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Nein, richtige Milch, das ist schon was Feines. Selbst we
Nachdem ich das leere Glas abgestellt hatte, machte ich es mir in der zwischen Bäumen gespa
»Guten Tag, Anton Sergejewitsch«, begrüßte mich - als habe er meine Gedanken gelesen - der Dorftrinker Kolja über den Zaun hinweg. Wie ko
»Hallo, Kolja«, begrüßte ich ihn ganz wie ein Lebema
»Sie brauchen wohl keine Hilfe, im Haushalt oder…«, fragte Kolja zaghaft. »Ich komme hier vorbei, denke, frag ich doch mal…«
Ich schloss die Augen. Zwischen meinen Lidern leuchtete blutrot die gerade im Zenit stehende So
Nichts ko
Ich kö
Und weiter? Im Dorf gab es keine Arbeit. Auch in der Stadt brauchte niemand den ehemaligen Mechaniker Kolja. Und Geld, um»etwas Eigenes«aufzuziehen, hatte Kolja nicht. Noch nicht mal ein Ferkel ko
Er würde weiter seinem Selbstgebra
Oder wenigstens ein Sechstel der Welt. Mit dem stolzen Namen Rus.
»Anton Sergejewitsch, ich habe einfach keine Kraft mehr…«, beteuerte Kolja nachdrücklich.
Wer brauchte einen ehemaligen Alkoholiker in einem sterbenden Dorf, in dem der Kolchos abgewickelt worden war und dem einzigen Landwirt drei Mal der Hof abgefackelt wurde, bevor er die Anspielung endlich verstand?
»Kolja«, sagte ich. »Was hast du bei der Armee gemacht? Warst du Panzerfahrer?«
Gibt es bei uns eigentlich Söldner? Sollen die doch in den Kaukasus ziehen, statt ein Jahr lang gepanschtem Wodka hinter-herzure
»Ich habe nicht gedient«, antwortete Kolja kleinlaut. »Sie haben mich nicht genommen. Damals hat man dringend Mechaniker gebraucht, deshalb wurde ich immer wieder zurückgestellt, da
»Kolja«, bat ich. »Ka
»Klar!«Kolja wurde munter. »Ich…«
»Nimm den Schlüssel.«Ich warf ihm den Bund zu. »Nachher kriegst du eine Flasche von mir.«
Auf Koljas Gesicht breitete sich ein strahlendes Lächeln aus. »Soll ich das Auto auch noch für Sie waschen? Das ist doch ein teurer Wagen… und bei unsern Straßen…«
»Vielen Dank«, erwiderte ich. »Da wäre ich dir wirklich sehr dankbar.«
»Aber Wodka will ich nicht«, meinte Kolja plötzlich, und ich zuckte sogar vor Überraschung zusammen. Was bedeutete das? Stand die Welt Kopf? »Der schmeckt nach nichts… Aber ein Fläschchen Selbstgebra
»Abgemacht«, stimmte ich zu. Der glückliche Kolja machte die Pforte auf und ging auf den Schuppen zu, in dem ich gestern das Auto abgestellt hatte.
Aus dem Haus kam Swetlana - die ich nicht sah, sondern spürte. Also musste Nadjuschka sich beruhigt haben und in den süßen Nachmittagsschlaf gefallen sein… Sweta kam auf mich zu, blieb hinter mir stehen, zögerte kurz und legte mir da
»Hm«, brummte ich. »Ich ka
»Ich bin schon als kleines Mädchen in dieses Dorf gekommen«, antwortete Swetlana. »Ich eri
»War es früher besser?«, fragte ich.
»Die Leute haben weniger getrunken«, meinte Swetlana bloß. »Warum remoralisierst du ihn nicht, Anton? Ich habe doch gespürt, dass du das vorhattest, de
»Willst du das Pferd von hinten aufzäumen?«, erwiderte ich grob. »Entschuldige… aber ich müsste doch wohl nicht mit Onkel Kolja anfangen.«
»Stimmt«, pflichtete Swetlana mir bei. »Aber eine Einmischung in das Tun der Regierungsbehörden ist durch den Vertrag verboten. Dem Menschen, was des Menschen ist, den Anderen das Andere…«
Ich schwieg. Ja, es war verboten. Weil es die einfachste und sicherste Möglichkeit bot, die Menschenmasse zum Guten oder zum Bösen zu bekehren. Was eine Zerstörung des Gleichgewichts bedeutet hätte. Es hat in der Geschichte Könige und Präsidenten gegeben, die zu den Anderen zählten. Und auch das hat nur mit Kriegen geendet…
»Du gehst hier ein, Anton«, meinte Swetlana, während sie mir über die Haare strich. »Lass uns nach Moskau zurückfahren.«
»Aber Nadjuschka hat ihren Spaß«, widersprach ich. »Und du wolltest doch auch noch eine Woche länger bleiben, oder?«
»Aber du quälst dich… Vielleicht willst du allein fahren? In der Stadt würdest du keine Trübsal blasen.«
»Ich kö
»Ka
»Nein«, beka
»Hier herrscht die reinste Weiberwirtschaft«, fiel Swetlana mir ins Wort. »Entweder sind sie alleinstehend, oder die Mä
»Was de
»Gestern hat mich doch A
»Die Paukerin?«, sagte ich schmunzelnd. A
»Meine Mutter und mich. Sie hat zwei Kinder, Romka, ihren kleinen fünfjährigen Sohn, und Xjuscha, die schon zehn ist. »
»Sehr löblich«, pries ich A
»Veräppeln ka
Mit einem Schlag war die Müdigkeit von mir gewichen, ich setzte mich in der Hängematte auf und hielt mich mit der Hand am Baum fest. Sah Swetlana an. »Warum hast du das nicht gleich gesagt? Vertrag hin oder her, aber we
»Du brauchst dich nicht aufzuregen, sie haben sich verlaufen, haben aber auch wieder herausgefunden. Am Abend waren sie wieder da.«