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»Sie hat heute Morgen einen Brief von zu Hause bekommen«, flüsterte Parvati.»Es geht um Binky, ihr Kaninchen. Ein Fuchs hat es getötet.«
»Oh«, sagte Hermine,»tut mir Leid, Lavender.«
»Ich hätte es wissen sollen!«, sagte Lavender mit tragischer Miene.»Weißt du, welcher Tag heute ist?«
»Ähm.«
»Der sechzehnte Oktober! >Das Ereignis, vor dem du dich fürchtest, es wird am sechzehnten Oktober geschehen!< Eri
Die ganze Klasse versammelte sich jetzt um Lavender. Seamus schüttelte mit ernster Miene den Kopf, Hermine zögerte, da
»Du… du hattest Angst, Binky würde von einem Fuchs getötet?«
»Nun ja, nicht unbedingt von einem Fuchs«, sagte Lavender und blickte mit tränenüberströmten Wangen zu Hermine hoch,»aber ich hab natürlich Angst gehabt, daß es stirbt, oder?«
»Oh«, sagte Hermine. Sie verstummte kurz. Da
»War Binky ein altes Kaninchen?«
»N…nein!«, schluchzte Lavender,»es… es war noch ganz klein!«
Parvati drückte Lavender noch fester an sich.
»Aber warum hattest du da
Parvati starrte sie wütend an.
»Nun ja, seht euch die Sache mal vernünftig an«, sagte Hermine und wandte sich den Umstehenden zu.»Erstens ist Binky gar nicht mal heute gestorben, Lavender hat heute nur die Nachricht bekommen -«
Lavender fing laut an zu jammern, doch Hermine fuhr fort:»- und sie ka
»Mach dir nichts aus dem, was Hermine sagt, Lavender«, sagte Ron laut,»sie schert sich nicht groß um die Haustiere anderer Leute.«
Es war ein Glück, daß Professor McGonagall in diesem Augenblick die Klassenzimmertür aufschloß; Hermine und Ron sahen sich an, als wollten sie gleich aufeinander losstürzen, und dri
Harry wußte immer noch nicht recht, was er Professor McGonagall sagen würde, als es schon wieder läutete, doch sie war es, die das Thema Hogsmeade zuerst ansprach.
»Einen Moment noch bitte!«, rief sie, als alle aufstehen wollten.»Als Ihre Hauslehrerin bitte ich Sie, mir die Zustimmungserklärungen für den Besuch in Hogsmeade noch vor Halloween auszuhändigen. Ohne diese Erklärung dürfen Sie nicht mitkommen, also nicht vergessen!«
Neville hob die Hand.
»Bitte, Professor, ich – ich glaube, ich hab meine verloren -«
»Ihre Großmutter hat sie direkt an mich geschickt, Longbottom«, sagte Professor McGonagall.»Sie schien es für sicherer zu halten. Gut, das ist alles, Sie kö
»Frag sie jetzt«, zischte Ron Harry zu.
»Oh, aber -«, warf Hermine ein.
»Los jetzt, Harry«, drängte Ron.
Harry wartete, bis die andern draußen waren, da
»Ja, Potter?«
Harry holte tief Atem.
»Professor, meine Tante und mein Onkel – ähm – haben vergessen, das Formblatt zu unterschreiben«, sagte er.
Professor McGonagall sah ihn über ihre viereckigen Brillengläser hinweg an, sagte jedoch nichts.
»Also – ähm – meinen Sie, es wäre möglich – das heißt, ist es in Ordnung, we
Professor McGonagall senkte den Blick und bega
»Ich fürchte, nein, Potter«, sagte sie.»Sie haben gehört, was ich gesagt habe. Keine Erlaubnis, kein Besuch im Dorf So lautet die Regel.«
»Aber – Professor, mein Onkel und meine Tante – Sie wissen, es sind Muggel, sie verstehen im Grunde nichts von – von diesen Formblättern und überhaupt von Hogwarts«, sagte Harry, während Ron ihn mit heftigem Kopfnicken anfeuerte.»We
»Aber das sage ich nicht«, sagte Professor McGonagall, stand auf und verstaute ihre säuberlich gestapelten Papiere in einer Schublade.»Auf dem Formblatt heißt es klar und deutlich, daß Eltern oder Vormund die Erlaubnis geben müssen.«Sie sah ihn mit einem seltsamen Gesichtsausdruck an. War es Mitleid?»Tut mir Leid, Potter, aber das ist mein letztes Wort. Sie beeilen sich besser, oder Sie kommen zu spät zur nächsten Stunde.«
Da war nichts zu machen. Ron erfand eine Menge unschmeichelhafter Namen für Professor McGonagall, was Hermine ausgesprochen ärgerte. Sie setzte einen»Um so besser«- Gesichtsausdruck auf, der Ron wiederum noch zorniger machte, und Harry mußte es ertragen, daß sich alle andern in der Klasse laut und voller Vorfreude darüber unterhielten, was sie in Hogsmeade als Erstes tun würden.
»Du hast immer noch das Fest«, sagte Ron, um Harry aufzumuntern.»Du weißt doch, das Festessen am Abend von Halloween.«
»Jaah«, sagte Harry trübselig,»großartig.«
Das Festessen an Halloween war immer gut, doch es würde noch viel besser schmecken, we
»Sie machen immer diesen Aufstand wegen Hogsmeade, aber glaub mir, Harry, so toll ist es auch wieder nicht«, sagte er ernsthaft.»Gut und schön, der Süßigkeitenladen ist ziemlich gut, und Zonkos Scherzartikelladen ist schlichtweg gefährlich, und ja, die Heulende Hütte lohnt immer einen Besuch, aber abgesehen davon, Harry, entgeht dir nichts.«
Am Morgen von Halloween wachte Harry mit den andern auf und ging hinunter zum Frühstück. Er fühlte sich ganz elend, tat aber sein Bestes, um das zu verbergen.
»Wir bringen dir eine Menge Süßigkeiten aus dem Honigtopf mit«, sagte Hermine und sah ihn mit tiefem Mitgefühl an.
»Ja, ganze Wagenladungen«, sagte Ron. Er und Hermine hatten angesichts von Harrys Verzweiflung endlich ihren Streit wegen Krummbein vergessen.
»Macht euch keine Sorgen um mich«, sagte Harry in bemüht lässigem Ton,»wir treffen uns da
Er begleitete sie zur Eingangshalle, wo Filch, der Hausmeister, am Portal stand und die Namen auf einer langen Liste abhakte, wobei er mißtrauisch jedes Gesicht musterte und aufpaßte, daß keiner sich hinausschlich, der nicht mitdurfte.
»Du bleibst hier, Potter?«, rief Malfoy, der mit Crabbe und Goyle in der Schlange stand.»Hast Bammel vor den Dementoren draußen?«
Harry überhörte ihn und machte sich auf den einsamen Weg die Marmortreppe hoch und die ausgestorbenen Korridore entlang zurück in den Turm der Gryffindors.
Die fette Dame schreckte aus ihrem Nickerchen hoch.»Paßwort?«, fragte sie.
»Fortuna Major«, sagte Harry gelangweilt.
Das Porträt klappte zur Seite und er kletterte durch das Loch in den Gemeinschaftsraum. Er war voller schnatternder Erst- und Zweitkläßler und ein paar älterer Schüler, die Hogsmeade offenbar so häufig besucht hatten, daß es ihnen nichts mehr zu bieten hatte.
»Harry! Harry! Hallo, Harry!«
Das war Colin Creevey, ein Zweitkläßler, der immer ganz ehrfürchtig bei Harrys Anblick wurde und nie eine Gelegenheit ausließ, ihn anzusprechen.
»Gehst du nicht nach Hogsmeade, Harry? Warum nicht? Hallo -«, Colin sah sich begeistert nach seinen Freunden um,»du ka
»Ähm – nein danke, Colin«, sagte Harry, der nicht in der Stimmung war, einen Haufen Leute auf seine Stir