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«Lassen Sie die Leute achtern antreten, Mr. Graves.»

Als der Befehl gegeben war und die Mä

Wieder warf er einen Blick auf die Gesichter unter ihm. Wie brachten all die Leute es nur fertig, auf so engem Raum zusammen zu leben? An Bord der Sparrow waren hundertundfünfzehn Ma

Das Schreiben war an Richard Bolitho, hochwohlgeboren, adressiert und befahl ihm, sofort an Bord zu gehen, um Verantwortung und Befehlsgewalt als Kapitän auf Seiner Brita

Bolitho faltete das Patent zusammen und steckte es in die Tasche.»Ich möchte jetzt in meine Kajüte gehen, Mr. Graves.»

Er setzte seinen Hut auf und ging langsam zu einer mit Segeltuch bezogenen Luke vor dem Besanmast. Er bemerkte, daß das Ruderrad ungeschützt lag. Ein schlechter Platz bei Sturm oder Kugelhagel, dachte er.

Hinter seinem Rücken erhob sich Stimmengemurmel, als die Leute entlassen wurden, und in der dumpfen Luft hing der fettige Geruch aus der Kombüse. Er war froh, daß er sich vor der Eitelkeit, eine Rede zu halten, gehütet hatte. Trotzdem, dies war ein so kostbarer Tag, daß er ihn in irgendeiner Weise gern mit der ganzen Besatzung geteilt hätte.

In seiner Erregung hatte er die Zeit ganz vergessen. Nun, da er die Leiter zum Geschützdeck hinunterstieg und hinter Graves' gebückter Gestalt nach achtern ging, freute er sich noch mehr, daß er sich auf das förmliche Herunterlesen seiner Erne

Er schnappte nach Luft, als sein Kopf gegen einen Decksbalken krachte.

Graves wirbelte herum:»Verzeihung, Sir!«Er schien zu fürchten, Bolitho würde ihm die fehlende Stehhöhe übelnehmen.

«In Zukunft werde ich mich vorsehen!«Er trat in die Heckkajüte. Einen Augenblick lang stand er bewegungslos. Voll Entzücken betrachtete er die zierlich schräg geneigten Heckfenster, die von einer Seite zur anderen reichten und die Bucht mit der Landzunge wie ein schimmerndes Panorama vor seinen Augen ausbreiteten. Die Kajüte war geschmackvoll in blassem Grün gemalt, die Täfelung mit Blattgold hervorgehoben. Den Fußboden bedeckte schwarzweiß kariertes Segeltuch, und zu beiden Seiten standen solide gearbeitete Möbel. Vorsichtig hob er seinen Kopf und bemerkte, daß er zwischen den Decksbalken gerade noch aufrecht stehen ko

Graves sah ihn bekümmert an.»Ich fürchte, daß Sie nach einem Linienschiff dies alles hier ein bißchen beengt finden. «Bolitho lächelte.

«We

Graves bückte sich unter der Tür hindurch, und Bolitho kehrte sich wieder seiner Kajüte zu.

«Beengt nach einem Linienschiff«, hatte Graves gesagt. Er wirbelte seinen Hut quer durch die Kabine auf die Sitzbank unter den Fenstern, schnallte den Degen ab und ließ sich in einen grünsamtenen Sessel fallen. Er brach in schallendes Gelächter aus.

Beengt! Er sprang auf und duckte sich beim Gehen unter die Decksbalken. Nach der Offiziersmesse der Trojan war dies hier ein Palast!

Bolitho setzte sich neben seinen Hut und schaute sich in der hübschen, fröhlich wirkenden Kajüte um. Und dies alles gehörte nun ihm!

II Freiheit

Es war später Nachmittag, als Bolitho endlich überzeugt war, alles Greifbare über das Schiff gelesen zu haben. Heuer- und Bestrafungslisten, Logbücher, Abrechnungen über Waren und Proviantrückzahlungen — die Liste schien endlos. Aber nicht einen Augenblick hatte er sich gelangweilt. Der neue Rock hing über einer Stuhllehne, seine Halsbinde hatte er gelockert und das Hemd aufgeknöpft. Alle Einzelheiten in den Büchern hatten ihn gefesselt.

Oberflächlich betrachtet hatte sein Vorgänger, Kapitän Ransome, ein tüchtiges und vorbildlich geführtes Schiff befehligt. Im Strafregister waren all die üblichen Anklagen und Bestrafungen für kleine Vergehen aufgezeichnet. Es gab einige Fälle von Trunkenheit und nur wenige von unbotmäßigem Verhalten und Gehorsamsverwe igerung. Als schlimmstes Verbrechen war die Handgreiflichkeit eines Seema

Ransome hatte zu Begi

Im Gegensatz zu der offensichtlich guten Stimmung auf dem Schiff stand eine ganze Reihe ungünstiger Berichte in den Logbüchern. Die Sparrow war in zwei Jahren, seitdem sie England verlassen hatte, nur einmal in ein Gefecht verwickelt worden, und auch dies nur als zweitrangige Verstärkung einer Fregatte, die einen Blockadebrecher angegriffen hatte. Kein Wunder, daß Fähnrich Heyward auf die Bemerkungen Bolithos über die Buggeschütze hin etwas peinlich berührt war.

Vermutlich hatte er die Worte seines neuen Kapitäns für Kritik an der fehlenden Kampferprobung gehalten.

Da

Bolitho hatte sich lange bei den täglichen Berichten des verstorbenen Kapitäns aufgehalten. Seine Äußerungen waren sehr knapp, und man ko

Er seufzte und lehnte sich im Sessel zurück, als Fitch, sein Kajütsdiener hereintappte, um die Reste der Mahlzeit abzutragen. Die schräg hereinflutenden So

Fitch war ein elender Kerl, der in seiner glücklosen Vergangenheit bereits des Diebstahls überführt worden war. Aber während er den Urteilsspruch des Schwurgerichts erwartete, hatte die rechtzeitige Ankunft eines Kriegsschiffes ihn vor Deportation oder gar noch Schlimmerem gerettet. Er diente ohne Freude in der Flotte und betrachtete sein Leben auf See lediglich als Strafabbuße. Doch schien er wenigstens ein brauchbarer Diener zu sein, und vielleicht fühlte er sich bei dieser Arbeit einigermaßen wohl. Seine Stellung ersparte ihm die Anstrengungen und Gefahren an Deck, und vorausgesetzt, daß sein jeweiliger Herr kein Unmensch war, hatte er wenig zu befürchten. Bolitho beobachtete ihn, wie er das Geschirr auf ein Tablett lud. Das Mahl war ausgezeichnet gewesen. Es hatte kalte Zunge mit frisch vom Land eingekauftem Gemüse gegeben, und der Bordeaux — die letzte Flasche aus Ransomes Vorrat, wie Fitch betrübt erklärte — war ein seltener Genuß gewesen.