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»Es scheint, als hätten wir noch einen langen Weg vor uns, was?«
Stu antwortete eine Weile nicht und sagte da
»Ich weiß...«, fing sie an und verschluckte den Rest. Er sah sie resigniert grinsend an. »Sie haben Ihre Medizin nicht genommen, Ma'am.«
»Mein Geheimnis ist enthüllt«, sagte sie mit einem ebenso schwachen Lächeln.
»Wir sind nicht die einzigen«, sagte Stu. »Ich habe heute nachmittag mit Dayna gesprochen« (sie empfand den i
Fran nickte. »Warum hast du damit aufgehört? Hat man dich... dort unter Drogen gesetzt?«
Er ließ die Asche in den Erdbodenaschenbecher fallen. »Abends leichte Beruhigungsmittel, mehr nicht. Sie mußten mich nicht unter Drogen setzen. Ich war sicher und wohlbehalten eingesperrt. Nein, ich habe vor drei Tagen damit aufgehört, weil ich... mir abgeschnitten vorkam.« Er überlegte einen Augenblick und führte da
»Glen und Harold wollen ein CB -Funkgerät holen, das war eine wirklich gute Idee. Wozu braucht man Sender-Empfänger? Damit man nicht abgeschnitten ist. Ein Freund von mir in Arnette, Tony Leominster, hatte eins in seinem Scout. Tolles Spielzeug. Man ka
»Vielleicht sendenwir auch«, sagte Fran leise.
Er sah sie verblüfft an.
Sie saßen eine Weile schweigend da. Die So
»Jedenfalls habe ich aufgehört«, sagte Stu. »Letzte Nacht habe ich wieder von diesem schwarzen Ma
» Wasmacht er?«
»Das habe ich geträumt. Reihenweise Kreuze am Highway 15, die aus Scheunenbalken und Telegrafenmasten gemacht sind. Und daran hängen Menschen.«
»Nur ein Traum«, sagte sie erschaudernd.
»Vielleicht.« Er rauchte und sah nach Westen, den rotgetönten Wolken nach. »Aber in den beiden anderen Nächten, bevor wir diese Wahnsi
>Du mußt noch schneller mit ihnen reisen, Stuart; we
»Sie fahren nach Colorado«, sagte sie.
»Äh, ja, das glaube ich auch.«
»Haben... haben Dayna oder Susan von ihr geträumt?«
»Beide. Und letzte Nacht hat Susan von den Kreuzen geträumt. Genau wie ich.«
»Es sind jetzt eine Menge Leute bei der alten Frau.«
Stu stimmte zu. »Zwanzig, vielleicht mehr. Weißt du, wir kommen fast jeden Tag an Menschen vorbei. Sie verstecken sich und warten, bis wir weg sind. Sie haben Angst vor uns, aber zu ihr... zu ihr werden sie gehen, glaube ich. We
»Oder zu dem anderen«, sagte Fra
Stu nickte. »Ja, oder zu ihm, Fran. Warum nimmst du das Veronal nicht mehr?«
Sie stieß einen zitternden Seufzer aus und fragte sich, ob sie es ihm sagen sollte. Sie wollte es, wußte aber nicht, wie er reagieren würde.
»Man weiß nie, was eine Frau tun wird«, sagte sie schließlich.
»Nein«, stimmte er zu. »Aber vielleicht ka
»Was...«, fing sie an, aber er verschloß ihr den Mund mit einem Kuß.
Sie lagen im letzten Dämmerschein im Gras. Leuchtendes Rot war kaltem Purpur gewichen, während sie sich liebten, und jetzt ko
Stu schlug träge nach einer Stechmücke, die über seiner Brust schwebte. Sein Hemd hing in der Nähe an einem Busch. Fran hatte die Bluse an, aber aufgeknöpft. Ihre Brüste rieben an Stoff, und sie dachte: Ich werde merklich dicker... noch sieht's keiner, nur ich selbst.
»Ich wollte dich schon ziemlich lange«, sagte Stu, ohne sie direkt anzusehen. »Ich glaube, das weißt du.«
»Ich wollte Schwierigkeiten mit Harold vermeiden«, sagte sie. »Und da ist noch etwas, das...»
»Harold muß noch viel lernen«, sagte Stu, »aber er hat das Zeug zu einem prima Kerl in sich, we
»Das ist nicht das richtige Wort. Es gibt im Englischen kein Wort für das, was ich für Harold empfinde.«
»Und was empfindest du für mich?« fragte er.
Sie sah ihn an und stellte fest, es war ihr unmöglich, ihm zu sagen, daß sie ihn liebte, jedenfalls so direkt, obwohl sie es wollte.
»Nein«, sagte er, als hätte sie ihm widersprochen. »Ich möchte nur klare Verhältnisse. Du willst nicht, daß Harold jetzt schon davon erfährt. Ist es nicht so?«
»Ja«, sagte sie dankbar.
»Ist auch besser so. We
»Ich weiß nicht...«
»Du empfindest ihm gegenüber aus Verpflichtung Dankbarkeit, richtig?«
»Ich glaube schon. Wir waren die einzigen Überlebenden in Ogunquit und...«
»Das war Zufall, Fra
»Vermutlich.«
»Ich glaube, ich liebe dich«, sagte er. »Es fällt mir nicht leicht, das zu sagen.«
»Ich glaube, ich liebe dich auch. Aber da ist noch etwas...«
»Das wußte ich.«
»Du hast mich gefragt, warum ich die Tabletten nicht mehr nehme.«
Sie zupfte an ihrer Bluse und wagte nicht, ihn anzusehen. Ihre Lippen fühlten sich ungewöhnlich trocken an. »Ich habe gedacht, sie wären schlecht für das Baby«, flüsterte sie.
»Für das...« Er verstummte. Da
Sie nickte.
»Und hast du keinem gesagt?«
»Nein.«
»Harold. Weiß Harold es?«
»Nur du.«
»Gott im Himmel«, sagte er. Er sah ihr auf eine so intensive Weise ins Gesicht, daß sie Angst bekam. Sie hatte sich zwei Möglichkeiten vorgestellt: Er würde sie auf der Stelle verlassen (was Jess zweifellos gemacht hätte, hätte er herausgefunden, daß sie von einem anderen Ma