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Hinter ihm bewegte sich etwas. Ein Schatten näherte sich, da
»Ihr also auch?« murmelte er. »Selbst du, Simon? Joha
»Niemand tut das, Herr. « Der Fischer kam näher, bis sein Gesicht fast in den Bereich der lodernden Flammen geriet, die Judas' Fackel versprühte. Er schien die Hitze nicht einmal zu spüren. »Wir alle lieben dich, Herr. Mehr, als du dir vorstellen ka
»Zürne ihm nicht. Er ist verwirrt, und er sucht einen Schuldigen, für das, was er selbst getan hat. Er würde dir nie etwas zuleide tun. Keiner von uns würde das. Wir alle gäben freudig unser Leben, um das deine zu beschützen. «
»Da
Simon senkte den Blick. Tränen liefen über sein Gesicht. Aber seine Stimme war fest, als er weitersprach. »Das … kö
»Niemand ka
Simon, den er den Fels gena
»Warum? « fragte er. »Habt ihr de
»Nein!« Simon schrie fast. Sein Gesicht war ein einziger Ausdruck entsetzlicher Pein. »Es war richtig, Herr. Es war zu richtig. Nicht du bist es, der etwas falsch gemacht hat. Wir sind es, Herr. Nur wir. Judas hat recht. Wir sind schwach. Wir sind voller Mängel und Fehler, und wir verfallen nur zu leicht der Verlockung des Bösen. Du verlangst zu viel von uns, Herr. Unsere Welt ist noch nicht reif für deine Art der Gerechtigkeit. «
»Es ist nicht meine Gerechtigkeit«, eri
»Aber wir sind noch nicht bereit«, erwiderte Simon. »Sie haben versucht, dich zu töten, weil sie dich fürchten. Weil sie spüren, daß du ihnen den Untergang bringst. Die Welt ist noch nicht reif für deine Lehre. Wir müssen sie vor dir beschützen. Und dich vor ihr. «
»Was also habt ihr beschlossen? « fragte er.
Simon zögerte lange mit der Antwort. Er hatte nicht die Kraft, ihm in die Augen zu blicken, als er es schließlich tat, und mit Ausnahme Judas Ischariots kam auch keiner der anderen näher, sondern sie blieben Schatten jenseits des unsicheren Lichtkreises, den seine Fackel schuf.
»Sie halten dich für tot, und wir wollen, daß es so bleibt«, sagte Simon. »Du wirst diesen Ort nicht mehr verlassen. Diesen oder einen anderen, sichereren, den es zu finden gilt. «
»Ein Gefängnis, meinst du.«
»Ich wollte, du würdest es nicht so ne
Und es hatte diese Frist bekommen. Er war diese Gnade gewesen; längst nicht die erste, aber vielleicht die letzte, die man den Bewohnern dieser Welt eingeräumt hatte.
Simon glaubte ihn vielleicht zu ke
Er sprach nichts von alledem aus, aber er wußte, daß Simon die Wahrheit in seinem Blick las. Simon war auf seine Weise etwas sehr Besonderes, auch we
»Da
»Und was wollt ihr tun?« fragte er. »Mich töten?« Er lächelte. »Selbst we
»Sind wir das nicht alle?« murmelte Simon. Da
»Mehr, als ich ihr geben darf«, sagte er traurig. »Glaubt ihr wirklich, ihr kö
»Ja«, antwortete Simon mit fester Stimme. »Du hast uns viel gelehrt, Herr, und wir waren gute Schüler. Unsere Kraft wird reichen.«
Die Kraft, die er sie gelehrt hatte. Glaubten diese Narren de
Er tat es nicht. Der Zorn verging, aber auch die Trauer, die er bisher empfunden hatte, kehrte nicht sofort zurück. Plötzlich verstand er Simon und die anderen, und mit diesem Verstehen ging noch etwas anderes einher: ein weiteres, ihm bisher völlig unbeka
Und trotzdem wagten es diese winzigen, verwundbaren Wesen, ihm zu trotzen. Mehr noch – sie wagten es, das Schicksal selbst und sogar den, der hinter ihm stand, herauszufordern, einfach nur, weil sie glaubten, daß ihr Volk diese Chance verdiente. Sie erbaten sie nicht von ihm. Sie forderten sie. Und verdiente ein Volk, das solche Tapferkeit hervorbrachte, nicht tatsächlich diese eine, vielleicht allerletzte Chance?
Die Gewalten, die zu entfesseln er im Begriff gewesen war, zogen sich wieder zurück.
Für eine Weile.
Sie sollten ihre Gnadenfrist bekommen.
Der Himmel über dem Wald war noch immer schwarz, als Bre