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Die Mundhygienikerin kam herein; sie hatte einen knappen rosa Slip an, und sonst nichts. »Hi, Larry«, sagte sie. Sie war klein, auf eine unbestimmte, an Sandra Dee eri

»Hi«, sagte er und stand auf. Er war nackt, aber seine Kleidungsstücke lagen am Fußende des Betts. Er zog sie nacheinander an.

»Ich hab' einen Morgenmantel, we

Hörnchen und Speck? Sein Magen zog sich zusammen und überschlug sich.

»Nein, Liebes, ich muß los. Muß jemand treffen.«

»He, du ka

»Es ist wirklich wichtig.«

»Gut, ich bin auch wichtig!« Sie wurde schrill. Larry bekam Kopfschmerzen. Er mußte ohne ersichtlichen Grund an Fred Feuerstein denken, we

»Deine Bronx-Herkunft kommt durch, Liebes«, sagte er.

»Was soll das de

»Ich habe nichts gegen die Bronx und bin kein Rassist«, sagte er und ging barfuß zu ihr. »Hör zu, ich muß dringend zu meiner Mutter. Ich bin erst vor zwei Tagen in die Stadt gekommen und hab' sie gestern abend nicht angerufen... oder doch?« fügte er hoffnungsvoll hinzu.

»Du hast niemand angerufen«, sagte sie mürrisch. »Klar doch, deine Mutter. «

Er ging zum Bett zurück und zog die Schuhe an. »Wirklich. Meine Mutter. Sie arbeitet im Chemical Bank Building. Sie ist Putzfrau. Nun, heute ist sie wohl Etagenaufsicht.«

»Ich wette, du bist auch nicht der Larry Underwood, der die Platte gemacht hat.«

»Glaub was du willst. Ich muß mich beeilen.«

»Du elender Drecksack!« kreischte sie ihn an. »Was soll ich mit dem Essen machen, das ich gekocht habe?«

»Zum Fenster rauswerfen?« schlug er vor.

Sie stieß einen schrillen Wutschrei aus und warf den Bratwender nach ihm. An jedem anderen Tag seines Lebens hätte das Ding ihn verfehlt. Eines der wichtigsten physikalischen Gesetze lautet: Ein Bratwender beschreibt niemals eine gerade Flugbahn, we

Er ging mit dem Bratwender in der Hand zwei Schritte auf sie zu.

»Ich sollte dich damit übers Knie legen«, schrie er sie an.

»Klar«, sagte sie, wich zurück und fing an zu weinen. »Warum nicht? Du großer Star. Ficken und verpissen. Ich dachte, du bist ein netter Kerl. Du bist kein netter Kerl.« Ein paar Tränen liefen über ihre Wangen und tropften vom Kiefer auf den Brustkorb. Fasziniert beobachtete er, wie eine Träne an der Wölbung der rechten Brust herablief und an der Brustwarze hängenblieb. Die Träne wirkte wie ein Vergrößerungsglas. Er sah Poren und ein schwarzes Haar, das aus dem Warzenhof hervorsproß. Mein Gott, ich werde verrückt, dachte er verwundert.

»Ich muß gehen«, sagte er. Seine weiße Jacke lag am Fußende des Bettes. Er hob sie auf und warf sie über die Schultern.

»Du bist kein netter Kerl!« schrie sie, als er ins Wohnzimmer ging.

»Ich bin nur mit dir gegangen, weil ich dich für einen netten Kerl gehalten habe.«

Der Anblick des Wohnzimmers ließ ihn i

Sie stand in der Schlafzimmertür, weinte immer noch und sah in dem knappen Slip erbarmenswert aus. Er entdeckte an einem Schienbein eine kleine Wunde, wo sie sich beim Rasieren geschnitten hatte.

»Hör zu«, sagte sie. »Ruf mich an. Ich bin nicht böse.«

Er hätte »klar« sagen sollen, da

Sie schrie ihn an und kam durchs Zimmer, stolperte aber über ein Sitzkissen am Boden und fiel hin. Mit einer Hand warf sie eine halbvolle Milchflasche um und stieß eine leere Flasche Scotch an, die daneben stand. Heiliger Gott, dachte Larry, haben wir das etwa gemischt?

Er machte, daß er rauskam, und sprang die Treppe hinunter. Als er die letzten sechs Stufen zur Haustür ging, hörte er sie oben schreien: » Du bist kein netter Kerl! Du bist kein...«

Er schlug die Tür hinter sich zu, und dunstige, feuchte Wärme, die den Geruch von frischem Grün und Autoabgasen mit sich brachte, hüllte ihn ein. Es war wie Parfüm nach dem Gestank von Bratfett und kaltem Zigarettenrauch. Er hielt immer noch die Zigarette in der Hand, die schon bis auf den Filter heruntergebra

Oben wurde polternd ein Fenster aufgeschoben, und er wußte schon, was kommen würde.

» Hoffentlich verfaulst du!« schrie sie zu ihm hinunter. Ganz das keifende Fischweib aus der Bronx. » Hoffentlich fällst du vor eine verdammte U-Bahn! Du bist gar kein Sänger! Du bist beschissen im Bett! Du Wanze! Schreib dir das hinter die Ohren! Das ka

Die Milchflasche kam aus ihrem Schlafzimmerfenster im zweiten Stock geflogen. Larry duckte sich. Wie eine Bombe explodierte sie im Ri

Hinter sich hörte er einen letzten langen Schrei, triumphierend und mit dem saftigen Akzent der Bronx. »LECK MICH AM ARSCH, DU BILLIGER SCHEISSKERL!« Da

»Hättest du das nicht besser machen kö

Er hatte das Mädchen wie eine alte Hure am Morgen nach dem Collegeabschluß-Rudelbums behandelt.

Du bist kein netter Kerl.

Doch. Doch.

Aber als die Leute auf der großen Party gegen seinen Beschluss protestiert hatten, sie alle rauszuwerfen, hatte er mit der Polizei gedroht, und das hatte er ernst gemeint. Oder nicht? Doch. Doch. Die meisten waren Fremde, das stimmte, und sie hätten seinethalben auf eine Tretmine scheißen kö