Страница 62 из 62
Gleich neben der Erfahrung! — Auch große Geister haben nur ihre fünf Finger breite Erfahrung, — gleich daneben hört ihr Nachdenken auf: und es begi
Würde und Unwissenheit im Bunde. — Wo wir verstehen, da werden wir artig, glücklich, erfinderisch, und überall, wo wir nur genug gelernt und uns Augen und Ohren gemacht haben, zeigt unsere Seele mehr Geschmeidigkeit und Anmuth. Aber wir begreifen so Wenig und sind armselig unterrichtet, und so kommt es selten dazu, dass wir eine Sache umarmen und uns dabei selber liebenswerth machen: vielmehr gehen wir steif und unempfindlich durch die Stadt, die Natur, die Geschichte und bilden uns Etwas auf diese Haltung und Kälte ein, als ob sie eine Wirkung der Überlegenheit sei. Ja, unsere Unwissenheit und unser geringer Durst nach Wissen verstehen sich trefflich darauf, als Würde, als Charakter einherzustolzieren.
Wohlfeil leben. — Die wohlfeilste und harmloseste Art zu leben ist die des Denkers: de
Im Felde. — »Wir müssen die Dinge lustiger nehmen, als sie es verdienen; zumal wir sie lange Zeit ernster genommen haben, als sie es verdienen.«— So sprechen brave Soldaten der Erke
Dichter und Vogel. — Der Vogel Phönix zeigte dem Dichter eine glühende und verkohlende Rolle.»Erschrick nicht! sagte er, es ist dein Werk! Es hat nicht den Geist der Zeit und noch weniger den Geist Derer, die gegen die Zeit sind: folglich muss es verbra
An die Einsamen. — We
Verluste. — Es giebt Verluste, welche der Seele eine Erhabenheit mittheilen, bei der sie sich des Jammerns enthält und sich wie unter hohen schwarzen Cypressen schweigend ergeht.
Feld-Apotheke der Seele. — Welches ist das stärkste Heilmittel? — Der Sieg.
Das Leben soll uns beruhigen. — We
Sich häuten. — Die Schlange, welche sich nicht häuten ka
Nicht zu vergessen! — je höher wir uns erheben, um so kleiner erscheinen wir Denen, welche nicht fliegen kö
Wir Luft-Schifffahrer des Geistes! — Alle diese kühnen Vögel, die in's Weite, Weiteste hinausfliegen, — gewiss! irgendwo werden sie nicht mehr weiter kö