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Er ging in Richtung Wald davon und verschwand.

»Mein Gott, diese Schule geht noch vor die Hunde«, sagte Malfoy laut.»Dieser Hornochse gibt auch noch Unterricht, mein Vater kriegt 'nen Anfall, we

»Halt den Mund, Malfoy«, sagte Harry noch einmal.

»Paß auf, Potter, hinter dir steht ein Dementor!«

»Uuuuuuh!«, kreischte Lavender Brown und deutete auf die andere Seite der Koppel.

Ein Dutzend der wunderlichsten Kreaturen, die Harry je gesehen hatte, trotteten auf sie zu. Sie hatten die Körper, Hinterbeine und Schwänze von Pferden, doch die Vorderbeine, Flügel und Köpfe waren die riesiger Adler mit grausamen, stahlfarbenen Schnäbeln und großen, leuchtend orangeroten Augen. Die Krallen an ihren Vorderbeinen waren lang wie Hände und sahen todbringend aus. Jedes der Biester hatte einen dicken Lederkragen um den Hals, an dem eine lange Kette befestigt war, und alle Ketten liefen in den Pranken Hagrids zusammen, der hinter den Wesen in die Koppel gelaufen kam.

»Uuiii, hoch da!«, brüllte er mit den Ketten klirrend und trieb die Biester an die Stelle des Zauns, wo die Klasse stand. Alle wichen ein wenig zurück, als Hagrid näher kam und die Geschöpfe an den Zaun band.

»Hippogreife«, do

Harry sah durchaus, was Hagrid meinte. We

Hagrid rieb sich die Hände und strahlte in die Runde.»So«, sagte er,»wollt ihr nicht ein wenig näher kommen?«

Keiner schien sich darum zu reißen. Harry, Ron und Hermine jedoch näherten sich vorsichtig dem Zaun.

»Nun, als Erstes müßt ihr wissen, daß Hippogreife stolz sind«, sagte Hagrid.»Sind leicht beleidigt, diese Hippogreife. Beleidigt nie keinen, de

Malfoy, Crabbe und Goyle hörten nicht zu; sie unterhielten sich gedämpft und Harry hatte das unangenehme Gefühl, daß sie ausheckten, wie sie den Unterricht am besten stören ko

»Ihr müßt immer abwarten, bis der Hippogreif den ersten Schritt macht«, fuhr Hagrid fort.»Das ist höflich, versteht ihr? Ihr geht auf ihn zu und verbeugt euch und wartet. We

Also, wer will als Erster?«

Die meisten wichen noch weiter zurück. Auch Harry, Ron und Hermine war nicht wohl zumute. Die Hippogreife warfen ihre grimmigen Köpfe in die Luft und spa

»Keiner?«, sagte Hagrid mit flehendem Blick.

»Ich mach's«, sagte Harry.

Hinter sich hörte er ein lautes Aufatmen und Lavender und Parvati flüsterten:»Ooooo nein, Harry, denk an deine Teeblätter!«

Harry achtete nicht auf sie. Er kletterte über den Zaun der Koppel.

»Mutiger Junge, Harry!«, polterte Hagrid.»Gut, schauen wir mal, wie du mit Seidenschnabel zurechtkommst.«

Er löste eine der Ketten, zog den grauen Hippogreif von seinen Artgenossen fort und befreite ihn von seinem Lederkragen. Die Klasse auf der anderen Seite des Zauns schien den Atem anzuhalten. Malfoys Augen waren gehässig verengt.

»Ruhig jetzt, Harry«, sagte Hagrid leise.»Du blickst ihm in die Augen, und versuch jetzt, nicht zu blinzeln… Hippogreife trauen dir nicht, we

Sofort wurden Harrys Augen feucht, doch er hielt sie offen. Seidenschnabel hatte seinen großen, scharf geschnittenen Kopf zur Seite geneigt und starrte Harry mit einem grimmigen orangefarbenen Auge an.

»Sehr gut, Harry«, sagte Hagrid.»Sehr gut, Harry… und jetzt verbeug dich…«

Harry hatte keine große Lust, Seidenschnabel seinen Nacken preiszugeben, doch er tat, wie ihm geheißen. Er verneigte sich kurz und sah da

Der Hippogreif starrte ihn immer noch herablassend an. Er rührte sich nicht.

»Ah«, sagte Hagrid beunruhigt.»Na gut, zieh dich zurück, Harry, und ganz vorsichtig -«

Doch zu Harrys gewaltiger Überraschung knickte der Hippogreif plötzlich seine geschuppten Vorderknie ein und neigte unmißverständlich den Kopf

»Gut gemacht, Harry!«, sagte Hagrid ganz begeistert,»schön, du ka

Harry hätte sich zur Belohnung lieber das Ende der Vorstellung gewünscht, doch er ging langsam auf den Hippogreif zu und streckte die Hand nach ihm aus. Er tätschelte ein wenig den Schnabel und der Hippogreif schloß entspa

Die ganze Klasse, außer Malfoy, Crabbe und Goyle, die äußerst mißvergnügt wirkten, brach in stürmischen Beifall aus.

»Jetzt weiter, Harry«, sagte Hagrid,»ich schätze, er läßt dich reiten!«

Damit allerdings hatte Harry nicht gerechnet. Er ko

»Steig auf, gleich hinter den Flügelansatz«, sagte Hagrid,»und paß auf, daß du keine Federn rausziehst, das mag er gar nicht…«

Harry setzte den Fuß auf den Flügel des Hippogreifs und schwang sich auf seinen Rücken. Seidenschnabel erhob sich. Harry wußte nicht recht, wo er sich festhalten sollte; alles vor ihm war voller Federn.

»Da

Ohne Vorwarnung spa

Seidenschnabel flog ihn einmal um die Koppel herum; da

»Gut gemacht, Harry!«, rief Hagrid, und alle außer Malfoy, Crabbe und Goyle brachen in Jubel aus.»Gut, wer will als Nächster?«

Ermutigt durch Harrys Erfolg kletterte auch der Rest der Klasse vorsichtig in die Koppel. Hagrid löste die Hippogreife nacheinander von ihren Ketten, und bald waren auf der ganzen Koppel Schüler verteilt, die sich nervös verbeugten. Neville stolperte immer wieder rückwärts davon, de

Malfoy, Crabbe und Goyle hatten sich Seidenschnabel vorgenommen. Er hatte sich vor Malfoy verbeugt, der ihm jetzt mit verächtlichem Blick den Schnabel tätschelte.

»Das ist doch kinderleicht«, schnarrte Malfoy so laut, daß Harry es hören ko

Man sah nur ein stählernes Schnabelblitzen; von Malfoy kam ein durchdringender Schrei und schon war Hagrid zur Stelle. Er zwängte den Lederkragen über den Hals von Seidenschnabel und bemühte sich, zu Malfoy zu gelangen, der zusammengerollt im Gras lag. Blutflecken erschienen auf seinem Umhang und wurden langsam größer.