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»Hast du seine Adresse?«
Paul gab sie ihm, und Lloyd schrieb sie in sein Notizbuch.
»Ist das alles, Lloyd?«
»Noch ein Name, we
Paul lachte - das geschäftige Lachen eines kleinen Ma
»Natürlich, es ist ja nur meine Kaffeepause.«
»Der Name ist Nick Andros.«
Paul sagte sofort: »Der Name steht auf meiner roten Liste.«
»So?« Lloyd dachte so schnell er ko
Paul sagte gereizt: »Wer schon? Derselbe Ma
»Oh. Okay.« Lloyd verabschiedete sich und legte auf. Eine private Unterhaltung wäre bei der schlechten Verbindung unmöglich gewesen, und Lloyd mußte über so vieles nachdenken, daß er auch keine Lust dazu gehabt hätte.
Rote Liste.
Namen, die Flagg offenbar nur Paul und niemandem sonst gegeben hatte - we
Lloyd nahm den Hörer wieder ab.
»Vermittlung.«
»Noch mal Lloyd, Shirl.«
»Nun, Lloyd, hast du...«
»Shirley, ich hab' keine Zeit für Schwätzchen. Ich bin möglicherweise etwas Großem auf der Spur.«
»Okay, Lloyd.« Shirleys Stimme klang nicht mehr flirtend, sondern war plötzlich rein geschäftlich.
»Wer hat Sicherheitsdienst?«
»Barry Dorgan.«
»Verbinde mich mit ihm. Und ich habe dich nie angerufen.«
»Ja, Lloyd.« Plötzlich klang sie ängstlich. Lloyd hatte auch Angst, aber er war auch aufgeregt.
Einen Augenblick später war Dorgan am Apparat. Er war ein guter Ma
»Ich möchte, daß du jemand für mich verhaftest«, sagte Lloyd.
»Lebend. Ich muß ihn lebend bekommen, auch we
»Wie wichtig ist es, Lloyd?«
»Sehr wichtig. We
»Okay.« Barry legte auf, und Lloyd hoffte, daß er auch den Umkehrschluß verstanden hatte: We
Barry rief eine Stunde später zurück und sagte, er wäre ziemlich sicher, daß Tom Cullen abgehauen war.
»Aber er ist schwachsi
»Ich muß darüber nachdenken«, sagte Lloyd und legte auf, bevor Barry protestieren ko
Zum ersten Mal, seit er Flagg in Phoenix ke
Irgendwo in ihm hatte sich eine Tür geöffnet und einen kalten Hauch von Angst hereingelassen. Flagg hatte etwas vermasselt. Und Flagg war imstande, Lloyd Henreid zu mißtrauen. Und das war groooooße Scheiße.
Trotzdem mußte er davon erfahren. Lloyd wollte die Entscheidung, eine weitere Menschenjagd zu veranstalten, nicht selbst treffen. Nicht nach der Sache mit dem Richter. Er stand auf, um zu den Haustelefonen zu gehen, und traf Whitney Horgan, der von dort kam.
»Der Boß ist es, Lloyd«, sagte Whitney. »Er will dich sprechen.«
»Gut«, sagte Lloyd und wunderte sich, daß seine Stimme so gelassen klang - er hatte mittlerweile große Angst. Und vor allem mußte er daran denken, daß er ohne Flagg längst in seiner Zelle in Phoenix verhungert wäre. Er durfte sich nichts vormachen; er gehörte dem dunklen Ma
Aber ich ka
»Komm rein, Lloyd.« Flaggs träge lächelndes Gesicht über einem gediegenen blaukarierten Morgenmantel.
Lloyd kam rein. Die Klimaanlage lief auf Hochtouren; es war, als würde man in Grönland eine Freiluft-Suite betreten. De
In der Ecke saß auf einem weißen Stuhl die Frau, die am Vormittag mit Flagg gekommen war. Ihr Haar war sorgfältig hochgesteckt, und sie trug ein Wickelkleid. Ihr Gesicht war blaß und ausdruckslos, ihr Anblick machte Lloyd frösteln. Als Teenager hatten er und ein paar Freunde einmal Dynamit von einer Baustelle gestohlen, gezündet und in den Lake Harrison geworfen, wo es explodierte. Die Augen der toten Fische, die anschließend an die Oberfläche trieben, hatten denselben leeren Blick gehabt.
»Ich möchte dir Nadine Cross vorstellen«, sagte Flagg leise hinter ihm, worauf er zusammenzuckte. »Meine Frau.«
Erschrocken sah Lloyd Flagg an, sah aber nur das spöttische Grinsen, die tanzenden Augen.
»Meine Liebe, das ist Lloyd Henreid, meine rechte Hand. Lloyd und ich haben uns in Phoenix ke
Lloyd errötete düster, sagte aber nichts, obwohl die Frau entweder plemplem oder so highwie der Mond war.
»Gib ihm die Hand, meine Liebe«, sagte der dunkle Ma
Mein Gott, ist das unheimlich,dachte Lloyd. Trotz der Kälte der Klimaanlage war ihm am ganzen Körper leichter Schweiss ausgebrochen.
»Erfreutsieke
»Du ka
»Meine Frau ist indisponiert«, sagte Flagg und kicherte. »Außerdem ist sie in anderen Umständen, wie man so sagt. Du ka
»Ich gratuliere«, sagte Lloyd mit Lippen, die sich blau und taub anfühlten.