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Sie blieb mitten auf ihrem Hof stehen und sah auf das Maisfeld hinaus, das nur vom Sandweg geteilt wurde, der nach Duncan und Columbus führte. Drei Meilen vom Haus entfernt war der Weg asphaltiert. Der Mais stand gut in diesem Jahr, eine Schande, dass außer den Saatkrähen niemand da war, um ihn zu ernten. Es war ein trauriger Gedanke, daß die großen Erntemaschinen in diesem September in den Scheunen stehenbleiben mußten; traurig, daß es kein Maisschälen und keine Tänze auf der Te

Sie schlurfte zur Reifenschaukel hinüber und schubste sie an. Es war ein alter Traktorreifen, den ihr Bruder Lucas 1922 hier aufgehängt hatte. Das Seil war seitdem viele Male ausgewechselt worden, aber der Reifen niemals. Das Leinen kam an vielen Stellen durch, und am i

»Bitte, o Herr, o Herr, nur we

Kein Laut, nur das leise Knarren des Seils und das Krächzen der Krähen im Maisfeld. Sie lehnte die alte, gefurchte Stirn gegen die alte, gefurchte Borke des Apfelbaums, den ihr Vater vor so langer Zeit gepflanzt hatte, und weinte bitterlich.

In dieser Nacht träumte sie, daß sie wieder die Stufen zur Halle der Farmervereinigung hinaufging, eine junge, hübsche Abagail, im dritten Monat schwanger, ein dunkles äthiopisches Juwel im weißen Kleid; sie hielt die Gitarre an der Brust, stieg hinauf, hinauf in diese Dunkelheit, ihre Gedanken ein einziges Durcheinander, aber eines wußte sie ganz genau: Ich bin Abagail Freemantle Trotts, ich spiele gut und singe gut, das muß ich mir nicht erst sagen lassen.

Im Traum drehte sie sich langsam zu den weißen Gesichtern um, die wie Monde zu ihr emporgerichtet waren, und sah in den Saal, in dem so hell die Lampen leuchteten, sah den weichen Glanz, der von den dunklen, leicht angelaufenen Scheiben reflektiert wurde und die roten Samtvorhänge mit den Goldkordeln.

Sie klammerte sich fest an diesen einen Gedanken und spielte »Rock of Ages«. Sie spielte und ließ ihre Stimme erklingen, nicht nervös und gehemmt, sondern genau so, wie sie beim Üben geklungen hatte, voll und sanft, wie das gelbe Lampenlicht selbst, und sie dachte: Ich überzeuge sie. Mit Gottes Hilfe überzeuge ich sie. Mein Volk, we

Und da

Er streckte die Hände vom Körper ab. Beide waren zu Fäusten geballt und so fest und hart wie Knoten an einem Apfelbaum. Sein Grinsen blieb, fröhlich und unsagbar böse. Blutstropfen fielen von den Fäusten herab.

In ihrem Verstand versiegten die Worte. Ihre Finger vergaßen, wie man spielte; es folgte ein letzter mißtönender Akkord, da

Gott! Gott!schrie sie, aber Gott hatte Sein Antlitz abgewendet. Da

Ungestüme Schreie der Zustimmung. Leute drängten nach vorne. Sie sah, wie ihr Ma

Schafft die dreckigen Coons nach hinten!brüllte Bill Arnold, und jemand stieß Rebecca Freemantle gegen die Wand. Ein anderer - Chet Deacon, wie es aussah - schlang einen der roten Samtvorhänge um Rebecca und fesselte sie da

Andere liefen zu Chet Deacon hinüber und fingen an, die zappelnde Frau unter dem Vorhang zu schlagen und zu schubsen.

Mama! schrie Abby.

Die Gitarre war aus ihren gefühllosen Fingern geglitten und am Bühnenrand zu Splittern und Saiten zerschellt.

Sie suchte panisch nach dem dunklen Ma

Mama! schrie sie wieder, da

Ben Conveighs Stimme in ihrem Ohr: Wie gefällt dir MEIN >Rock of Ages<, Niggerhure?«

Der Saal drehte sich um sie herum. Sie sah, wie ihr Vater versuchte, zur leblosen Gestalt ihrer Mutter zu gelangen, und sie sah eine weiße Hand, die eine Flasche an der Lehne eines Klappstuhls zerschlug. Ein Rasseln und Klirren, da

Sie schrie, und die Heftigkeit ihres Schreis schien den Saal entzweizureißen, die Dunkelheit hereinzulassen, und sie war wieder Mutter Abagail, hundertundacht Jahre alt, zu alt, o Herr, zu alt (aber Dein Wille geschehe), und sie ging im Mais spazieren, dem mystischen Mais, der flach in der Erde wurzelte, aber breit; sie hatte sich im Mais zwischen silbernem Mondlicht und schwarzen Schatten verirrt; sie ko