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»Ist das der Schwachsi
Nick nickte, aber das Wort gefiel ihm nicht. Es war ein grausames Wort.
Sie fing an, über sich selbst zu sprechen, und Nick stellte zu seiner Erleichterung fest, daß sie siebzehn war, nicht viel jünger als er selbst. Ihre Mama und ihre Freunde hatten sie immer Angel-Face gena
Sie »stand« auf Rockmusik und Marihuana und mochte, wie sie es na
An dieser Stelle fiel ihr plötzlich wieder ein, daß Mary Beth Gooch tot war und die Möglichkeit, Inhaberin eines Schönheitssalons oder Dekorateurin der Stars zu werden, mit ihr gegangen war... wie alles und jeder andere. Das schien sie mit aufrichtigerem Kummer zu erfüllen. Aber es war kein Sturm, lediglich ein kurzes Unwetter. Als ihr Wortschwall ein wenig versiegte - jedenfalls vorläufig -, wollte sie es wieder »machen« (wie sie so zimperlich sagte). Nick schüttelte den Kopf, worauf sie kurz schmollte. »Vielleicht will ich doch nicht mit euch kommen«, sagte sie.
Nick zuckte die Achseln.
»Schlappschwanz - Schlappschwanz - Schlappschwanz«, sagte sie plötzlich schneidend und tückisch. Verachtung leuchtete in ihren Augen. Da
Nick sah sie ausdruckslos an. Man hatte ihm schon schlimmere Namen gegeben, aber sie hatte etwas an sich, das ihm ganz und gar nicht gefiel. Eine rastlose Unausgeglichenheit. We
»He, dein Freund wacht auf!« sagte Julie.
Nick drehte sich um. Ja - Tom saß auf der Parkbank, kratzte sich das zerzauste Haar und sah sich verschlafen um. Plötzlich fiel Nick das Pepto-Bismol wieder ein.
»Hi, Junge!« trällerte Julie und lief die Straße entlang auf Tom zu, wobei ihre Brüste aufreizend unter dem engen Oberteil hüpften. Toms Augen waren die ganze Zeit groß gewesen, jetzt wurden sie noch größer.
»Hi?« sagte-fragte er langsam und sah Nick wegen einer Bestätigung und/ oder Erklärung an.
Nick verbarg sein Unbehagen, zuckte die Achseln und nickte. »Ich bin Julie«, sagte sie. »Wie geht's dir de
Sehr nachdenklich - und unbehaglich - ging Nick in den Drugstore zurück und holte, was Tom brauchte.
»Äh-äh«, sagte Tom, schüttelte den Kopf und wich zurück. »Äh-äh, ich will nicht. Tom Cullen mag keine Medizin, meine Güte, nein, schmeckt nicht.«
Nick sah ihn enttäuscht und ärgerlich an und hielt die dreikantige Flasche Pepto-Bismol in einer Hand. Er sah Julie an, und sie bemerkte seinen Blick, aber in ihren Augen lag der tückische Glanz wie vorhin, als sie ihn Schlappschwanz gena
»Ganz recht, Tom«, sagte sie. »Trink es nicht, es ist Gift.«
Nick starrte sie entsetzt an. Sie stand mit den Händen in den Hüften da, grinste und forderte ihn heraus, Tom vom Gegenteil zu überzeugen. Vielleicht war dies ihre kleinliche Rache dafür, daß er ihr zweites Sex-Angebot abgelehnt hatte.
Er blickte Tom wieder an und trank selbst einen Schluck aus der Flasche Pepto-Bismol. Er spürte den dumpfen Druck von Wut in den Schläfen. Er hielt Tom die Flasche hin, aber Tom war nicht überzeugt.
»Nein, äh-äh, Tom Cullen trinkt kein Gift«, sagte er, und Nick sah - voll überschäumender Wut auf das Mädchen -, daß Tom regelrecht entgeistert war. »Daddy sagt nein! Daddy sagt, we
Nick drehte sich plötzlich halb zu Julie um, er ko
»Du...« fing sie an, und für einen Augenblick fehlten ihr die Worte. Sie wurde rot im Gesicht und sah plötzlich hager und verdorben und boshaft aus. » Du verdammter taubstummer Krüppel! Es war nur Spaß, Pißkopf! Du ka
Sie wollte sich auf ihn stürzen, aber er stieß sie zurück. Sie prallte auf den Hosenboden ihrer kurzen Jeans und sah fauchend und mit gefletschten Zähnen zu ihm auf. »Ich reiß dir die Eier ab«, zischte sie. »Das ka
Mit zitternden Händen und pochenden Kopfschmerzen holte Nick den Kugelschreiber heraus und schrieb mit großen, krakeligen Buchstaben eine Notiz. Er riß sie ab und hielt sie ihr hin. Sie schlug sie mit wütend funkelnden Augen beiseite. Er hob den Zettel auf, packte sie am Hals, hielt ihn ihr vors Gesicht. Tom hatte sich wimmernd zurückgezogen.
Sie kreischte: »Schon gut! Ich lese ihn! Ich lese deinen Scheißzettel!«