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Mit Überwindung trank Fran die Brause leer.

»Und als sie gestorben waren und ich nichts dabei empfand, dachte ich zunächst, das war's de

Sie griff über den Tisch und nahm seine Hand. »Es ist nicht schlimm, so zu empfinden, Harold.«

»Bist du sicher?« Er sah sie wieder mit diesen großen, kindlichen Augen an.

»Ja.«

»Sind wir Freunde?«

»Ja.«

»Gott sei Dank«, sagte Harold. »Gott sei Dank.« Seine Hand lag schweißfeucht in ihrer, er schien es zu merken und zog sie widerwillig zurück. »Möchtest du noch Brause?« fragte er unterwürfig.

Sie lächelte ihr diplomatischstes Lächeln. »Vielleicht später«, sagte sie.

Sie .veranstalteten ein Picknick im Park: Erdnußbutter- und Marmeladenbrote, Hostess Twinkies und für jeden eine große Flasche Cola. Die Cola schmeckte gut, weil sie sie vorher im Ententeich gekühlt hatten.

»Ich habe mir überlegt, was ich machen kö

»Nein, ich bin satt.«

Ihr Twinkie verschwand mit einem Bissen in Harolds Mund. Seine verspätete Trauer hatte seinen Appetit nicht im geringsten beeinträchtigt, bemerkte Fra

»Was?«

»Ich habe mir überlegt, nach Vermont zu gehen«, sagte er unsicher.

»Möchtest du mitkommen?«

»Warum Vermont?«

»Dort ist ein Zentrum der Regierung für Seuchen und ansteckende Krankheiten, in einer Stadt namens Stovington. Es ist nicht so gross wie in Atlanta, aber dafür ein ganzes Stück näher. We

»Und warum sollten sie nicht auch gestorben sein?«

»Das wäre möglich, das wäre möglich«, sagte Harold leicht pikiert.

»Aber in einem Institut wie Stovington sind sie daran gewöhnt, sich mit ansteckenden Krankheiten zu beschäftigen, und treffen entsprechende Vorsichtsmaßnahmen. Und we

»Woher weißt du das alles, Harold ?« Sie sah ihn mit unverhohlener Bewunderung an, und Harold wurde rot vor Freude.

»Ich lese viel. Diese Institute sind ja nicht geheim. Was hältst du davon, Fran?«

Sie hielt es für eine ausgezeichnete Idee. Sie entsprach ihrem uneingestandenen Bedürfnis nach Struktur und Autorität. Der Einwand, daß alle in diesen Instituten tot sein kö

»Wir müssen uns eine Straßenkarte besorgen und feststellen, wie wir dort hinkommen - möglichst gestern«, sagte sie. Sein Gesicht strahlte. Sie dachte einen Augenblick, daß er sie küssen würde, und in diesem einzigen wunderbaren Augenblick hätte sie es wahrscheinlich gestattet, aber der Augenblick verstrich. Zurückblickend war sie sehr froh darüber.

Auf der Straßenkarte, wo alle Entfernungen auf Fingerlänge reduziert waren, sah es ganz einfach aus. US 1 zur I-95, von der I-95 zur US 302 nach Nordwesten durch die Städte des Seengebiets von Maine, auf derselben Straße durch den Schornstein von New Hampshire, da

»Wie weit ist es alles in allem?« fragte Fran. Harold nahm ein Lineal, maß und konsultierte den Maßstab.

»Du wirst es nicht glauben«, sagte er düster.

»Wie weit? Hundert Meilen?«

»Über dreihundert.«

»Mein Gott«, sagte Fran. »Das ist das Aus für meine Idee. Ich habe einmal gelesen, daß man durch einen Großteil der Neuenglandstaaten an einem einzigen Tag zu Fuß marschieren ka

»Das ist ein Trick«, sagte Harold mit seiner schulmeisterlichsten Stimme. »Es ist möglich, i

»Woher, um alles in der Welt, weißt du das de

»Aus dem Gui

»Harold«, sagte sie feierlich, »du bist ein Genie.«

Harold hustete und wurde rot, aber er freute sich. »Wir kö

»Das ka

»Oh, ich glaube, es wäre unklug, schnell zu fahren«, sagte Harold ernst. »Bei unübersichtlichen Kurven ka

»Nein, das stimmt. Aber bis morgen warten? Warum fahren wir nicht schon heute los?«

»Es ist schon nach zwei«, sagte er. »Wir würden nicht viel weiter als bis nach Wells kommen, und wir müssen uns einigermaßen ausrüsten. Das wäre hier in Ogunquit leichter, weil wir wissen, wo alles ist. Und wir brauchen natürlich Schußwaffen.«

Es war wirklich seltsam. Sobald er das sagte, mußte sie an das Baby denken. »Warum brauchen wir Schußwaffen?«

»Weil es keine Polizei und keine Gerichte mehr gibt und du eine Frau bist, noch dazu eine hübsche, und weil manche Leute... manche Mä

Er wurde so rot, daß es fast ins Purpurne ging.

Er spricht von Vergewaltigung, dachte sie. Vergewaltigung. Aber wie kö

»Gut«, sagte sie. »Schußwaffen. Aber bis Wells kö

»Ich will hier noch etwas anderes erledigen«, sagte Harold.

Unter dem Dach von Moses Richardsons Scheune war es sengend heiß. Als sie den Heuboden erreichten, lief ihr der Schweiß am Körper herab, aber als sie noch eine Treppe höher gestiegen waren, floß er in Strömen, färbte ihre Bluse dunkel und klebte sie an die Brüste.

»Glaubst du wirklich, daß es nötig ist, Harold?«

»Ich weiß nicht.« Harold trug einen Eimer mit weißer Farbe und einen breiten Pinsel, der noch in der schützenden Zellophanhülle steckte. »Aber die Scheune ist von der US 1 gut zu sehen, und die fahren die meisten, die hier vorbeikommen. Auf jeden Fall ka