Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 38 из 62

Von der Moralität der Schaubühne. — Wer da meint, Shakespeare's Theater wirke moralisch und der Anblick des Macbeth ziehe unwiderstehlich vom Bösen des Ehrgeizes ab, der irrt sich: und er irrt sich noch einmal, we

Furcht und Intelligenz. — We

Unabhängigkeit. — Unabhängigkeit (in ihrer schwächsten Dosis» Gedankenfreiheit «bena

Die zwei Richtungen. — Versuchen wir den Spiegel an sich zu betrachten, so entdecken wir endlich Nichts, als die Dinge auf ihm. Wollen wir die Dinge fassen, so kommen wir zuletzt wieder auf Nichts, als auf den Spiegel. — Diess ist die allgemeinste Geschichte der Erke

Freude am Wirklichen. — Unser jetziger Hang zur Freude am Wirklichen — wir haben ihn fast Alle — ist nur daraus zu verstehen, dass wir so lange und bis zum Überdruss Freude am Unwirklichen gehabt haben. An sich ist es ein nicht unbedenklicher Hang, so wie er jetzt auftritt, ohne Wahl und Feinheit: — seine mindeste Gefahr ist die Geschmacklosigkeit.

Feinheit des Machtgefühls. — Napoleon ärgerte sich, schlecht zu sprechen, und belog sich hierüber nicht: aber seine Herrschsucht, die keine Gelegenheit verschmähte und feiner war, als sein feiner Geist, brachte ihn dahin, noch schlechter zu sprechen, als er ko

Aristoteles und die Ehe. — Bei den Kindern der grossen Genie's bricht der Wahnsi

Herkunft des schlechten Temperaments. — Das Ungerechte und Sprunghafte im Gemüth mancher Menschen ihre Unordnung und Maasslosigkeit sind die letzten Folgen unzähliger logischer Ungenauigkeiten, Ungründlichkeiten und übereilter Schlüsse, welcher sich ihre Vorfahren schuldig gemacht haben. Die Menschen mit gutem Temperament dagegen stammen aus überlegsamen und gründlichen Geschlechtern, welche die Vernunft hochgestellt haben, — ob zu löblichen oder bösen Zwecken, das kommt nicht so sehr in Betracht.

Verstellung als Pflicht. — Am meisten ist die Güte durch die lange Verstellung, welche Güte zu scheinen suchte, entwickelt worden: überall, wo grosse Macht bestand, wurde die Nothwendigkeit gerade dieser Art von Verstellung eingesehen, — sie flösst Sicherheit und Vertrauen ein und verhundertfacht die wirkliche Summe der physischen Macht. Die Lüge ist, we

Wer ist de

Nacht und Musik. — Das Ohr, das Organ der Furcht, hat sich nur in der Nacht und in der Halbnacht dunkler Wälder und Höhlen so reich entwickeln kö

Stoisch. — Es giebt eine Heiterkeit des Stoikers, we

Man erwäge. — Der gestraft wird, ist nicht mehr Der, welcher die That gethan hat. Er ist immer der Sündenbock.