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Wie vier graue Blitze - ein großer und drei kleine - schossen die Tiere von der Lichtung fort ins Gebüsch. Durch die Luft wirbelten Büschel grauen Fells. Es roch so stark nach Hund, als sei hier nach einem Regenguss ein ganzes Rudel vorbeigekommen. »Si-sind Sie eine He-hexe, Tante?«, fragte Romka ganz leise.

Die Frau lachte. Sie trat an ihn heran und nahm seine Hand. »Gehen wir.«

Die Hütte stand durchaus nicht auf Hühnerbeinen, was Romka sehr enttäuschte. Ein ganz normales Holzhäuschen mit kleinen Fenstern und einem winzigen Flur.

»Wo ist Ihr Da-dampfbad?«, fragte Romka, während er den Kopf in alle Richtungen drehte.

»Wozu brauchst du ein Dampfbad?«, lachte die Frau. »Möchtest du dich waschen?«

»Sie mü-müssen erst das Da-dampfbad anheizen, da

Xjuscha packte ihn bei der Hand. Doch die Frau war nicht gekränkt. »Verwechselst du mich mit der Hexe Baba-Jaga?«, fragte sie lachend. »Aber vielleicht erlässt du es mir, das Dampfbad anzuheizen? Ich habe sowieso keins. Und essen werde ich euch auch nicht. »

»G-gut«, freute sich Romka.

Auch im Haus eri

Die Bücher waren abgenutzt, die Titel kaum zu lesen. Und das, was Xjuscha lesen ko

Romka hatte sich bereits an den Tisch gesetzt, die Hexe goss ihm gerade mit Wasser aus einem weißen Elektrokessel Tee auf.

»Möchtest du einen Tee?«, fragte sie freundlich. »Der ist lecker, ich mache ihn aus Waldkräutern…«

»Le-lecker«, bestätigte Romka, obwohl ihm eher daran gelegen war, einen Kringel in Honig zu stippen, als Tee zu trinken. »Ss-setz dich, Xjucha.«Xjuscha setzte sich, ließ sich höflich eine Tasse geben.

Der Tee schmeckte in der Tat gut. Die Hexe trank ebenfalls davon. Lächelnd betrachtete sie die Kinder.

»Und wir verwandeln uns auch nicht in Ziegen, we

»Weil Sie uns verzaubern«, erklärte Romka. »Weil Sie uns in Ziegen verwandeln und da

Allem Anschein nach brachte er der geheimnisvollen Retterin kein uneingeschränktes Vertrauen entgegen.

»Und warum sollte ich euch erst in stinkende Ziegen verwandeln, bevor ich euch esse?«, empörte sich die Hexe. »We

Romka blähte die Wangen und trat Xjuscha mit dem Fuß. »Wer ist Rou?«, flüsterte er.

Xjuscha wusste es nicht. »Trink deinen Tee und halt den Mund!«, zischte sie. »Das ist irgendein Zauberer…«

Sie verwandelten sich nicht in Ziegen, der Tee schmeckte gut, der Honig und die Kringel noch besser. Die Zauberin befragte Xjuscha nach ihren Leistungen in der Schule. Sie pflichtete ihr bei, dass die vierte Klasse einfach grauenvoll war, mit der dritten überhaupt nicht zu vergleichen. Sie schimpfte Romka aus, weil er seinen Tee schlürfte. Und sie wollte von Xjuscha wissen, seit wa

»Und warum hat der Wolf gesprochen?«, fragte der misstrauische Romka.

»Er hat doch nicht gesprochen«, widersprach die Zauberin oder Botanikerin aufs heftigste. »Er hat gebellt, und euch ist es nur so vorgekommen, als habe er etwas gesagt. Meint ihr nicht auch?«

Xjuscha überlegte kurz und kam da

»Ich bringe euch bis zum Waldrand«, erklärte die Frau. »Von dort aus kö

Romka dachte nach und schlug der Frau vor, ihr bei der Kräutersuche zu helfen. Damit die Wölfe sie dabei nicht anrührten, müsste die Frau ihm ein spezielles Kraut gegen Wölfe geben. Und vorsichtshalber auch noch gegen Bären. Und vielleicht auch noch gegen Löwen, de

»Du bekommst keine Kräuter!«, widersprach die Frau streng. »Das sind seltene Kräuter, die ins Rote Buch eingetragen sind. Die darf man nicht einfach ausreißen.«

»Ich weiß, was das Rote Buch ist«, freute sich Romka. »Sagen Sie doch bitte…«

Die Frau sah auf die Uhr und schüttelte den Kopf. Unverzüglich meinte die gut erzogene Xjuscha, es sei jetzt wohl Zeit für sie zu gehen.

Für den Rückweg bekamen die Kinder eine Honigwabe. Die Frau brachte sie bis zum Waldrand, den sie so schnell erreichten, als re

»Setzt keinen Fuß mehr in den Wald!«, schärfte die Frau ihnen noch einmal ein. »We

Als sie den Hügel zum Dorf hinunterkletterten, blickten die Kinder mehrmals zurück.

Am Anfang stand die Frau noch da und schaute ihnen hinterher. Da

»Sie ist Botanikerin!«, verteidigte Xjuscha die Frau. Und da

»Do-do-doch!«, alberte Romka. »Ich ko

Eins

Wer hat eigentlich behauptet, frisch gemolkene Milch sei lecker?

Das geht anscheinend schon in der ersten Klasse los. Mit der Ersten Fibel, in der die ach so leckere frische Milch gepriesen wird. Und die naiven Stadtkinder glauben das da

Tatsächlich schmeckt frisch gemolkene Milch höchst eigenwillig. Ja, nach einem Tag im Keller, kalt geworden, da sieht die Sache schon anders aus. Da

Ich langte nach dem Krug und goss mir ein weiteres Glas ein. Kalte Milch, mit Schaum… Warum der Schaum durch das Erhitzen wohl so eklig wird, während er bei frischer Milch am besten schmeckt? Ich nahm einen großen Schluck. Genug, für Swetka und Nadjuschka musste auch noch was übrig bleiben. Im ganzen Dorf - keinem kleinen Dorf, sondern einem mit fünfzig Häusern! - gab es nur eine Kuh! Aber immerhin gab es eine… Und ich hatte den starken Verdacht, dass die alleinstehende Kuh ihren reichen Ertrag Swetlana zu verdanken hatte. Tante Sascha, eine vierzig Jahre alte Bäuerin, Besitzerin der Kuh Raika, des Ebers Borka, des Ziegenbocks Mischka und einer kleinen namenlosen Vogelschar, bildete sich grundlos etwas darauf ein. Swetlana wollte einfach, dass unsere Tochter richtige Milch trank. Deshalb blieb die Kuh von allen Krankheiten verschont. Tante Sascha hätte sie mit Sägespänen füttern kö