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Cori
Zurück aus Afrika
Als im August 1998 mein Buch »Die weiße Massai« erschien, war ich zwar optimistisch, dass die Schilderung meiner afrikanischen Liebesgeschichte auf breites Interesse stoßen würde. Dass es allerdings i
Damals hatte ich keinesfalls vor, ein zweites Buch zu schreiben. Doch im Laufe der Jahre erhielt ich Tausende von Briefen, Fax-Zuschriften und Mails, in denen mir Leseri
Versuchte ich zu Begi
All jenen, die mich mit ihrer Anerke
Ankunft in der »weißen Welt«
Wie aus weiter Ferne höre ich eine Stimme: »Hallo… hallo, aufwachen!« Plötzlich spüre ich eine Hand auf meiner Schulter. Ich öffne die Augen und weiß im ersten Moment nicht, wo ich mich befinde. Als mein Blick auf das Bettchen vor meinen Füßen fällt und ich meine Tochter Napirai entdecke, fällt es mir schlagartig wieder ein: Ich bin im Flugzeug. Die Dame neben mir nimmt ihre Hand von meiner Schulter und meint lachend: »Sie und Ihr Baby haben aber tief geschlafen. Wir landen in Kürze in Zürich und Sie haben alle Mahlzeiten verpasst.«
Ich ka
Sofort eri
»Warum ist Ihr Ma
Der Ma
Das alles geht mir durch den Kopf, als ich noch immer sehr müde meine kleine Tochter zu mir hochhebe und ihr die Brust gebe. Meine Gefühle sind nun, kurz vor der Landung, sehr gemischt. Was wird meine Mutter sagen? Werden sie und ihr Ma
Kopfschüttelnd, wie um diese Gedanken loszuwerden, packe ich alles zusammen. Das Flugzeug setzt zur Landung an und wieder spüre ich diese enorme Erleichterung: Ich habe meine Tochter aus Kenia herausbekommen. Wir haben es geschafft!
Mit Napirai auf dem Rücken laufe ich durch das Flughafengelände und fühle mich in meinem geflickten einfachen Rock, dem kurzärmeligen T-Shirt und den Sandalen am kühlen 6. Oktober 1990 etwas fehl am Platz. Die Menschen, so kommt es mir vor, mustern mich ziemlich befremdet.
Endlich sehe ich meine Mutter und ihren Ma
Wir machen uns auf den Heimweg. Sie sind mittlerweile aus dem Berner Oberland ins Zürcherische Wetzikon gezogen. Schon im Auto fragt meine Mutter, wie es de
Ich nehme mir vor, ihr die ganze Tragödie später zu erzählen. Meine Mutter hat ja keine Ahnung, wie schlecht es mir wirklich geht, da ich ihr die Ereignisse in den letzten Monaten nicht schreiben oder mitteilen ko
Zu Hause empfängt uns lautes Hundegebell, das Napirai sehr erschreckt, weil sie das nicht ke
»Er ist keine Fremden gewohnt und schon gar nicht Kinder, doch für die paar Tage wird es schon irgendwie gehen«, erklärt meine Mutter. Wieder spüre ich das beklemmende Gefühl bei dem Gedanken, dass wir hier bleiben müssen, bis alles geregelt ist. Und das ka