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»Aha«, sagte Grimm hochmütig. »Läuft nicht so gut, was?«
»Grimm! Du musst in den Burggraben springen und Max suchen. Adolphus ka
»Und außerdem habe ich Höhenangst«, fügte Adolphus fröhlich hinzu.
»Sieh zu, dass du ihn findest, bevor der Hecht ihn sich schnappt. Da
»Ach! Und das ist schon alles?«, sagte Grimm und zog die Nase kraus. »Bloß mal eben in die hechtverseuchten Fluten springen, einen kleinen orangefarbenen Frosch auftreiben und ihn vier Stockwerke hoch in Sicherheit bringen, ohne dabei zertrampelt zu werden. So läuft es jedes Mal, nicht wahr? Der gute alte Grimm eilt zu Hilfe. Schon ist er wieder unterwegs und riskiert Leib und Leben. Ist klar.«
De
»Gut«, sagte Olivia. »Hoffen wir, dass er Max findet und keiner von beiden vom Hecht gefressen wird. Jetzt müssen wir bloß noch dafür sorgen, dass ich mich wieder bewegen ka
Adolphus sprang fröhlich herum und suchte nach der Flasche.
»Grüne Flasche? Ja, ja, hol ich. Adolphus eilt zu Hilfe – jippie! Umkehr … mmh – Flasche, Zauber – äh – sehe ich nicht … Was für eine Farbe noch mal?«
Doch in diesem Moment knarrte die schwere Eichentür. Ein großer, grimmig schauender Ma
»Beim Zahn des Drachen! Was machst du in meinem Zimmer, junge Lady?«
»Äh, tut mir leid«, sagte Olivia und versuchte, sich irgendwie gerade hinzusetzen. »Ich wusste nicht, dass es Euer Zimmer ist, gnädiger Herr.«
»Genau! Tut uns leid, tut uns leid, tut uns leid«, sagte Adolphus, dem der gebieterisch wirkende Ma
Der Ma
»Nun«, sagte er schließlich. »Wie es aussieht, hat man dich verzaubert, junge Lady. Zuallererst sollte ich dich also wohl befreien.«
Mit den langen eleganten Fingern seiner rechten Hand machte er eine Geste und auf einmal ko
»Vielleicht sollte ich mich vorstellen. Ich bin Merlin und das ist mein Zimmer. Normalerweise schließe ich es ab. Ich bin etwas überrascht, dass du de
»Nein, Euer Lordschaft«, sagte Olivia. Merlin sah überhaupt nicht so aus, wie sie ihn sich vorgestellt hatte. We
»Aha. Also ist dein Bruder ein Zauberschüler«, sagte Merlin nachdenklich. »Und wer bist du?«
»Lady Olivia Pendragon. Und das ist Adolphus.«
»Erfreut, euch ke
»Ähm, also, er ist jetzt ein Frosch«, sagte Olivia unsicher.
»Er wurde in einen Frosch verwandelt?«, fragte Merlin. Seine Augenbrauen schossen in die Höhe.
»Also, nicht ganz«, sagte Olivia und rang die Hände. Wie viel sollte sie dem Zauberer erzählen? Sie sah zu seinen stechend grauen Augen auf und entschied, es am besten mit der Wahrheit zu versuchen. »Er hat einen Zauber erfunden, mit dem man Menschen in Frösche verwandeln ka
Zu ihrem Ärger war Olivia kurz davor, loszuheulen. Ihre Stimme bebte. Adolphus leckte tröstend ihre Hand. Olivia seufzte tief und schaute Merlin an. Er sah sehr nachdenklich aus in seinem großen Stuhl, das Ki
»Interessant«, murmelte er, eigentlich mehr zu sich selbst. »Natürlich sind die Pendragons alles in allem eine sehr magische Familie. So, so. Ich sollte den jungen Max ke
Er erhob sich, ging zum Fenster und sah auf das graue Wasser des Burggrabens hinab. »Wohlan –«
Ein lautes Klopfen unterbrach ihn und beinahe sofort wurde die Tür aufgerissen. Olivia verschlug es den Atem, als sie begriff, dass es der König war, der ins Zimmer gestürmt kam.
Artus war groß, hatte glattes, dunkles Haar und eine sorgenvolle, unglückliche Miene. Er warf ihr einen zerstreuten Blick zu und wandte sich da
»Merlin!«, platzte er heraus. »Der Prinz ist verschwunden! Wir haben sein ganzes Quartier durchsucht – Sir Gareth sucht jetzt in den restlichen Teilen der Burg – aber er ist einfach verschwunden! Wir dachten, er wäre bei seiner Mutter, seine Mutter dachte, er wäre bei seiner Amme – wie es scheint, hat ihn seit heute Morgen niemand gesehen!«
Merlin legte die Stirn in Falten. »Wer weiß davon?«
»Ich selbst, Sir Gareth und Ihr … Seine Mutter glaubt, er spielt mit den Jungs von Sir Gareth – und dabei muss es auch bleiben. We
»… gibt es Krieg«, sagte Merlin düster. »Wir müssen es für uns behalten. Wir dürfen keinen Alarm auslösen. Nicht mal die Wachen kö
Artus zog die Augenbrauen hoch. »Heute Abend, soweit ich weiß. Warum? Glaubt Ihr, wir brauchen ihre Hilfe?«
Merlin lachte kurz auf. »Ich hoffe nicht. Besser, ich finde den Prinzen, bevor sie eintrifft, mein König. Aber wir müssen uns beeilen.«
Artus nickte und verließ den Raum. Merlin wandte sich wieder Olivia zu. »Ich fürchte, du musst deinen Bruder allein suchen, kleine Lady. Viel Glück. Aber ich warne dich – du darfst niemandem erzählen, was du hier gehört hast. Diese Nachricht darf nicht an die falschen Ohren dringen. Also kein Wort!«
Er warf ihr einen strengen Blick zu, da
Einen Moment lang verharrte Olivia in Gedanken.
»Adolphus?«, sagte sie schließlich. »Weißt du noch? Hat Adrian nicht irgendwas über ein Balg gesagt, das sie aus der Burg schaffen müssten?«
Vorsicht, Verschwörung!
Max schwamm schneller, als er es einem kleinen Frosch zugetraut hätte. Leider schwamm der Hecht noch schneller. Nach nur ein paar Sekunden ko