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Er ging um die Kurve, und da stand der Hund, ein kastanienfarbener Irischer Setter. Als er Stu sah, bellte er freudig und kam die Straße entlanggelaufen, daß seine Krallen auf dem Asphalt klickten, und er wedelte aufgeregt mit dem Schwanz. Er sprang an Stu hoch, drückte ihm die Vorderpfoten auf den Bauch, so daß Stu einen Schritt zurücktaumelte. »He, Junge«, sagte er grinsend.
Als der Hund seine Stimme hörte, bellte er fröhlich und sprang wieder hoch.
»Kojak!« sagte eine strenge Stimme, und Stu zuckte zusammen und sah sich um. »Runter! Laß den Ma
Kojak brachte wieder alle viere auf die Straße und ging mit eingezogenem Schwanz um Stu herum. Der Schwanz wedelte aber trotz der Behinderung noch ein wenig vor unterdrückter Freude, und Stu kam zu dem Ergebnis, daß dieser hier nie ein guter HundeBetrüger werden würde. Jetzt sah er auch den Besitzer der Stimme - und von Kojak, vermutete er. Ein Ma
Jetzt erhob er sich und legte die Palette auf den Hocker (»Bloß nicht nachher draufsetzen«, hörte Stu ihn murmeln), da
»Hoffentlich verfolgen Sie mit dem Gewehr keine bösen Absichten, Sir. Glen Bateman, zu Ihren Diensten.«
Er kam einen Schritt vorwärts und nahm die ausgestreckte Hand (Kojak wurde wieder übermütig, er hüpfte um Stu herum, wagte aber nicht, wieder mit seinen Sprüngen anzufangen - jedenfalls noch nicht). »Stuart Redman. Machen Sie sich wegen des Gewehrs keine Sorgen. Ich habe noch nicht genug Menschen gesehen, daß ich anfangen kö
»Mögen Sie Kaviar?«
»Habe ich noch nie probiert.«
»Da
Nachdem solchermaßen an seine bessere Natur appelliert worden war, setzte sich Kojak auf die Hinterbeine und fing an zu hecheln. Sein Hundegesicht grinste breit. Stu wußte aus Erfahrung, daß ein grinsender Hund entweder ein bissiger Hund oder ein verdammt guter Hund ist. Und der hier sah nicht wie ein bissiger Hund aus.
»Ich lade Sie zum Frühstück ein«, sagte Bateman. »Sie sind das erste menschliche Wesen, das ich in der letzten Woche gesehen habe. Bleiben Sie?«
»Mit Vergnügen.«
»Sie stammen aus dem Süden, richtig?«
»Aus dem Osten von Texas.«
»Aus dem Osten, mein Fehler.« Bateman gluckste über seinen eigenen Witz und wandte sich wieder seinem Bild zu, einem durchschnittlichen Aquarell des Waldes jenseits der Straße.
»Ich würde mich lieber nicht auf den Klavierhocker setzen«, sagte Stu.
»Scheiße, nein! Das wäre ganz schlecht, was?« Er änderte den Kurs und ging zu der kleinen Lichtung zurück. Stu sah, daß eine Kühltasche in Weiß und Orange dort im Schatten stand, darüber eine Art weißes Altartuch. Als Bateman es ausschüttelte, sah Stu, daß es genau das war.
»Es gehörte zur Abendmahlsausrüstung der Baptisten-Gnadenkirche in Woodsville«, sagte Bateman. »Ich habe es befreit. Ich glaube nicht, daß die Baptisten es vermissen werden. Sie sind alle heimgegangen zu Jesus Christus. Jedenfalls alle Baptisten in Woodsville. Jetzt kö
»Ne
»In Ordnung, mach' ich.«
Sie gingen die Straße hinunter und wuschen sich im kühlen, klaren Wasser. Stu war glücklich. Genau diesen Ma
Er mochte den Kaviar nicht besonders - schmeckte wie kalter Fisch in Aspik -, aber Bateman hatte auch eine Peperoniwurst, Salami, zwei Dosen Ölsardinen, ein paar nicht mehr ganz frische Äpfel und einen Karton mit abgepackten Feigen. Großartig für die Verdauung, Feigen, sagte Bateman. Seit er aus Stovington geflohen war und seine Wanderschaft bego
»War Kojak schon immer Ihr Hund?«
»Nein - das wäre ein erstaunlicher Zufall gewesen, oder? Ich glaube, Kojak hat jemand aus einem anderen Stadtviertel gehört. Ich habe ihn ein paarmal gesehen, aber da ich nicht wußte, wie er heißt, habe ich mir die Frechheit genommen und ihn umgetauft. Scheint ihm nichts auszumachen. Entschuldigen Sie mich einen Moment, Stu.«
Er ging über die Straße, und Stu hörte ihn im Wasser plätschern. Wenig später kam er mit bis zu den Knien hochgekrempelten Hosen zurück. Er trug ein tropfendes Sechserpack Narragansett-Bier in jeder Hand.
»Hätte eigentlich zum Essen gehört. Zu dumm.«
»Schmeckt danach genauso gut«, sagte Stu und zog eine Dose von der Plastikverschweißung ab. »Danke.«
Sie zogen die Ringe ab, Bateman hob die Dose. »Auf uns, Stu. Mögen wir glückliche Tage erleben, stets zufrieden sein und keine Schmerzen im verlängerten Rücken haben.«
»Amen.« Sie stießen mit den Dosen an und tranken. Stu fand, dass ihm ein Schluck Bier noch nie so gut geschmeckt hatte.
»Sie machen nicht viele Worte«, sagte Bateman. »Ich hoffe, Sie sind nicht der Meinung, daß ich auf dem Grab der Welt tanze, sozusagen.«
»Nein«, sagte Stu.
»Ich hatte Vorurteile gegenüber der Welt«, sagte Bateman. »Das gebe ich offen zu. Die Welt im letzten Viertel des zwanzigsten Jahrhunderts hatte für mich soviel Charme wie ein achtzigjähriger Ma