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Der Vampir ließ die Aufzeichnung noch einmal durchlaufen. Diesmal wurde der arme eingefrorene Security-Mensch ebenfalls vor den Computer gesetzt. »Wer ist das?«, fragte Viteszlav.
»Ein Mieter«, antwortete der Ma
Er hatte ein gutes Gedächtnis. Ka
»Wir nehmen uns die Mä
Ich zuckte die Achseln. Zusammenarbeit war ja schön und gut, aber herumkommandieren würde ich mich nicht lassen. Schon gar nicht von einem Dunklen. Einem Vampir.
»Für Sie ist das einfacher«, erklärte Viteszlav. »Ich… ich habe Probleme, mich mit alten Menschen zu unterhalten.«
Das Geständnis war offen und überraschend. Ich murmelte etwas, bestand aber nicht auf weiteren Erklärungen.
»Ich spüre bei ihnen das, was mir fehlt«, fuhr der Vampir trotzdem fort. »Die Sterblichkeit. »
»Sind Sie neidisch?«, platzte es aus mir heraus.
»Mir graut vor ihnen.«Viteszlav beugte sich zu dem Security-Ma
»Das geht doch…«, protestierte ich schwach.
»Wir arbeiten am selben Fall«, eri
Im nächsten Augenblick war er verschwunden. Edgar lächelte schuldbewusst. Und ging zur Tür hinaus.
Ohne darauf zu warten, dass der Security-Ma
Vier
Das Schicksal, das nach Überzeugung unserer Magier nicht existierte, war mir wohlgeso
Im Foyer des Assol (dieser Raum sollte nicht Treppenhaus gena
Ich betrachtete sie durchs Zwielicht - und ko
Entschlossen trat ich an die ältere Dame heran. In der Tat: eine»ältere Dame«. Das bescheidene, gute russische Wort»Alte«traf es überhaupt nicht.
»Entschuldigen Sie, aber ka
Die ältere Dame schielte zu mir hinüber. Ohne den üblichen Argwohn alter Menschen, eher beschämt.
»Ich habe vergessen, wo ich wohne«, gestand sie. »Wissen Sie es zufällig?«
»Im zehnten Stock«, antwortete ich. »Darf ich Sie vielleicht hinbringen?«Die silbergrauen Locken, zwischen denen zarte rosafarbene
Haut hindurchschimmerte, gerieten kaum merklich in Bewegung.
»Achtzig Jahre«, erklärte die Alte. »Das weiß ich noch… We
Ich hakte mich bei der Dame ein und führte sie zum Aufzug. Einer der Security-Mä
Der Herr brachte sie. Ihre Tür erka
Unser Erscheinen begeisterte die Frau. Nur fürchtete ich, dass sowohl das freundliche Lächeln wie auch die rührende Sorge in erster Linie für mich bestimmt waren.
Sieh her, junge sympathische Frauen wie wir arbeiten in solchen Häusern nicht um des Geldes willen als Angestellte.
»Maschenka, bring uns einen Tee«, unterbrach die Alte ihr Gegacker. Vermutlich hegte auch sie keine Illusionen. »Ins große Zimmer.«
Die junge Frau stürmte beflissen in die Küche, nicht ohne mir vorher noch einmal zuzulächeln. »Es wird immer schlimmer mit ihr…«, flüsterte sie mir ins Ohr, wobei sie voller Bedacht ihren drallen Busen gegen mich presste. »Ich bin Tamara.«
Ich selbst wollte mich nicht vorstellen, warum auch immer. Stattdessen folgte ich der Alten einfach ins»große Zimmer«. In ein sehr großes Zimmer. Mit alten Möbeln aus der Stalinzeit und unübersehbar das Werk eines teuren I
»Ich habe Bomben auf die Fritzen geworfen«, erklärte die Dame bescheiden, während sie an dem runden Tisch Platz nahm, auf dem eine bordeauxfarbene Samtdecke mit Fransen lag. »Kalinin selbst hat mir einen Orden überreicht…«
Völlig perplex setzte ich mich der einstigen Fliegerin gegenüber.
Frauen wie sie beschließen ihr Leben im besten Fall auf einer Staatsdatscha oder in einem dieser riesigen baufälligen Stalinbauten. Aber auf gar keinen Fall in einem elitären Wohnkomplex! Sie hat Bomben auf die Faschisten abgeworfen, nicht die Goldvorräte aus dem Reichstag geklaut!
»Mein Enkel hat mir die Wohnung gekauft«, erklärte die Alte, als habe sie meine Gedanken gelesen. »Eine große Wohnung. Aber ich ka
Ich nickte. Ein guter Enkel, ohne Frage. Natürlich besorgt er der ordengeschmückten Oma eine teure Wohnung - die er später erben würde. Ein vernünftiger Zug. Und auf alle Fälle eine sehr gutmütige Geste. Nur das Hausmädchen hätte er sorgfältiger aussuchen sollen. Keine zwanzigjährige Frau, die sich um den Kapitalwert ihres jungen Gesichtchens und ihre gute Figur sorgte, sondern eine ältere, gestandene Krankenschwester…
Die Alte blickte nachdenklich zum Fenster hinaus. »Besser hätte ich es in diesen andern Häusern, diesen kleinen…«, meinte sie. »Das würde besser zu mir passen…«
Ich hörte jedoch nicht zu. Sondern blickte auf den Tisch, der mit zerknitterten Briefen mit dem Stempel»Unbeka
Die letzten Staatsoberhäupter hatte das Gedächtnis der Alten offenbar nicht mehr behalten kö
Man brauchte nicht die Fähigkeiten eines Anderen, um zu schlussfolgern, was für einen Brief die Alte vor drei Tagen abgeschickt hatte.
»Ich ka
Trotzdem sah ich sie mir noch einmal durchs Zwielicht an. Und hätte beinah aufgeschrien.
Die alte Pilotin war eine potenzielle Andere. Freilich, ihre Kraft war nicht besonders groß, aber nicht zu übersehen!
Nur, sie in diesem Alter zu initiieren, das ko
Die Belastung würde sie umbringen. Sie würde als körperloser, wahnsi
Alle ka