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Bolitho schaute in seinen Becher. Es wäre nur zu leicht gewesen, Ozzard nach frischem Kaffee zu schicken. Kaffee war eine seiner Schwächen. Aber er wollte sich an seine Regeln halten und seinen Vorrat so lange wie möglich strecken.

Er hörte das beharrliche Klopfen der Hämmer. Die Reparaturarbeiten gingen pausenlos weiter. Dies war der vierte Morgen nach dem Gefecht. Die Lysander, gefolgt von der Schaluppe und der Prise, war langsam weiter nordostwärts gekrochen; die Leute arbe i-teten, bis es dunkel wurde, damit das Schiff für den Notfall wieder kampfbereit war.

Noch einmal vergegenwärtigte er sich die Karte, die er vor seinem frugalen Frühstück studiert hatte. Sie waren gezwungen, sehr langsam zu segeln. Zerfetzte Leinwand mußte von den Rahen genommen und geflickt oder ersetzt werden. Der Klüverbaum mußte nach der Kollision mit dem französischen Vierundsiebziger fast ganz neugetakelt werden; Bolitho war durchaus mit Herrick einverstanden, der in seinem Bericht den Schiffszimmerma

Mit Recht hatte Herrick auch über Leutnant Veitch sehr Günstiges geschrieben. Der Dritte Offizier hatte während des ganzen Gefechts die Batterien befehligt; und darüber hinaus hatte er selbständig, ohne um Rat oder Erlaubnis zu fragen, seine Geschütze doppelt laden lassen, um den Karronadenbeschuß zu unterstützen. Doppelte Ladung war schon unter besten Bedingungen und mit erfahrenen Ma

Veitch einen genügend klaren Kopf bewahrt, um die richtigen Mä

Die Verluste des Feindes waren vermutlich weit höher; dazu kam noch die Blamage, von einem einzelnen Schiff in die Flucht geschlagen worden zu sein. Doch wo es sich um Menschen handelte, war das ein geringer Trost. Man mußte noch Wochen, vielleicht noch Monate, ohne Ersatz auskommen. Muskeln und Knochen waren wesentlicher als Hanf und Eichenholz; die Menschen selber waren für das Schiff schlechthin lebenswichtig.

Bolitho versuchte, nicht an seinen eigenen Bericht zu denken, der noch unvollendet neben Moffitts knochigem Ellbogen lag.

«Fahren wir fort, Sir?«fragte der Schreiber. Seine Stimme war wie der ganze Ma

Bolitho musterte ihn nachdenklich.»Wie weit sind wir?»

Die Feder glitt übers Papier: «Während der ganzen Aktion war das Schiff ständig unter Kontrolle, und nur als es im Rigg des zwe i-ten französischen Schiffes verstrickt war, ist es etwas abgetrieben.«Die gläsernen Augen hoben sich.»Sir?»

Bolitho stand auf und ging zur Heckgalerie, die Hände auf dem Rücken. Er ko

Er zwang sich dazu, Herrick als den Kommandanten der Lysan-der zu betrachten und nicht als Thomas Herrick, seinen Freund. Früher hätte er jeden höheren Offizier verachtet, der aus Freundschaft Versagen oder Unfähigkeit deckte. Doch jetzt wußte er, Entscheidungen fielen nicht so leicht und auch nicht so frei von Vorurteil. Herrick hatte ihn beinahe beschworen, auf dem Achterdeck zu bleiben und sich nicht am Kampf zu beteiligen. War das reine Freundschaft, oder weil er Bolithos Rat und Entschlußkraft nicht entbehren ko

Er stützte sich auf das Süll unter dem salzfleckigen Fenster. Herrick war kein Feigling und ko

«Ich diktiere später zu Ende, Moffitt«, sagte Bolitho kurz. Er wandte sich ab und glaubte, in den Augen des Schreibers einen Funken Neugier aufglänzen zu sehen.»Sie kö

Es klopfte, und Herrick trat ein.»Ich dachte, Sie würden es sofort wissen wollen, Sir: Die Harebell hat signalisiert, daß sie im Osten zwei Segel gesichtet hat. «Seine blauen Augen streiften Moffitt.»Höchstwahrscheinlich ist es das Geschwader. «Bitter fügte er hinzu:»Diesmal!»

Bolitho sah, daß sein Blick auf den Bericht fiel, und verspürte ein gewisses Schuldgefühl; als hätte Herrick seine Gedanken gelesen, seine bitteren Zweifel.»Danke. Wie ist unsere Position?»

Herrick runzelte die Stirn.»Bei acht Glasen waren wir vierzig Meilen nördlich der Insel Mallorca. Bei der langsamen Fahrt, die wir machen, und den Schäden an Segeln und Ruder will sich selbst der Master nicht genauer festlegen.»

«Sie kö

«Ihre Befehle, Sir?«fragte Herrick.

«We

«Ich verstehe, Sir«, erwiderte Herrick.

Bolitho wandte sich um und sah ihm ins Gesicht.»Was denken Sie, Thomas? «Er wartete gespa

Herrick hob die Schulter.»Ich glaube, Farquhar ist eige

«Aha.»

Bolitho trat an sein Weinkabinett und fuhr mit dem Finger über das Holz. Er sah sie noch vor sich, wie sie ihn anlächelte, hatte noch ihr ansteckendes Lachen im Ohr, als sie sah, wie sehr er sich über das Geschenk freute. Ihre Liebe war so warm, so großherzig gewesen. Und rücksichtslos war sie jedem über den Mund gefahren, der es gewagt hatte, sich über ihre Affäre kritisch zu äußern.