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Du meinst, ein Fachidiot. Ich wette, ich weiß, woher seine Brandwunden stammen.

Lloyd sah auf die Uhr und richtete sich auf. »Da wir gerade von Indian Springs reden, ich muß hinfahren. Die Zeit reicht nur noch zum Duschen. Kommst du mit?«

»Diesmal nicht.«

Als die Dusche wieder rauschte, zog sie sich an. Bisher war es ihr immer gelungen, sich an- oder auszuziehen, we

Sie schnallte sich das Messer um den Arm und schob es in die Klammer mit der Feder. Eine rasche Bewegung des Handgelenks, und sie hätte eine Zehnzollklinge in der Hand.

Nun, dachte sie, als sie die Bluse anzog, ein paarGeheimnisse muss ein Mädchen schon haben.

Am Nachmittag arbeitete sie in einem Trupp, der die Straßenlaternen wartete. Die Arbeit bestand darin, mit einem simplen Gerät zu prüfen, ob die Birnen noch intakt waren, und sie gegebenenfalls auszuwechseln, we

Am späten Nachmittag stand Dayna auf der Plattform des Kirschenpflückers, löste die Plexiglaskugel von einer der Straßenlaternen und überlegte, wie sympathisch ihr die Leute eigentlich waren, mit denen sie zusammenarbeitete, besonders Je

Die anderen waren auch in Ordnung. Sie fand, daß der Anteil der Dummen in Vegas größer war als in der Zone, aber keiner hatte Reißzähne, und sie verwandelten sich auch nicht in Fledermäuse, we

Deutschland im Jahre 1938, dachte sie. Die Nazis? Oh, das sind nette Leute. Sehr athletisch. Sie besuchen keine Nachtklubs, die Nachtklubs sind für die Touristen. Was machen sie? Sie machen Uhren.

War das ein fairer Vergleich, fragte sich Dayna unbehaglich und dachte an Je

Sie prüfte die Birne in der Kuppel des Lichtmastes. Die war defekt. Sie schraubte sie aus, legte sie vorsichtig zwischen ihre Füße und schraubte ihre letzte neue ein. Gut, der Tag war ohnehin zu Ende. Es war...

Sie schaute nach unten und erstarrte.

Die Leute aus Indian Springs kamen von der Bushaltestelle. Alle sahen beiläufig nach oben, so wie Leute eben nach oben schauen, we

Dieses breite, lächelnde, erstaunte Gesicht.

Gott im Himmel, ist das Tom Cullen?

Salziger Schweiß lief ihr in die Augen, so daß sie doppelt sah. Als sie sich die Augen ausgewischt hatte, war das Gesicht verschwunden. Die Leute von der Bushaltestelle waren schon ein ganzes Stück die Straße hinuntergegangen, ließen ihre Frühstücksbehälter baumeln, sprachen und scherzten miteinander. Dayna suchte den Ma

Tom? Würden sie Tom schicken?

Sicherlich nicht. Das war so verrückt, das war fast...

Fast vernünftig.

Aber sie ko

»He, Jürgens!« schrie Je

Dayna beugte sich über das niedrige Geländer der Plattform und schaute in Je

»Ich glaube, ich hab' einfach nichts zu sagen«, meinte Dayna halb lächelnd.

Das ko

Oder doch?

»Wach auf! Wach auf! Verdammt, wach auf, du Miststück!«

Sie erwachte aus einem trüben Schlaf, als sie einen Fußtritt in den Rücken bekam, der sie aus dem runden Bett auf den Fußboden schleuderte. Sie war sofort wach und blinzelte verwirrt. Lloyd stand vor ihr und sah sie mit kalter Wut an. Whitney Horgan. Ken DeMott. Ace High. Je

»Jen...?«

Keine Antwort. Dayna kam auf die Knie und war sich vage ihrer Nacktheit bewußt; die kalten Gesichter der Leute um sie herum nahm sie deutlicher wahr. Lloyds Gesichtsausdruck war der eines Ma

»Zieh dich an, verdammt, du verlogene Schnüfflerin!«

Träume ich das?

Okay, es war also kein Traum. Vor Entsetzen verkrampfte sich ihr der Magen, aber sie hatte es geahnt. Sie waren dem Richter auf die Spur gekommen und jetzt ihr. Er hatte es ihnen gesagt. Sie sah auf die Uhr auf dem Nachttisch. Es war kurz nach vier Uhr morgens. Die Stunde der Gestapo, dachte sie.

»Wo ist er?« fragte sie.

»In der Nähe«, sagte Lloyd böse. Sein Gesicht war blaß und glänzend. Im offenen V seines Hemdkragens sah Dayna das Amulett. »Du wirst sehr bald wünschen, daß er weit weg wäre.«

»Lloyd?«

»Was ist?«

»Ich habe dir eine Geschlechtskrankheit angehängt. Ich hoffe, er fault dir ab.«

Er trat sie gegen das Brustbein; sie fiel auf den Rücken.

»Ich hoffe, er fault dir ab, Lloyd.«

»Halt's Maul und zieh dich an.«

»Raus mit euch. Ich zieh' mich nicht vor Mä

Wieder trat Lloyd sie, diesmal an den Bizeps des rechten Oberarms. Die Schmerzen waren entsetzlich, ihr Mund verzog sich zu einem zitternden Bogen, aber sie schrie nicht.

»Steckst in der Scheiße, Lloyd, was? Hast mit Mata Hari geschlafen?« Sie grinste ihn mit Tränen des Schmerzes in den Augen an.

»Komm, Lloyd«, sagte Whitney Horgan. Er sah Mordlust in Lloyds Augen, trat rasch auf ihn zu und legte ihm die Hand auf den Arm.

»Wir gehen ins Wohnzimmer. Je

»Und we

»Die Gelegenheit wird sie nicht haben«, sagte Je