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Oft muss ich an Kenia und an meine dortige Familie denken und würde gerne wissen, was aus Lketinga geworden ist und was er nach diesen fast zwei Jahren, seitdem ich fortgegangen bin, über uns denkt. Ich weiß, er lebt noch, aber nicht, wie und wo. James hat mir in seinem letzten Brief mitgeteilt, dass ein anderer Samburu-Krieger von der Küste nach Hause gekommen ist und erzählt hat, Lketinga lebe mal da, mal dort. Er habe sein Auto noch, habe jedoch einen schlimmen Unfall gehabt. Zum Glück sei er mit ein paar Schnittwunden im Gesicht davongekommen. Mich machte dieser Brief traurig, aber ich ko
Einzig das Treffen mit meiner Großtante bringt Abwechslung. Ohne Ankündigung stehen wir vor ihrem Häuschen und ich stelle mich vor. Über unseren überraschenden Besuch freut sie sich sehr. Sie ist eine kleine, zierliche, alte Dame und man erke
Wieder zu Hause erzähle ich meiner Mutter von dem in letzter Sekunde verhinderten Unglück am Pool, damit auch sie Napirai beim Baden nicht mehr aus den Augen lässt. Meine Mutter allerdings bringt ihr noch im selben Jahr das Schwimmen ohne Schwimmhilfe bei, was mit Sicherheit die beste Vorbeugung gegen derartige Unfälle ist.
Unser gewohntes Leben geht weiter. Tagsüber arbeite ich und Napirai verbringt die Zeit bei meiner Mutter oder ihrer Pflegefamilie. Nach den gemeinsamen Ferien fällt es mir wieder sehr schwer, mein Kind »abzugeben«. Doch die Verkäufe laufen gut, deshalb bin ich abgelenkt und habe bald wieder Spaß am Arbeiten. Mit meinem Lohn komme ich immer gerade über die Runden. Manchmal bleiben mir am Monatsende sogar ein paar Hunderter übrig, die ich für einen eventuellen Urlaub und die Steuern spare.
Wieder einmal besuche ich spontan einen Neukunden. Als ich sein Geschäft betrete, lacht er und ruft: »Ja, schon wieder eine Vertreterin! Was wollen Sie mir de
Zu Hause finde ich einen Brief vom deutschen Konsulat vor. Da die Frage hinsichtlich des Familienstammbuches immer noch offen ist, öffne ich das Kuvert mit einem unguten Gefühl. Doch als ich die zwei Blätter gelesen habe, bin ich einmal mehr überglücklich. Anscheinend waren die Angaben aus Kenia ausreichend, de
Kurz darauf jedoch folgt eine schlechte Nachricht. Napirais Tagesmutter eröffnet mir, dass sie wieder schwanger ist. We
Jetzt im Herbst gehen die Werbeartikel gut und die ersten Bestellungen für Kundengeschenke zu Weihnachten laufen an. Ich verdiene zeitweilig sogar mehr als im ersten Job und so ka
Wie immer zu Jahresbegi