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Ich setzte mich auf den Rand des Bassins und planschte mit meinen Händen im Wasser. Fische gab es nicht, obwohl mir das sehr gefallen hätte. Das Wasser an sich war trübe, als ob die Filter im Springbru

Stasj wies mit einer Geste auf die bequemen Sessel an der Wand unter den falschen Fenstern. Die Fenster zeigten den Blick auf die Stadt vom Dach eines Hochhauses aus, ich war aber trotzdem davon überzeugt, dass wir uns unter der Erde befanden.

»Wartet hier, Kinder.«

»Lange?«, fragte ich.

»We

In der gegenüberliegenden Wand des Saals befand sich eine weitere Fahrstuhltür. Stasj holte den Fahrstuhl und verschwand.

»Hier hätte man zumindest eine Bar einrichten kö

»Womit?«, äußerte ich mein Unverständnis.

»Highball. Tja, das ist ein Getränk. Aus Gin Tonic oder Wodka mit Martini.«

»Aha. Das hättest du wohl gern.«

»Übrigens, ich mag Wodka mit Martini«, sagte Lion.

Er machte es sich im Sessel bequem und legte seine Beine auf die Lehne. Er schaute auf das falsche Fenster, schnaufte verächtlich, fand den Schalter und löschte das Bild.

»Das kommt aus den Träumen«, erriet ich.

»Stimmt! Und in der Armee haben wir Wodka bekommen. An Feiertagen Whisky.«

»Na, da

»Dasmachtnichts.We

Endlich fiel bei mir der Groschen, dass er sich nur lustig machte.

Sich einen Spaß mit mir erlaubte.

Weil er selbst Angst hatte, mehr Angst als ich.

»Und warum hast du gegen das Imperium gekämpft?«, wollte ich wissen. »Im Traum?«

Lion wehrte ab, als ob er auf diese Frage vorbereitet wäre: »Weil das Imperium ein Überbleibsel überholter Entwicklungsstufen der Menschheit verkörpert. Die Konzentration der Macht in den Händen eines Menschen führt zu Stillstand und Stagnation, zu Misswirtschaft und sozialer Instabilität.«

»Also wie, zum Stillstand oder zur Instabilität?«, entgegnete ich.

»Zum Stillstand in der Entwicklung der Menschheit, aber zur Instabilität im sozialen Leben«, parierte Lion. »Für dich ein einfaches Beispiel:

Als die Menschen auf die Außerirdischen trafen, hatten diese bereits die besten Stücke des Kosmos untereinander aufgeteilt und die Entwicklung des Imperiums stockte. Es war notwendig, sehr schlechte und lebensfeindliche Planeten wie deinen Karijer für die Menschen umzugestalten. Niemand machte auch nur den Versuch, die Fremden von den von ihnen besetzten Planeten zu vertreiben.«

»Aber das bedeutet doch Krieg, Lion!«

»Nicht zwingend. Krieg — das ist ein Extremfall der Lösung von Widersprüchen. Es ist immer möglich, ihn durch ökonomische, politische oder besondere Maßnahmen zu vermeiden.«

»Denkst du wirklich so?« Ich setzte mich in den Nachbarsessel. Lion starrte mich eine Sekunde lang an, lächelte rätselhaft und sagte da

»Und jetzt?«

»Na, es ist doch etwas dran, oder nicht? Du hast doch selbst auf dem Karijer gelebt und kö

»Hast du nun in deinem Traum gegen das Imperium oder gegen die Außerirdischen gekämpft?«

»Gegen das Imperium«, gab Lion zu, »damit in der Galaxis eine neue, gerechte Gesellschaftsordnung entsteht.«

»Und welche?«

Lion dachte einen Augenblick nach.

»Also, in erster Linie eine demokratische. Bei uns ist alles wählbar, jedes beliebige Amt. Einmal in vier Jahren wählen alle den Präsidenten.«

»Und was für ein Mensch ist dieser Präsident?«

»Es ist eine Sie«, erläuterte Lion. »Sie ist… tja, wie soll ich das am besten ausdrücken…«

Sein Gesicht nahm einen entrückten Ausdruck an. Ich wartete und auf meine Brust wälzte sich ein Eisblock.

»Sie… ist sehr gerecht«, stieß Lion endlich hervor. »Sie ist bereit, jeden anzuhören und mit ihm offen zu sprechen. So klug, wie sie ist, trifft sie fast immer die richtigen Entscheidungen. Manchmal irrt sie sich, aber nicht entscheidend.«

Ich ko

»Ich habe nicht gesagt, nie«, fiel Lion schnell ein, »aber im Prinzip macht sie keine Fehler.«

»Und außerdem ka

»Auf normalem Weg ist das unmöglich«, sagte Lion, »aber bei uns war alles ganz anders. Man ko

»Blödsi

»Warum? Das ging ganz einfach. Weißt du, dass es möglich ist, eine menschliche Intelligenz vollständig auf einen Computer zu kopieren?«

»Ja, aber das wurde verboten, es sind nur noch zwei oder drei davon übrig… Sie werden alle verrückt.«

»Sie ist nicht verrückt geworden«, erwiderte Lion leise, »sie hat auf jedem Planeten ihre Kopie. Diese kommunizieren untereinander und entscheiden gemeinsam. Und sie sind bereit, jeden Beliebigen anzuhören und zu helfen. Ich selbst habe jedes Jahr mit ihr geredet. Das gehörte sich so. Und manchmal habe ich um ein zusätzliches Gespräch ersucht. We

»Lion, du bist aber ein Idiot!« Ich hielt es nicht mehr aus. »Ein totaler Idiot! Das sind alles Märchen, mit denen sie euch das Gehirn gewaschen haben! Damit alle scharf darauf wurden, Inej zu dienen!«

»Das verstehe ich«, sagte Lion ernsthaft. »Sicher, so wird es sein. Aber we

»Das ka

»We

»Dein Traum ist unterbrochen worden«, sagte ich, »als du online geschaltet wurdest.«

»Na und? Tikkirej, ehrlich, ich wurde zu nichts gezwungen. Das… das…«, Lion fuchtelte mit den Händen, »das ist wie sehr gutes Kino in einer guten Virtualität, in der du den Unterschied gar nicht spüren ka

»Aber das ist doch nicht wahr!«

»Habe ich dir etwa gesagt, dass es wahr wäre?« Lion erhob seine Stimme. »Nein, sag nur, habe ich das gesagt? Ich sage dir, wie alles in meinem Traum war! So! Und dass darin — vielleicht — ein bisschen Wahrheit stecken kö

Er hatte Recht. Ich hatte Lion attackiert wie einen Feind…

»Entschuldige.«

Lion schaute weg. Da

Mir fiel auf, dass er wie ein kleines Kind an seinen Nägeln kaute.

Da

»Ein dummer Traum«, meinte ich.

»Sicher. Ich eri