Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 34 из 96

»Das kommt in der Tat nicht häufig vor«, platzte ich heraus. »Kinder, die ein paar Stunden im Wald bleiben! Sie mögen doch nicht obendrein auch noch Erdbeeren?«

»Nachdem ihre Mutter ihnen die Leviten gelesen hatte, fingen sie an zu erzählen, dass sie sich verlaufen haben«, fuhr Swetlana unerschütterlich fort. »Und einem Wolf begegnet sind. Der Wolf hat sie durch den Wald gejagt, direkt zu seinen Jungen hin…«

»Hm…«, murmelte ich. Ich spürte, wie etwas bedenklich in meiner Brust schlug.

»Die Kinder hatten natürlich Angst. Da

»Das sind kindliche Phantasien«, fiel ich ihr ins Wort. »Ist mit den beiden alles in Ordnung? »

»Absolut.«

»Ich habe schon irgendeine Gemeinheit befürchtet«, sagte ich und streckte mich wieder in der Hängematte aus. »Hast du sie auf Magie überprüft?«

»Sie sind absolut sauber«, informierte Swetlana mich. »Nicht die geringsten Spuren.«

»Phantasien. Oder sie haben tatsächlich vor jemandem Angst gehabt… vielleicht sogar vor einem Wolf. Und irgendeine Frau hat sie da

»Der Kleine, Romka, hat gestottert. Ziemlich stark sogar. Jetzt spricht er absolut flüssig. Er plappert in einem fort, trägt kleine Gedichte vor…«

Ich dachte kurz nach. »Ka

»Das ist nicht zu heilen. Im Unterschied zu Schnupfen. Und jeder Arzt, der dir verspricht, durch Hypnose sei das Stottern wegzukriegen, ist ein Scharlatan. Natürlich, we

»Verschon mich mit diesen Begriffen«, bat ich. »Es lässt sich also nicht heilen. Und alternative Mittel?«

»Vielleicht kö

»Und nächtliches Bettnässen auch«, brummte ich. »Dito Einkoten. Aber du hast doch keine Magie gespürt, oder, Sweta? »

»Aber das Stottern ist weg.«

»Das ka

Swetlana nickte. Ich komme nur selten darauf zu sprechen, dass ihre Kraft meine übersteigt. De

Und Swetlana hatte extra die Nachtwache verlassen! Sonst… sonst wäre sie jetzt bereits eine Zauberin außerhalb jeder Kategorie.

»Aber den Kindern ist doch nichts passiert«, fuhr ich fort. »Kein widerlicher Zauberer hat sich an dem Mädchen vergriffen, keine böse Hexe hat aus dem Jungen Suppe gemacht… Also, we

»Hexen müssen nicht immer Menschen fressen oder zu sexueller Aggressivität neigen«, erwiderte Swetlana so ernst, als halte sie einen Vortrag. »Ihr ganzes Verhalten wird von normalem Egoismus bestimmt. We

»Das gefällt mir nicht«, versicherte ich. »Eine Hexe von solcher Kraft? Sie erreichen doch nur selten den ersten Grad, nicht wahr?«

»Sehr selten.«Swetlana sah mich forschend an. »Bist du dir genau über den Unterschied zwischen einer Zauberin und einer Hexe im Klaren, Anton? »

»Im Großen und Ganzen, ja«, antwortete ich.

Doch Swetlana ließ nicht locker. »Eine Zauberin arbeitet direkt mit dem Zwielicht, aus dem sie ihre Kraft schöpft. Eine Hexe dagegen benutzt materielle Hilfsmittel, die mehr oder weniger stark mit Kraft aufgeladen sind. Alle magischen Artefakte, die es auf der Welt gibt, sind von Hexen oder Hexern geschaffen worden. Das sind ihre»Prothesen«, we

»Dir stopft garantiert niemand den Mund«, feixte ich. »Sweta, wozu hältst du mir diesen Vortrag? Ich bin kein großer Magier, aber die grundlegenden Dinge weiß auch ich, über die musst du mich nicht aufklären…«

»Tut mir leid, ich wollte dich nicht verletzen«, entschuldigte sich Sweta sofort.

Ich sah sie an - und erka

Warum muss ich meine Komplexe immer an der Frau auslassen, die ich liebe?! Ich bin mieser als jeder Dunkle…

»Verzeih mir, Swetka…«, flüsterte ich und berührte ihre Hand. »Hab Nachsehen mit einem alten Idioten.«

»Ich muss mich wohl auch an die eigene Nase fassen«, räumte Sweta ein. »In der Tat: Warum halte ich dir hier große Vorträge? Du hast es in der Wache jeden Tag mit Hexen zu tun…«

Der Friede war wiederhergestellt. »Mit solchen starken?«, fragte ich sofort zurück. »Vergiss nicht, in ganz Moskau gibt es eine Hexe ersten Grades, und die hat sich seit langem aus dem Geschäft zurückgezogen… Was sollen wir jetzt tun, Sweta?«

»Wir haben keinen triftigen Grund zu intervenieren«, meinte Sweta besorgt. »Den Kindern geht es gut, dem Jungen sogar besser. Es bleiben zwei Fragen: Was für ein komischer Wolf hat die Kinder zu seinen Jungen getrieben? »

»We

»Eben«, stimmte Sweta mir zu. »Aber irgendwie haben die Kinder alles sehr überzeugend berichtet… Und die zweite Frage: Ist die Hexe hier im Ort registriert, was haben wir über sie…«

»Das kriegen wir sofort raus«, sage ich, während ich nach meinem Handy langte.

Fünf Minuten später bekam ich die Antwort, dass es nach den Unterlagen der Nachtwache keine Hexen in dieser Gegend gab oder geben dürfte.

Weitere zehn Minuten später verließ ich den Hof, bewaffnet mit den Instruktionen und Ratschlägen meiner Frau, die zugleich eine verhinderte Große Zauberin war. Als ich am Schuppen vorbeiging, linste ich durch die offene Tür hinein. Kolja hing über der offenen Motorhaube, auf einer ausgebreiteten Zeitung lagen verschiedene Schrauben und Teilchen. Oh, oh, ich hatte doch nur was von einem Klopfen im Motor gesagt! Außerdem sang Onkel Kolja, brummte vor sich hin:

Anscheinend hatte sein Gedächtnis nur diese beiden Zeilen abgespeichert, die er wie aufgezogen wiederholte, während er selbstvergessen am Motor fummelte:

»Ein halber Liter wird hier nicht reichen, Antoscha!«, rief Onkel Kolja fröhlich, sobald er mich sah. »Die Japaner müssen völlig den Verstand verloren haben, was sie in diesen Diesel gestopft haben, ist ja nicht mit anzusehen!«

»Das waren nicht die Japaner, sondern die Deutschen«, korrigierte ich ihn.

»Die Deutschen?«, wunderte sich Onkel Kolja. »Ach, das ist ja ein BMW, und ich habe früher nur den Subaru wieder auf Vorderma