand keineswegs allein auf dem Pfad, sondern gehörte zu einem beeindruckend großen Zaun, der beiderseits des Weges im Wald verschwand und in regelmäßigen Abständen von gemauerten Säulen durchbrochen war, an denen man die einzelnen Zaunfelder aufgehängt hatte. Der Zaun war zwei Meter hoch und mit gefährlich aussehenden Spitzen versehen.
»Was ist?« fragte Astrid ungeduldig. »Mach es auf.« Bre
»Ich weiß nicht«, sagte er. »Vielleicht sollten wir besser umkehren. «
»Bist du verrückt?« Astrid riß ungläubig die Augen auf. »Hier wohnen Menschen, das sieht doch jeder. Willst du vielleicht noch eine Stunde durch den Schnee latschen?«
Nein, das wollte er nicht, und ja, selbst er hatte mittlerweile begriffen, daß sie sich einer menschlichen Behausung näherten
–vermutlich wirklich einem Schloß oder einem großen Gutshof, der sich hier mitten im Wald verbarg. Und trotzdem zögerte er noch immer. Sein Beruf brachte es mit sich, daß er ein Gespür dafür entwickelt hatte, ob ein Schild »ZUTRITT VERBOTEN« ernst gemeint war oder nicht; und das hier war ernst gemeint, auch we
Die einzelnen Stäbe waren so dick wie sein Daumen und weit über zwei Meter hoch, und die Zwischenräume sahen großzügig bemessen aus, ohne es jedoch wirklich zu sein. Das Schloß eri
unauffälligen Rotbraun gehaltene Kunststoffkabel zu entdecken, das sich an einem der Gitterstäbe entlangringelte und im Schloß verschwand.
Bre
»Siehst du das da?« Er deutete auf den Draht. Astrid nickte, aber er sah ihr an, daß sie nicht wirklich begriff, was sie sah. »Ein Kontaktdraht«, sagte er gewichtig. »Wahrscheinlich gehört er zu einer Alarmanlage, die sofort losheult, we