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Er wurde nervös. Ich verstand ihn. Es ist schwer, der am stärksten diskriminierten Minderheit der Anderen anzugehören - und da

»Kostja, hast du Viteszlavs Tod gespürt? »

»Was meinst du, Anton?«

»Du hast mal gesagt, dass ihr spürt, we

»Wir spüren es, we

»Aber Edgar hat doch offenbar etwas vor?«, murmelte ich. »Ist das irgendein Trick der Inquisition?«

»Vermutlich.«Kostja kniff die Augen zusammen. »Warum, Anton? Warum sind wir die einzigen, die permanent gejagt werden… selbst von den eigenen Leuten? Die Dunklen Magier morden schließlich auch!«

Plötzlich redete er mit mir genauso wie früher. Als er noch ein unschuldiger Vampirjunge gewesen war… Obwohl: Wie ka

Und das war schrecklich, das stellte alles auf den Kopf. Verfluchte Fragen und verfluchte Vorherbestimmung, das alles präsentiert von jemandem, der diese Grenze bereits überschritten hatte. Der jagte und mordete…»Ihr mordet… um an Nahrung zu kommen«, sagte ich.

»Aber für Macht, für Geld, zum Spaß - das ist anständiger?«, fragte Kostja bitter. Er wandte sich mir zu und schaute mich an. »Warum… widert es dich so an, mit mir zu reden? Wir sind doch mal Freunde gewesen. Was hat sich bloß geändert? »

»Du bist ein Hoher Vampir geworden. »

»Ja, und? »

»Ich weiß, wie Vampire zu Hohen Vampiren werden, Kostja.«

Einige Sekunden lang sah er mir in die Augen. Da

»Ach ja… Man muss das Blut unschuldiger junger Frauen und Kinder trinken, sie ermorden… Das alte, klassische Rezept. So ist Viteszlav ein Hoher Vampir geworden… Willst du damit sagen, du hättest niemals einen Blick in mein Dossier geworfen? »

»Ja«, bestätigte ich.

Er sackte förmlich in sich zusammen. Sein Lächeln wirkte mit einem Mal mitleidheischend und verwirrt. »Nicht einmal?«

»Genau«, antwortete ich, obwohl mir bereits schwante, dass ich einen Fehler gemacht hatte.

Ungeschickt breitete Kostja die Arme aus - und da

»Ich schaue nicht gern in das Dossier eines Freundes«, sagte ich und fügte dummerweise hinzu: »Selbst we

»Und ich habe gedacht, du hättest es dir angesehen«, sagte Kostja. »Gut. Wir leben im 21. Jahrhundert, Anton. Also…«Er griff in die Tasche seines Jacketts und zog sein Fläschchen heraus. »Das ist ein Konzentrat… Spenderblut. Zwölf Menschen haben ihr Blut gegeben… Man muss niemanden umbringen. Hämoglobin hat in der Tat nichts damit zu tun! Wichtiger sind die Emotionen, die ein Mensch empfindet, we

Triumphierend sah er mich an - und ko

Ja, auch das war er. Ehrlich, gut und modern. Nicht umsonst hatte er in einem Wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Hämatologie gearbeitet.

Aber warum hatte er die Zusammensetzung erwähnt? Das Blut von zwölf Menschen?

Obwohl schon klar war, warum. Woher sollte ich den Inhalt des Fuaran ke

Viteszlav standen keine zwölf Menschen zur Verfügung. Er ko

»Anton, was hast du?«, fragte Kostja. »Warum sagst du de

Gerade trat Edgar aus dem Abteil des Zugführers, sagte etwas, drückte dem Ma

»Wo hast du das Buch versteckt?«, fragte ich. »Sag's. Das ist deine letzte Chance. Deine einzige Chance. Mach dich nicht unglücklich…«

In dem Augenblick schlug er zu. Ohne jede Magie - we

Kostja stand da und rieb sich die Faust. Sein Körper flimmerte, weil er immer wieder kurz ins Zwielicht eintrat, weil er zwischen den Welten hin und her huschte. Wie hatte mich diese Besonderheit der Vampire einst fasziniert: Ge

Langsam drehte ihm Kostja den Kopf zu. Ich sah nicht, spürte aber, wie er die Zähne fletschte.

Edgar riss die Hände hoch, worauf den Gang eine trübe Mauer versperrte, die an Bergkristall eri

Kostja stieß ein tiefes Heulen aus und drückte mit den Händen gegen die Mauer. Die gab nicht nach. Der Waggon erbebte, hinter mir fing eine Frau an, langsam und gedehnt zu kreischen. Kostja schwankte hin und her und versuchte, Edgars Verteidigung zu durchbrechen.

Ich hob die Hand und schickte eine»graue Andacht«auf Kostja, jenen alten Zauber gegen die Untoten. Jeden Organismus, der sich aus seinem Grab erhoben hat, kein Bewusstsein besitzt, sondern nur durch den Willen eines Zauberers lebt, hackt die»graue Andacht«kurz und klein. Vampiren nimmt sie die Schnelligkeit und Stärke.

Kostja drehte sich um, als die dü

»Stör mich nicht!«, brüllte er. Kostjas Gesicht war spitz geworden, die Eckzähne hatten sich jetzt wirklich gebildet. »Ich will dich nicht… ich will dich nicht umbringen…«

Ich ko

Mit einem Sprung tauchte Kostja in der Türfüllung auf. Er bedachte die Mä

»Ergib dich…«, flüsterte ich, während ich mich vor dem Tisch auf den Boden setzte. Mit meinem Kiefer stimmte was nicht - er schien zwar nicht ausgerenkt, aber jede Bewegung tat mir weh.