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Eine Woche nach unserem Gespräch begi
Mein Beka
We
Napirai wächst heran und ist ein sehr aufgewecktes und fröhliches Mädchen. Wir haben eine tiefe Beziehung zueinander, obwohl ich sie schon seit langem nicht mehr stille. Aber wir teilen uns immer noch das Schlafzimmer und das große Bett.
An einem Wochenende fahre ich mit ihr nach Biel, um mein ehemaliges Brautkleidergeschäft, das ich vor meiner Auswanderung nach Afrika einer Freundin verkauft hatte, aufzusuchen. Während der Fahrt überlege ich hin und her, ob ich auch Marco, meinen damaligen Lebenspartner, den ich wegen Lketinga verlassen hatte, anrufen soll. Weil ich mich bis Biel nicht entscheiden ka
»Ach, das ist eine lange Geschichte, aber lassen wir das. Zuerst musst du mir sagen, wie du mit dem Geschäft klar kommst«, ermuntere ich sie. Natürlich wird nun Napirai ausführlich bestaunt. Als die Kundi
Nachdem sie mir die Adresse aufgeschrieben hat, frage ich nach Marco. Leider hat sie fast keinen Kontakt mehr zu unserem alten Freundeskreis, doch sie weiß, dass Marco umgezogen ist. Also rufe ich ihn kurzerhand an. Seine Stimme klingt weder überrascht noch verärgert und so unterhalten wir uns eine Weile am Telefon, bevor wir uns in einem Restaurant verabreden. Er hat sich kaum verändert. Wir erzählen uns knapp das Wichtigste aus den vergangenen Jahren und so erfahre ich, dass auch er eine gescheiterte Beziehung hinter sich hat und nun die Nase voll hat von Zweisamkeiten, was er offensichtlich ohne Groll mit einem strahlenden Lächeln kundtut. Bald haben wir uns nichts mehr zu erzählen und verabschieden uns, weil es obendrein für Napirai recht langweilig ist.
Auf der Fahrt nach Hause male ich mir in Gedanken die Ferien in Südfrankreich aus und freue mich darauf, zumal in St. Raphael eine Großtante mütterlicherseits lebt, die aus Indochina, dem heutigen Vietnam, kommt und die ich bei dieser Gelegenheit endlich ke
Drei Wochen später begeben wir uns mit dem Auto auf die lange Reise. Während der Fahrt singen wir, ich erzähle Geschichten oder wir hören uns Märchen-Kassetten an. Einige hundert Kilometer läuft alles bestens, doch allmählich wird Napirai quengelig, de
Am nächsten Tag legen wir die letzten hundert Kilometer bis St. Raphael zurück und finden dank meiner im Außendienst erworbenen Orientierungsfähigkeiten die Villa auf Anhieb. Mimi empfängt uns freudig. Das Haus ist riesig und hat einen wunderschönen Pool. Am Abend stellt sie mir ihren Lebenspartner vor. Ich bin angenehm überrascht und erfreut. Er ist ein aufgeschlossener, jugendlicher und fröhlicher Ma