Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 25 из 91

Ich bin beruhigt, obwohl ich ständig zweifle, ob ich alles richtig verstehe, de

Endlich sind wir am geeigneten Platz angelangt. Es wird Holz gesucht, und grüne Äste werden von einem Busch geschlagen. Sie werden auf dem sandigen Boden zu einer Art Bett gebüschelt. Da

Jetzt wohne ich zum ersten Mal der Zerlegung eines Tieres bei. Am Hals wird ein Schnitt gemacht, und während der Bruder am Fel zieht, entsteht eine Art Mulde, die sich sofort mit Blut füllt. Angeekelt schaue ich zu und wundere mich, als sich Lketinga tatsächlich über diese Blutlache beugt und mehrere Schlucke daraus schlürft. Sein Bruder macht dasselbe. Ich bin entsetzt, sage jedoch kein Wort.

Lachend zeigt Lketinga auf die Öffnung: „Cori

Verneinend schüttle ich den Kopf.

Da

Mein Appetit ist ganz und gar vergangen. Der Bruder zerteilt weiter, während mein Massai das Feuer geduldig anbläst. Nach einer Stunde ist es soweit, daß man die zerstückelten Fleischteile auf die zu einer Art Pyramide geformten Stecken legen ka

Das Ganze sieht ziemlich grausig aus, doch ich weiß, daß ich mich daran gewöhnen muß. Nach kurzer Zeit werden die Rippen vom Feuer geholt, und nach und nach wird der Rest der Ziege gegrillt. Lketinga schneidet mit seinem Buschmesser eine Hälfte der Rippen ab und streckt sie mir entgegen. Tapfer greife ich zu und knabbere an ihnen. Mit etwas Salz wäre es wahrscheinlich schmackhafter. Während ich Mühe habe, das zähe Fleisch von den Knochen zu beißen, schmatzen Lketinga und sein Bruder geübt und schnell. Die abgenagten Knochen fliegen nach hinten in den Busch, in dem es kurz darauf raschelt. Wer sich die Reste holt, weiß ich nicht. Aber we

Die beiden schneiden sich nun schichtweise durch das erste Hinterbein, wobei sie es immer wieder auf das Feuer zurücklegen, um es weiter durchzugrillen. Der Bruder fragt mich, ob es mir schmeckt. Ich antworte: „O yes, it's very good!“

und nage weiter. Schließlich muß ich ja auch mal etwas im Magen haben, we

Aber mein Magen ist vol. Ich mag einfach nicht mehr. Sie wollen es kaum glauben und meinen, ich sei noch keine richtige Samburu. „You take home and eat tomorrow“,

sagt Lketinga gutmütig. Nun sitze ich nur noch da und schaue ihnen zu, wie sie Kilo um Kilo verschlingen.

Als die beiden endlich satt sind, packen sie die restlichen Ziegenteile mit al en I

Ich trage mein „Frühstück“ nach Hause. Im Kral herrscht nächtliche Stil e. Wir kriechen in unsere Hütte, und Mama erhebt sich sofort von ihrer Schlafstelle. Die Mä

Der Bruder verläßt uns und bringt Fleisch zur Manyatta seiner Frau. Mama stochert in der Glut und bläst vorsichtig hinein, um das Feuer erneut zu entfachen.

Natürlich gelingt es nicht ohne Rauch, und ich huste wieder kräftig. Da

Während die beiden essen, kocht das Wasser für den Chai. Lketinga und ich trinken Tee. Mein Ziegenhinterbein hängt über meinem Kopf im Deckengeäst der Hütte. Kaum ist der einzige Topf vom Tee geleert, wirft Mama klein geschnittene Fleischstücke hinein und brät sie knusprig braun. Anschließend füllt sie diese in leere Kalebassen. Ich versuche zu erfahren, was sie macht. Lketinga erklärt, daß sie so das Fleisch mehrere Tage konserviert. Mama werde al e Reste kochen, sonst kämen morgen viele Frauen hierher, mit denen sie teilen müsse, und wir hätten wieder nichts. Der Ziegenkopf, der durch die Asche völlig schwarz ist, soll besonders gut sein, den bewahre sie für morgen auf.

Das Feuer ist heruntergebra

Das Meckern der Ziegen und ein seltsames Rauschen wecken mich am Morgen.

Ich spähe durch den Eingang und sehe Mamas Rock. Zwischen ihren Beinen ergießt sich ein rauschender Bach. Offensichtlich pinkeln die Frauen im Stehen, während die Mä

Als wir zurückkommen, sitzen in der Manyatta drei Frauen, die sofort die Hütte verlassen, als sie Lketinga und mich erblicken. Mama ist verärgert, weil anscheinend schon vorher andere da waren und sie nun kein Teepulver, keinen Zucker und keinen Tropfen Wasser mehr im Hause hat. Zur Gastfreundschaft gehört, daß jedem Besucher Tee oder zumindest eine Tasse Wasser angeboten wird. Alle fragten sie über die Weiße aus. Vorher sei sie nicht interessant gewesen, jetzt sollten sie sie auch in Ruhe lassen. Ich schlage Lketinga vor, in einem der Läden wenigstens Teepulver zu beschaffen. Bei unserer Rückkehr hocken mehrere alte Menschen vor der Manyatta im Schatten. Dabei zeigen sie unendliche Geduld. Stundenlang hocken sie da, warten und unterhalten sich, wohlwissend, daß die Mzungu auch mal essen wird und die Gastfreundschaft es nicht erlaubt, die Alten auszuschließen.

Lketinga will mir die Gegend zeigen, da er sich als Krieger nicht wohl fühlt unter so vielen verheirateten Frauen und älteren Mä