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Emes griff nach dem Federkiel und starrte gedankenverloren auf die Logbuchseite nieder. Er hatte richtig gehandelt, er wußte, daß er richtig gehandelt hatte. Nun mußte er nur noch die anderen dazu bringen, das einzusehen. Fand der Alptraum de
Er blickte sich in der Kajüte um und eri
Wie gestochen bega
VII Ein Geheimnis
Einzeln oder in Gruppen, kampflustig oder halb betäubt, so stolperten die Überlebenden der Styx den schräg ansteigenden Strand hinauf; mittlerweile war er von einem Kordon schwerbewaffneter
Soldaten abgesperrt worden.
All das vollzog sich in eisigem Schweigen. Die benommenen Seeleute lagen oder hockten auf dem nassen Sand und starrten nicht ihre Bewacher an, sondern hinaus aufs bewegte Wasser, das noch vor kurzem ihr Schiff getragen hatte. Andere wateten niedergeschlagen am Ufer auf und ab, suchten mit den Augen das Strandgut ab, musterten die treibenden Leichen, ob nicht doch noch ein verzweifelter Schwimmer unter ihnen war. Und über allem kreisten gierig und ungeduldig die Möwen.
Etwas weiter strandabwärts nahmen sich einige Frauen der Verwundeten an, die sich aus dem Landungsboot hatten retten kö
Bolitho sah Boote auslaufen, meist kleine Fischkutter, die von der örtlichen Kommandantur hastig zur Suche nach Überlebenden requiriert worden waren.
Neale bemühte sich stöhnend, auf die Füße zu kommen.»Wie viele sind gerettet?»
«Hundert, vielleicht auch mehr«, antwortete Allday.»Genau läßt es sich nicht sagen.»
Da sank Neale in den Sand zurück und starrte blicklos zum blauen Himmel auf.»Mein Gott, weniger als die Hälfte!»
«Und was kommt jetzt?«fragte Browne; irgendwie hatte er es geschafft, trotz allem seinen Hut zu retten.»Ich gestehe, daß mir diese Situation neu ist.»
Bolitho legte den Kopf zurück und empfand dankbar den wärmenden So
Brüsk befahl er Browne:»Gehen Sie zu den anderen. Sie sollen antreten wie zum Appell. «Er sah ihren Schiffsarzt neben der ausgestreckten Gestalt eines verletzten Seema
«Da kommen sie«, flüsterte Allday ihm zu.
Der Kordon oben am Strand teilte sich und ließ drei französische Offiziere mit ihrer Eskorte durch; zielstrebig marschierten sie auf die verstreuten Seeleute zu.
Bolitho ka
Der Hauptma
Bolitho sagte:»Händigen Sie ihm Ihre Waffen aus und auch den Säbel des Dritten Offiziers.»
Wütend rammte Allday sein langes Entermesser in den Sand.»Wäre das doch sein Bauch!«knirschte er dabei.
Auch Browne löste den Säbel von seiner Seite und bückte sich da
Säbel, während die französischen Soldaten, von Neales überraschender Gegenwehr überrumpelt, verspätet ihre Pistolen und Musketen hoben.
Mit gebrochener, fast unke
Bolitho sah, daß der französische Hauptma
«Bitte, Capitaine. Der Ma
Der Franzose blickte schnell zwischen Neale und Bolitho hin und her, musterte die fürchterliche Kopfwunde des jungen Kommandanten und da
Das Schweigen war wie eine unsichtbare Mauer. Neale stand schwankend da und spähte halb blind zu seinen Mä
Es war ein kritischer Augenblick. Die französischen Soldaten waren monotonen Garnisonsdienst gewohnt und mochten sich von den britischen Seeleuten, deren Schiff so schnell gesunken war und sie praktisch auf den Strand gespien hatte, bedroht fühlen. Nun mußte nur einer der Gefangenen eine falsche Bewegung machen, da
Bolitho kehrte der Pistole des Franzosen weiterhin den Rücken, aber der Schweiß ra
Ganz vorsichtig nahm er Neale den Säbel aus der Hand.»Immer mit der Ruhe«, sagte er.»Wir sind bei Ihnen, ich und Allday.»
Neale öffnete die Faust und ließ den Arm sinken.»Tut mir leid.»
Endlich kapitulierte er vor dem Schmerz. Bolitho sah den Schiffsarzt hastig herbeieilen, während Neale mit heiserer Stimme noch hinzufügte:»Hab' das verdammte Schiff geliebt. «Da
Bolitho wandte sich um und reichte Neales Waffe an den nächststehenden Soldaten weiter. Da
Scheide vom Gürtel. Nur kurz zögerte er, um die glatte, vielgetragene Form noch einmal durch die Finger gleiten zu lassen. Ein unrühmliches Ende, dachte er voll Bitterkeit. In wenigen Monaten wäre die Waffe hundert Jahre in der Familie gewesen.
Neugierig beäugte der französische Hauptma
Bolitho hörte Allday neben sich murmeln:»Den hole ich Ihnen zurück, Sir, warten Sie's nur ab.»
Oben am Strand waren inzwischen Pferdewagen angekommen, begleitet von noch mehr Soldaten. Ohne große Umstände wurden die Verwundeten verladen, und zuletzt erhielt der Schiffsarzt den Befehl, aufzuspringen.