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Feuerchen tanzte auffordernd vor mir in der Luft.

Ich folgte ihm.

Fünf Minuten später hörte ich das träge Kläffen der Hunde.

Weitere zehn Minuten später gelangte ich zum Waldrand.

Was mir am meisten zu schaffen machte: Die ganze Zeit über hatte ich nicht die geringste Spur von Magie gespürt.

Vier

Das Auto im Schuppen hatte sein früheres Äußeres bereits zurückgewo

»Hat alles geklappt?«, wollte Swetlana wissen. Der fragende Ton in ihrer Stimme ließ sich übrigens kaum wahrnehmen. Sie spürte auch ohne Worte alles ganz genau.

»Mehr oder weniger«, nickte ich. Ich sah zu Nadjuschkas Bett hinüber. Meine Tochter schlief fest. »Die Werwölfe habe ich nicht gefunden. Mit der Hexe habe ich geredet.«

»Erzähl mal«, forderte Swetlana mich auf. Sie saß nur im Nachthemd im Bett, neben ihr lag das dicke Buch Die Mumins. Entweder hatte sie Nadja daraus vorgelesen - der war es noch egal, was sie vorm Einschlafen hörte, es ko

Ich zog meine Schuhe aus und setzte mich neben sie. Da

Ein paar Mal verzog Swetlana das Gesicht. Ein paar Mal lächelte sie. Als ich die Worte der Hexe, »deine Frau hat dich verzaubert«wiederholte, wurde Swetlana ganz verlegen.

»Hör auf damit!«, rief sie völlig hilflos. »Frag Geser… er sieht jeden meiner Zauber… Ich bin noch nicht mal auf den Gedanken gekommen!«

»Ich weiß«, beruhigte ich sie. »Die Hexe hat zugegeben, dass sie gelogen hat.«

»Freilich, darüber nachgedacht habe ich schon«, lachte Swetlana plötzlich. »Wer ka

»Sehnst du dich nach der Wache?«, platzte ich heraus.

»Ja«, gab Swetlana zu. »Aber lass uns nicht darüber reden… Anton, du bist fabelhaft! Du bist wirklich in die dritte Schicht des Zwielichts vorgedrungen?«Ich nickte. »Erste Kategorie…«, sagte Swetlana unsicher.

»Das ist eine Nummer zu groß für mich«, widersprach ich. »Zweite. Eine solide zweite. Das ist meine Grenze. Und auch darüber werden wir nicht weiter sprechen, ja?«

»Lass uns lieber über die Hexe reden.«Swetlana lächelte. »Sie hat sich also in Winterschlaf gelegt? Von so etwas habe ich schon gehört, aber es ist unglaublich selten. Du kö

»Für wen? Für die Zeitung Argumente und Fakten? Hexe gefunden, die sechzig Jahre lang in einem Wald bei Moskau geschlafen hat?«

»Für die Informationsbroschüre der Nachtwache«, schlug Swetlana vor. »Überhaupt, wir sollten unsere eigene Zeitung herausbringen. Für Menschen müsste sie einen zweiten Text enthalten… worüber auch immer. Irgendwas Hochspezielles. Der russische Aquarianer zum Beispiel. Wie man Skalare hält und in seiner Wohnung ein Aquarium mit Wasserabfluss aufstellt.«

»Woher weißt du das alles?«, wunderte ich mich. Und erstarrte. Mir fiel wieder ein, dass ihr erster Ma

»Ach, das ist mir einfach so eingefallen«, meinte sie stirnrunzelnd. »Auf alle Fälle müsste jeder Andere, selbst der schwächste, den richtigen Text sehen kö

»Mir schwebt bereits eine erste Überschrift vor«, sagte ich. »Für progressive Magie. Im Zweifelsfall ka

Ich griff nach meiner Jacke und holte den in ein Taschentuch gewickelten Kamm heraus. »Ich ka

»Und?«, fragte ich. »Was musst du tun? Ihn über die Schulter werfen, damit dort ein Wald entsteht?«

»Du solltest sie auch gar nicht sehen«, erklärte Swetlana mit einem Lächeln. »Das liegt nicht an der Kraft, da hat die Hexe dich hinters Licht geführt. Vermutlich würde selbst Geser nichts erke

Sie führte den Kamm zum Haar und fing an, sich mit gleichmäßigen Bewegungen zu kämmen. »Stell dir mal vor…«, sagte sie beiläufig. »Es ist Sommer, heiß, du bist müde, hast die Nacht über nicht geschlafen, den ganzen Tag gearbeitet… Und da

»Er macht, dass es dir besser geht?«, begriff ich. »Nimmt dir die Müdigkeit?«

»Nur bei Frauen«, lächelte Swetlana. »Er ist schon alt, dreihundert Jahre mindestens. Anscheinend ein Geschenk eines mächtigen Magiers für seine Geliebte. Bei der es sich möglicherweise sogar um eine Menschenfrau handelte…«

Sie sah mich an, ihre Augen leuchteten. »Außerdem soll er eine Frau anziehend machen«, sagte sie sanft. »Unwiderstehlich. Betörend. Funktioniert es?«

Ich sah sie eine Sekunde lang an. Da

Den magischen Baldachin, der alle Geräusche erstickte, hatte Swetlana selbst über uns geworfen.

Ich wachte früh auf, es war noch nicht einmal fünf Uhr morgens. Erstaunlicherweise fühlte ich mich jedoch völlig frisch, ganz wie die Herrin des magischen Kamms, die sich ordentlich gekämmt hatte. Große Taten wollte ich vollbringen. Und ein anständiges Frühstück zu mir nehmen.

Ohne jemanden zu wecken, schlich ich leise in die winzige Küche, brach mir ein paar Stücke Weißbrot ab und fand ein Päckchen mit Wurstaufschnitt. In einen großen Becher goss ich mir selbstgemachten Kwass - und mit all dieser Pracht ging ich nach draußen.

Es tagte bereits, doch über dem Dorf lag noch Stille. Niemand musste hier früh die Kühe melken, der Stall stand seit fünf Jahren leer. Überhaupt musste niemand dringend irgendwohin…

Seufzend setzte ich mich ins Gras unter einen Apfelbaum, der schon lange einfach wild wucherte und nicht mehr trug. Ich aß ein riesiges Stück Brot mit Wurst und trank den Kwass. Und, um meinem Wohlbefinden noch eins drauf zu geben, beförderte ich das Buch über das Fuaran auf magische Weise durchs Fenster. In der Hoffnung, dass meine Schwiegermutter noch schlief und das levitierende Ding nicht sah… Beim zweiten Stück Brot vertiefte ich mich in die Lektüre.

Die, ehrlich gesagt, höchst aufschlussreich war!

Zu jener Zeit, als das Fuaran geschrieben worden war, gab es all die gelehrten Ausdrücke wie»Gene«, »Mutation«samt der ganzen biologischen Schlauheit, die heutzutage die Natur der Anderen erklären soll, noch nicht. Deshalb hat das Hexenkollektiv, das das Buch verfasst hatte (insgesamt fünf Autori

Im ersten Kapitel diskutierten die belesenen Hexen lange über die Natur der Anderen selbst. Sie gelangten zu folgendem Schluss: In jedem Menschen findet sich»eine Neigung zur Zauberei«. Das Niveau dieser»Neigung«ist bei allen unterschiedlich. Als Bezugsgröße ka