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Salid ergriff sein Gewehr mit beiden Händen, sprengte die Tür mit der Schulter auf und ließ sich aus dem Wagen fallen. Schüsse peitschten. Auch die zweite Hälfte der Windschutzscheibe zerplatzte. Jemand schrie, mit schriller, überschnappender Stimme und auf englisch, und Salid sah einen verschwommenen Schatten davonhasten, den er unter Feuer nahm, ohne zu treffen. Von draußen drang noch immer das wütende Rattern der Kalaschnikows herein, da

Salid sprang auf die Füße, sah einen Schatten aus den Augenwinkeln und schoß, ohne lange zu zielen. Ein schriller Schrei antwortete ihm, da

Hastig durchquerten die beiden Mä

Mit einem gewaltigen Satz sprang Salid durch eine der plötzlich glaslosen Fensteröffnungen, rollte sich über die Schulter ab und kam mit angelegtem Gewehr wieder auf die Beine. Die beiden Mä

Der Raum dahinter war nicht leer. Ein gewaltiger Schreibtisch nahm den größtenTeil des vorhandenen Platzes ein, daneben stand ein etwas kleinerer, schäbigerTisch mit

einem Funk gerät, an dessen Knöpfen ein junger Bursche wie von Si

Salid erschoß ihn, jagte einen kurzen Feuerstoß in das Funkgerät und richtete den Lauf der Waffe auf die beiden anderen Soldaten. Einer von ihnen hatte eine Pistole gehoben, erstarrte jedoch mitten in der Bewegung, als er den Lauf des Gewehrs auf sich gerichtet sah.

Der zweite hatte sich nicht einmal gerührt, sondern starrte die beiden Eindringlinge mit einer Mischung aus Haß und kalter Verachtung an. Er war ein Ma

»Gut, daß Sie keinen Widerstand leisten, General«, sagte Salid. Sein Englisch hatte einen sonderbar harten Akzent, der sich so anhörte, als wäre er sorgsam und über Jahre hinweg kultiviert worden. »Ich würde Sie und Ihren Freund da ungern erschießen.«

Die Augen des Generals wurden schmal. »Was wollen Sie?« antwortete er in der gleichen Sprache. »Sie müssen verrückt geworden sein, we

Salid lächelte kalt. »Möglich. Ein Grund mehr, keine Zeit zu verlieren, nicht wahr?« Seine Waffe deutete auf die Stahltür neben dem Sternenba

»Fuck yourself «, sagte der Offizier ruhig. Salid erschoß ihn.

Seine Waffe stieß ein kurzes, gedämpftes Bellen aus, und auf der Brust der blauen Uniform erschien eine schnurgerade Reihe kleiner schwarzer Löcher, die sich langsam mit dunklem Rot füllten. Eine halbe Sekunde lang starrte der Ma

Schreibtischplatte auf, deren grünes Leder plötzlich mit einer Anzahl häßlicher roter Flecke gesprenkelt war.

»Nun, mein Freund?« Salids Stimme klang fast amüsiert, während er die Waffe auf den jungen Soldaten richtete. »Vielleicht machst du uns die Freude, dieTür zu öffnen?«

Der Soldat zögerte. Seine Rechte umklammerte noch immer den Revolver, den er gezogen hatte, als die beiden Mä

Da

Salid musterte ihn einen Moment lang wortlos, da

Der Soldat schüttelte den Kopf. »Das ka

Das G3 machte Plopp. Der Soldat schrie, brach zusammen und umklammerte mit beiden Händen seine zerschossene Kniescheibe.

Salid lächelte kalt, drehte den Ma

»Don't, please«, stöhnte der Ma

»Da

»Siehst du«, sagte Salid freundlich. »Es zahlt sich doch aus, vernünftig zu sein.«

In den Ausdruck schier unerträglicher Pein in den Augen des jungen Soldaten mischte sich eine verzweifelte Hoffnung. Salid ließ dieser Hoffnung gerade lange genug Zeit, von einem Funken zu einer lodernden Flamme zu werden, ehe er abdrückte.

Achtlos ließ er den Soldaten fallen. »Tut mir leid, Kleiner«, sagte er spöttisch. »Aber du bist einfach zu vertrauensselig.« Salid registrierte aus den Augenwinkeln den verwunderten Blick, den ihm sein Begleiter bei diesen Worten zuwarf, und auch we

Salid wunderte sich über sich selbst. Und er war alarmiert. So unwichtig dieser Ausrutscher seinem Begleiter vorkommen mochte – er war nicht normal, und Dinge, die nicht normal waren, machten ihn prinzipiell nervös.

Ein weiterer Fehler: Salid registrierte, daß er seit gut fünf Sekunden vor dem offenen Safe stand und hineinsah, ohne seinen Inhalt wirklich zu sehen. Was war nur mit ihm los? Verdammt!

Salid schüttelte den Kopf und konzentrierte sich auf den Inhalt des kleinen Wandtresors. Er enthielt das, was man in einem Safe wie diesem und an einem Ort wie diesem erwartete: zwei schmale Aktenordner, die Salid ignorierte, eine kleine Summe Bargeld – Salid rührte auch sie nicht an – und eine in weinrotes Leder gebundene Mappe, die der Terrorist rasch an sich nahm und durchblätterte. Sie enthielt vier eng maschinenbeschriebene Seiten, sorgsam in Klarsichthüllen eingeschweißt und mit dem blaßroten Aufdruck TOP SECRET, der sich quer über jedes einzelne Blatt zog.

Salid klappte die Mappe zu, warf einen weiteren Blick in den Safe und zog eine Video-8-Cassette sowie einen kleinen, überraschend schweren Behälter aus verchromtem Metall hervor, die er beide achtlos in derTasche verschwinden ließ. Aus einem absurden Ordnungsbedürfnis heraus schloß er die Safetür wieder, ehe er sich umwandte. »Gehen wir.«