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Viele meine Mitschüler lernte zusätzlich Musik in verschiedenen Musikschulen. Meine Mutter meinte, dass es auch Zeitverschwendung wäre. Als ich sechzehn war, organisierte sie für mich ein halbjähriges Studium bei einem Schlagzeuger. Sie sagte, dass es genug wäre, um in einer jugendlichen Band zu spielen, mehr brauche ich nicht. Und sie hatte Recht – ich spielte in einer Studentenrockband. Das öffnete mir Türen in musikalisches Milieu, wo nicht alle treu zu Vaterland standen. Ich leistete gute Arbeit auf diesem Milieu.
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Ich lernte in einer ganz normalen Schule. Meine Mutter meinte, dass ich keine spezielle Schule brauche, wo man besonders viel mit Fremdsprachen sich beschäftigt. Sie hielt das für Zeitverschwendung. Ich sollte mein Gedächtnis gut trainieren, da
In meiner Familie sprach man nie über Politik. Nie hörte ich etwas Kritisches von Sowjetmacht oder Partei (und, natürlich, keine Scherze). Aber ich hörte auch nichts Gutes von beiden. Meine Eltern sprachen viel von Vaterland und das war alles. Im Kindergarten und in der Schule lehrte man uns, wie gut und gütig die Partei war. Ich hatte keinen Zweifel daran.
Ich war sechzehn, als ich einmal nach Hause kam und erzählte meinen Eltern eine schmutzige Anekdote über Juden, die ich als besonders witzig hielte. Meine Mutter verpasste mir dafür eine echte Abreibung. Sie wechselte einen Blick mit meinem Vater. „Er ist schon alt genug“ - sagte sie. Vater zuckte die Achseln, aber wie immer traf die Mutter Entscheidungen selbst. Da
Das Schicksal, Herr Gott, die Evolution, Kapriolen der gesellschaftlichen Entwicklung — es spielte keine Rolle, was die Ursache war — gaben dem russischen Volk ein großes Territorium samt der Völker, die auf diesem Territorium wohnten. Das war kein Geschenk, russischem Volk kostete das alles viel Blut und Mühe. Die Aufgabe jeder weiteren Generation des russischen Volkes soll es sein, diese Eroberungen zu behalten und, wäre es möglich, zu erweitern. Das war, so zu sagen, der geografische Teil.
Im ethnografischen Teil ging es um die Rolle jedes Volkes im russischen Staat. Das Hauptvolk, die Russen, sollten den Staat regieren und die Fähigkeiten aller anderen Völker für den Wohlstand des russischen Staates benutzen. Deshalb war es kontraproduktiv und sogar doof, so denken, als ob ein oder anderes Volk besser oder schlechter als alle andere, russischem Volk unterstellte Völker, war. Alle müssen für russische Ziele fleißig arbeiten. We
Da
Und wieder sprach meine Mutter: “Das russische Volk wurde nicht auserwählt, weil die Russen besonders klug sind. Im Gegenteil, die meisten sind dumm, das betrifft aber alle anderen Völker. Der Staat darf mal dem Volk erlauben, Antisemitismus zu praktizieren, dass gilt aber nicht für uns, die den Staat verteidigen und um ihn kümmern.“
Es gab aber Unterschiede zwischen den Völkern, sogar zwischen den Russen. Meine Eltern meinten, dass es zwei Arten von Russen gäbe. Die erste Art – echte Russen, waren blond, wie sie oder ich. Ihre Familie
Es ist nicht wichtig, welche Ideologie im russischen Staat herrscht, sei es Religion, Kapitalismus oder Kommunismus. Nur das Einzige ist wichtig – russischer Staat sollte ewig existieren. Niemals hatte Russland eine gute Regierung. Alle waren entweder zu schwach, oder zu dumm. Zaren waren Idioten, die verstanden Russland überhaupt nicht. Man muss aber darüber nicht wundern, sie alle waren Ausländer, samt Rurikiden. Kommunistische Herrscher waren nicht mal besser, sie verloren so viel an russisches Territorium.
Mein Gesicht war rot. Ich ko
Da
„Du musst wissen“, sagte meine Mutter, „dass dein Großgroßvater vor der Revolution zur Geheimpolizei gehörte und kämpfte gegen Bolschewiken, nach der Revolution arbeitete er in XX und kämpfte für Bolschewiken. Felix Edmundowitsch zeichnete ihn persönlich mit silbernem Revolver aus. Dein Großvater kämpfte während des Großen Vaterländischen Krieges gegen Staatsfeinde. Er hat viele Orden und einen Orden bekam er von Lawrentij Pawlowitsch persönlich. Er kämpfte nicht an der Front, sondern tausende Kilometer östlicher, in Sibirien, in Konzentrationslager, wo man Verräter, die in deutscher Gefangenschaft waren, hielt. Er sollte mit ihnen zusammen in Baracken wohnen, tun als ob er auch in deutscher Gefangenschaft wäre, ihre Gespräche zuhören und gemeinen Verräter entlarven. Das war eine sehr schwere Arbeit, nur wenige waren dazu fähig. Er war im Lager sogar verwundet – ein Aufseher zerbrach ihm beide Beine. Der wusste, natürlich, nicht, dass Großvater für XXXX arbeitete. Beide bekamen Auszeichnungen. Deshalb kriegt Großvater zusätzliche Rente als Kriegsversehrte“.
„Wir beide“, fuhr der Vater fort, „kämpfen gegen Dissidenten und anderen Idioten von Intelligenzia, die nichts von Vaterlandstreue verstehen. Wir glauben, dass du unsere Fahne übernimmst und unser Vaterland weiter mit Ehre gegen i