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Gegen zehn Uhr verlasse ich die Runde, da das Gespräch nur dahinplätschert. Bisher ist keine richtige Stimmung aufgekommen. Der Weg zum Zelt ist nur spärlich beleuchtet, dafür hängt vor jedem eine Petroleumlampe. Als ich vor meinem Eingang stehe, bemerke ich, dass mindestens 50 verschiedene Käfer, Insekten und Heuschrecken in jeder Größe an der erleuchteten Zeltwand kleben. Es sieht nicht gerade appetitlich aus. Ich überlege, wie ich durch diesen Eingang hineingelangen und die Tierchen dabei draußen lassen ka

Am Morgen erwache ich sehr früh, da ständig irgendetwas um das Zelt hüpft. In der Morgendämmerung schleiche ich mich hinaus und sehe vier Tic Tic, eine Art kleiner Rehe, um die Zelte springen. Sie sind so schnell und elegant, dass es Spaß macht, ihnen zuzusehen. Gleichzeitig vernehme ich das Trompeten nahender Elefanten. Langsam erwachen Tiere und Menschen und schon bald befinden wir uns wieder auf der Pirsch. Wir begegnen Unmengen von Elefanten jeder Größe. Auch ganze Affenherden und ein paar Wildschweine sind heute Morgen bereits unterwegs zum Fluss. Jede Regung wird fotografiert. Nach dem Mittagessen müssen wir den Rückweg zur ersten Lodge antreten. Der Fahrer fragt uns, ob wir noch ein Massai-Dorf besichtigen wollen. Ich bin sofort begeistert, weil ich gerne wieder einmal in eine Manyatta kriechen würde. Ich wäre neugierig, welche Reaktionen das in mir hervorrufen würde. Doch meine Mitreisenden zeigen keinerlei Interesse und antworten einstimmig, sie seien wegen den Tieren hier und nicht, um irgendwelche Menschen zu betrachten. Da ich mich nicht zu erke

In der Lodge angekommen, bereiten wir uns für den morgigen Aufstieg vor und sortieren das Gepäck. Was am Berg nicht benötigt wird, deponieren wir hier. Es wundert mich, dass einige der Herren noch Bier konsumieren. Ich selbst habe schon seit Weihnachten nahezu keinen Alkohol mehr getrunken. Es wird diskutiert, dass sich am Berg jeder der Nächste ist. Der, der sich noch fit fühlen wird, geht hinauf, auch we

Am nächsten Morgen um acht Uhr brechen wir auf. Zuerst fährt der Bus auf der recht guten, geteerten Straße Richtung Moshi und biegt da

Am frühen Vormittag treffen wir am Machame Gate auf 1.840 in Höhe ein. Wir sind nicht die einzige Gruppe, die sich auf den Weg machen möchte. Es herrscht ein wildes Durcheinander. Die verschiedenen Gruppen müssen angemeldet, Träger organisiert und Essenspakete verteilt werden. Ich freue mich auf den Begi

Wir marschieren langsam los. Es ist heiß, aber erstaunlich trocken in diesem wunderschönen Regenwald. Der Weg besteht aus roter getrockneter Lehmerde sowie Wurzeln und Steinen. Bei nassem Wetter ist das Fortbewegen sicherlich sehr mühsam. Ich bin ganz begeistert von der Vegetation und knipse natürlich schon bald die ersten Fotos. Ab und zu bitte ich einen meiner Reisebegleiter, ein Foto von mir zu machen. Doch nach einigen Bildern frage ich nicht mehr, ich werde das Gefühl nicht los, die Gruppe zu belästigen. Ich laufe gemütlich hinter dem Führer her und muss mich erst dem extrem langsamen Tempo anpassen, da ich gewöhnlich in unseren Schweizer Alpen schneller unterwegs bin. Mein neu erworbener Wasserbeutel mit integriertem Trinkschlauch ist eine große Hilfe. So ka

Wir steigen höher und höher, vorbei an Bäumen mit Lianen, Riesenfarnen und von Moos überwucherten Holzstämmen. Es riecht erdig und feucht. Tiere sind nicht in Sicht. Ich habe gar nicht das Gefühl, dass ich mich langsam der 3.000-Meter-Grenze nähere, weil in der Schweiz in dieser Höhe weder Busch noch Strauch anzutreffen sind. Nach ein paar Stunden wird es lichter und der Dschungel verwandelt sich langsam in eine Busch- und Strauchlandschaft und endet beim Erreichen unseres Lagers nach 1.160 Höhenmetern und fünf Stunden Gehzeit in der Erikazone.

Ich bin überrascht, schon vor unserem Camp zu stehen. Die meisten meiner Mitwanderer sehen das anders, sind erschöpft und schimpfen, dass der Führer viel zu schnell unterwegs war. Da wir ja noch drei weitere Hilfsführer haben, verstehe ich nicht, dass dies nicht vorher geklärt wurde. Auch Hans ist meiner Ansicht. Alle verkriechen sich in die Zelte, die bereits unter den letzten vorhandenen Büschen aufgebaut sind, und richten sich ein. Ich bin froh, ein Zweierzelt alleine nutzen zu kö