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Fran war heute nicht weggewesen, und seit Gus gestern nachmittag bei ihr gewesen war, hatte sie niemanden mehr gesehen. Heute morgen hatte sie ein paarmal Motoren gehört, und einmal ganz in der Nähe die Doppelexplosion einer Schrotflinte, aber das war alles. Die anhaltende, ununterbrochene Stille verstärkte das Gefühl des Unwirklichen noch.

Und jetzt waren viele Fragen zu bedenken. Fliegen... Augen... Kuchen. Fra

Sie blieb fast eine Stunde vor ihrem Teller sitzen, immer noch mit diesem dumpfen, halb fragenden Gesichtsausdruck. Ganz allmählich kam ihr ein anderer Gedanke - eigentlich zwei Gedanken, die zusammenzuhängen und doch nichts miteinander zu tun zu haben schienen. Waren sie vielleicht verbundene Teile eines größeren Gedankens? Sie dachte darüber nach, hörte aber trotzdem mit einem Ohr zu, wie Würfel aus der Eiswürfelmaschine des Kühlschranks polterten. Der erste Gedanke war, daß ihr Vater nicht mehr lebte; er war zu Hause gestorben, und so hätte er es gewollt. Der zweite Gedanke hatte mit diesem Tag zu tun. Es war ein herrlicher Sommertag, makellos; wegen solcher Tage kamen die Touristen an die Küste von Maine. Man kommt nicht zum Schwimmen her, de

Die So

Sie dachte stirnrunzelnd darüber nach, ihre Augen waren verwirrt und apathisch. Ihre Gedanken kreisten um das Problem und schweiften da

Es war ein schöner warmer Tag, und ihr Vater war tot. Das machte ihr plötzlich alles bewußt, und sie machte die Augen zu, als sei sie geschlagen worden.

Gleichzeitig zuckten ihre Hände unwillkürlich auf der Tischdecke und zerrten den Teller auf den Fußboden. Er zersplitterte wie eine Bombe, und Fra

Man ka

Die Apathie kam wieder zurück und nahm dem Gedanken die Konturen. Das ganze Ausmaß des Entsetzens wurde verschwommen, gedämpft. Sie lauschte wieder dem leisen Klirren und Fallen der Eiswürfel...

Sie kämpfte dagegen an. Sie sprang auf, ging zur Spüle, drehte das kalte Wasser voll auf und spritzte sich aus hohlen Händen ins Gesicht, ein angenehmer Schock für ihre leicht verschwitzte Haut. Sie ko

»Nein!« schrie sie laut in die so

»Hör auf, dich davor zu drücken!« schrie sie wütend in die leere Küche. »Wer wird ihn begraben

Und beim Klang ihrer eigenen Stimme fiel ihr auch die Antwort ein. Es war völlig klar. Sie natürlich. Wer sonst? Sie selbst.

Es war zwei Uhr dreißig nachmittags, als sie ein Auto in die Einfahrt einbiegen hörte, dessen starker Motor bei niedriger Drehzahl selbstgefällig schnurrte. Fra

Das Auto war ein brandneuer Cadillac Coupe de Ville, flaschengrün, und heraus stieg der fette sechzehnjährige Harold Lauder. Fra

Du kommst den Korridor des Deliriums entlang, zwängst dich mit der Schulter durch die gesplitterte Tür und siehst dir die Stars der Re

»Er wichst sich in die Unterhosen«, hatte Amy Fran einmal im Vertrauen erzählt. »Eklig, was? Wichst sich in die Unterhosen und trägt dasselbe Paar so lange, bis sie von alleine stehen.«

Harold hatte schwarzes, fettiges Haar. Er war ziemlich groß, ungefähr ein Meter fünfundachtzig, aber er wog fast hundertzwanzig Kilo. Er trug gern spitze Cowboystiefel und einen breiten Ledergürtel, den er ständig hochzog, weil seine Wampe um einiges dicker war als sein Hinterquartier, dazu geblümte Hemden, die sich um ihn bauschten wie Stagsegel. Fra

Er hatte sie nicht gesehen. Er sah am Haus empor. »Jemand da?« schrie er. Da

»Hier, Harold«, rief sie.

Harold zuckte zusammen, seine fetten Hinterbacken wackelten in der engen Hose. Offensichtlich hatte er nur einen Versuch gemacht und gar nicht damit gerechnet, jemanden anzutreffen. Er drehte sich um, und Fran ging zum Rand des Gartens, strich sich über die Beine und fand sich resigniert damit ab, daß sie nur Turnhosen und ein Oberteil anhatte und angestarrt werden würde. Harolds Augen krochen förmlich über sie, während er ihr entgegenkam.

»Schau an, Fran«, sagte er glücklich.

»Hi, Harold.«

»Ich hab' gehört, daß du dieser schrecklichen Krankheit erfolgreich getrotzt hast, darum war hier mein erster Halt. Ich klappere die Stadt ab.« Er lächelte und entblößte Zähne, die bestenfalls eine flüchtige Beziehung mit einer Zahnbürste haben ko

»Ich war sehr traurig, als ich das mit Amy gehört habe, Harold. Sind deine Mutter und dein Vater...«

»Leider ja«, sagte Harold. Er ließ den Kopf einen Augenblick hängen, da