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Er ist in ihr - der Dämon Satans, dachte Abby Freemantle.

Ihre gesamte Macht sitzt hier vor mir, dachte Nadine ihrerseits. Sie haben nur diese Frau, auch we

Joe neben ihr wurde unruhig und zog an ihrer Hand.

»Hallo«, sagte sie mit dü

Die alte Frau sagte: »Ich weiß, wer du bist.«

Die Worte hingen in der Luft und schnitten plötzlich durch die anderen Unterhaltungen. Leute drehten sich verwirrt um, ob etwas passierte.

»Wirklich?« sagte Nadine leise. Plötzlich schien ihr, als wäre Joe ihr Schutz, ihr einziger.

Sie schob den Jungen langsam vor sich, wie eine Geisel. Joes seltsame, unheimliche Meerwasseraugen sahen Mutter Abagail an. Nadine sagte: »Dies ist Joe. Ke

Mutter Abagail nahm den Blick nicht von den Augen der Frau, die sich Nadine Cross na

»Ich glaube, daß er ebensowenig Joe heißt wie ich Kassandra«, sagte sie, »und ich glaube nicht, daß du seine Mutter bist.« Sie wandte den Blick wie erleichtert dem Jungen zu und ko

»Wie heißt du, Kleiner?« fragte sie den Jungen.

Der Junge mühte sich ab, als hätte er einen Knochen im Hals stecken. »Das wird er Ihnen nicht sagen«, meinte Nadine und legte dem Jungen eine Hand auf die Schulter. »Er ka

Joe wehrte die Hand ab, und das schien den Ba

»Leo!« sagte er mit plötzlicher Kraft und großer Klarheit. »Leo Rockway. Das bin ich! Ich heiße Leo!« Und er sprang lachend in Mutter Abagails Arme. Das löste Gelächter und Beifall der Menge aus. Nadine wurde praktisch nicht mehr beachtet, und wieder hatte Abby das Gefühl, daß ein zentraler Fokus, eine wesentliche Chance vorüber war.

»Joe«, rief Nadine. Ihr Gesicht war distanziert und wieder beherrscht.

Der Junge zog sich ein Stück von Mutter Abagail zurück und sah sie an.

»Komm da weg«, sagte Nadine, und jetzt sah sie Abby fest an und sprach nicht zu dem Jungen, sondern direkt zu ihr. »Sie ist alt. Du wirst ihr weh tun. Sie ist sehr alt und... nicht sehr stark.«

»Oh, ich glaube, ich bin kräftig genug, mit so einem Jungen wie ihm ein bißchen zu schmusen«, sagte Mutter Abagail, aber ihre Stimme hörte sich selbst für ihre Ohren seltsam unsicher an. »Sieht so aus, als hätte er viel durchgemacht.«

»Nun, er ist müde. Und Sie sind es auch, wie es aussieht. Komm her, Joe.«

»Ich hab' sie lieb«, sagte der Junge, ohne sich zu bewegen. Darauf schien Nadine zusammenzuzucken. Ihr Tonfall wurde schärfer. »Komm da weg, Joe!«

»Das ist nicht mein Name! Leo! Leo! Das ist mein Name!«

Die kleine Versammlung von Pilgern wurde wieder still und merkte, daß etwas Ungewöhnliches geschehen war, vielleicht noch geschah; aber sie wußten nicht, was.

Die beiden Frauen kreuzten die Blicke wie Säbelklingen.

Ich weiß, wer du bist, sagten Abbys Augen.

Und die von Nadine antworteten: Ja. Und ich ke

Aber diesmal war es Nadine, die zuerst wegsah.

»Also gut«, sagte sie. »Leo oder wie du willst. Aber komme jetzt weg, bevor du sie noch müder machst.«

Er löste sich von Mutter Abagail, aber nur widerwillig.

»Du darfst mich besuchen, wa

»Okay«, sagte der Junge und warf ihr eine Kußhand zu. Nadines Gesicht war wie versteinert. Sie sagte nichts. Als sie die Verandastufen hinuntergingen, schien der Arm, den Nadine ihm um die Schultern gelegt hatte, eher eine Kette als ein Trost zu sein. Mutter Abagail sah die beiden gehen und merkte, daß sie den Fokus wieder verlor. Als sie das Gesicht der Frau nicht mehr sah, wurde das Gefühl der Offenbarung verschwommen. Sie war nicht mehr sicher, was sie empfunden hatte. Nadine war nur eine Frau ... oder nicht?

Der junge Ma

»Warum hast du dich so benommen?« fragte er sie, und obwohl er mit gedämpfter Stimme sprach, ko

Die Frau beachtete ihn nicht. Sie ging ohne ein Wort an ihm vorbei. Der Junge sah Underwood flehentlich an, aber die Frau hatte das Sagen, wenigstens vorübergehend, und der kleine Junge ließ sich von ihr fortziehen, von ihr wegbringen.

Es folgte ein Augenblick der Stille, und plötzlich vermochte sie die Stille nicht zu unterbrechen, obwohl sie unterbrochen werden mußte...

...oder nicht?

War es ihre Aufgabe, sie zu unterbrechen?

Und eine Stimme fragte leise: Ist es so? Ist das deine Aufgabe? Hat Gott dich deshalb hierhergebracht, Frau? Als offizielles Begrüßungskomitee an den Pforten der Freien Zone?

Ich ka

Er kommt in mehr Gestalten als seiner eigenen, beharrte die leise i

Was bedeutete es? Was war hier geschehen? Was, in Gottes Namen?

Ich habe selbstgefällig hier gesessen und darauf gewartet, daß man den Kotau vor mir macht - ja, das habe ich getan, hat keinen Zweck, es zu leugnen -, und nun ist diese Frau gekommen, etwas ist geschehen, und ich weiß nicht mehr, was es war. Aber mit dieser Frau war etwas... war was? Bist du sicher? Bist du sicher? 

Eine Weile herrschte Schweigen, und alle schienen sie anzusehen und darauf zu warten, daß sie sich beweise. Und sie tat es nicht. Die Frau und der Junge waren verschwunden; sie waren gegangen, als wären sie die wahren Gläubigen und sie selbst nur eine schäbige grinsende Pharisäerin, die sie sofort durchschaut hatten.

Oh, aber ich bin alt! Es ist nicht fair!

Und da

Jetzt hatte sich ihr ein anderer Ma

Und sie sah sich plötzlich vor einer Entscheidung, die sich nur einen Augenblick deutlich in ihrem suchenden Verstand abzeichnete. Sie ko

Die Frau ist...

...was?

War es wichtig? Die Frau war weg.

»Ich hatte einen Großneffen, der im Staat New York lebte«, sagte sie im Plauderton zu Mark Zellman. »Die Stadt heißt Rouse's Point.

Liegt am Lake Champlain, direkt an der Grenze zu Vermont. Wahrscheinlich noch nie gehört, oder?«

Mark Zellman sagte, sicher habe er von ihr gehört; fast jeder im Staat New York ka

»Nach dem was Ro