Страница 19 из 19
»Wahrlich«, sagte sie mit ihrer honigsanften Stimme, »wir haben hier eine ganz erstaunliche Vielzahl von Talenten erlebt. Wundervolle Zauber von allen Teilnehmern. Wirklich wundervoll.«
Sie lächelte in die Runde, ehrlich, wie es schien. Doch als Max ihren Blick auf sich ruhen spürte, lief ihm ein Schauer über den Rücken und seine Nackenhaare stellten sich auf.
»Aber es ka
»Jetzt kommt’s«, raunte Max düster. Doch er lag falsch.
»Und doch wissen wir alle, glaube ich, auch ohne umfassendere magische Ke
Max war sprachlos. Er sah zu Lady Morgana auf. Sie lächelte zu ihm herab und diesmal schienen ihre Augen vor Wärme und Anerke
Ihre Verwandlung verblüffte ihn so sehr, dass er nicht mehr als ein Stammeln hervorbrachte, als das Publikum ihm zujubelte und Sir Bertram mit den Füßen trampelte. Er sah zu Olivia hinüber, die offenbar ebenso verblüfft war wie er selbst. Doch seine Schwester musterte Morgana aus zusammengekniffenen Augen. Sie misstraute ihr nach wie vor.
Lady Morgana nahm Max’ Hand, riss seinen Arm in die Höhe und gebot dem Publikum zu schweigen.
»Dieses Jahr möchte ich als Jurorin einen Sonderpreis verleihen«, verkündete sie mit überwältigender Freundlichkeit. »Max Pendragon, der verdiente Sieger, darf sechs Wochen in meiner Sommerschule für Zauberer auf Burg Gore verbringen. Er wird mein Ehrengast sein. Es wird mir große Freude bereiten, diesen talentierten jungen Ma
Nur Merlin, im Hintergrund, sah nachdenklich aus.
Max hielt seinen Pokal fest umklammert. Schon kamen Sir Bertram und Lady Griselda über die Burgwiese gelaufen, und er war immer noch ziemlich durcheinander. Seine Eltern lächelten und da
»Max, mein Schatz!«, sagte sie. »Das hast du großartig gemacht! Allem Anschein nach bist du nicht zum Ritter, sondern zum Zauberer geboren!«
Fragend sah Max seinen Vater an, der zu seiner Überraschung heftig nickte.
»Allerdings!«, dröhnte Sir Bertram. »Verdammt beeindruckender Zauber. Hat alle richtig von den Stühlen gehauen! Frosch – Ratte – Olivia! Obwohl – der Teil in der Mitte hat mir einen kleinen Schrecken eingejagt. Dachte schon, ich würde als Vater einer Ratte enden, was, Olivia?« Er lachte herzhaft, während Max versuchte, so auszusehen, als wäre das alles genauso geplant gewesen. »Die Sache ist, Max, Lady Morgana le Fay ist eine sehr mächtige Zauberin, die einen guten Zauber erke
Olivia jubelte und fiel Max um den Hals. »Du hast es geschafft, Max – du wirst ein Zauberer! Und ich werde jetzt ein Ritter!«
»Äh, also … Augenblick! Augenblick!«, sagte Sir Bertram schnell. »Zunächst einmal kö
Max rutschte das Herz in die Hose. Ihn beschlich eine fürchterliche Ahnung.
»Wir wollen einfach ganz sicher gehen, dass wir auch die richtige Entscheidung treffen, Max«, sagte Lady Griselda. »Und dazu ist ein bisschen mehr nötig als ein einziger guter Zauber. Lady Morganas Angebot ist eine erstklassige Gelegenheit – ihre Sommerschule für Zauberer ist im ganzen Königreich berühmt. Solltest du also mit einem guten Zeugnis von dort zurückkommen, werden wir jemanden suchen, der dich als Lehrling nimmt.«
»Wie man ein Schwert schwingt, musst du natürlich trotzdem lernen«, fügte Sir Bertram hinzu und tätschelte Max’ Schulter. »Man weiß ja nie, wa
Max tauschte einen Blick mit Olivia und zog eine Grimasse. Schwerter zu schwingen, kö
Max und Olivia lagen am Ufer des Burggrabens im Gras und genossen die Abendso
Es war ein glorreicher Tag gewesen.
Max hatte gerade den Zauberer-Nachwuchs-Wettbewerb gewo
Max kaute auf einem Grashalm herum. »Glaubst du, sie ist wirklich so böse?«, fragte er Olivia. »Ich fand sie sogar irgendwie nett, als sie mich zur Sommerschule eingeladen hat. Und der König vertraut ihr.«
Olivia schnaubte. »Machst du Witze? Die spielt doch bloß Theater. Bevor die aufhört böse zu sein, verzichtet ein Hecht auf kleine Frösche.«
Max seufzte. Genau genommen sah er es genauso. Jedes Mal, we
»Glaub bloß nicht, dass die sich ändern kö
Max setzte sich auf.
»Echt? Das würdet ihr tun?«
»Na klar komme ich mit«, sagte Grimm säuerlich. »Weiß gar nicht, wie du darauf kommst, ich kö
Max überlegte. Grimm in seiner Tunika oder der Satteltasche zu verstecken, wäre leicht. Aber Olivia und Adolphus?
»Das klappt nie«, seufzte er. »Papa würde euch nie gehen lassen.«
»Papa«, sagte Olivia mit einem Ausdruck äußerster Entschlossenheit, »wird nichts dagegen tun kö
Max musterte seine kleine Schwester. So aussichtslos es auch scheinen mochte, dachte er, wahrscheinlich würde es ihr sogar gelingen. Er grinste und fühlte sich plötzlich viel besser.
»Und vergiss nicht«, sagte Olivia, »wir haben immer noch den Froschzauber. Wir kö
»Au ja!«, rief Adolphus fröhlich dazwischen. »Bitte, ka
»Du bist ein Drache, Erbsenhirn«, stellte Grimm fest. »Lasst uns Adolphus bitte keine wichtige Aufgabe übertragen, ja? Sonst enden wir alle im Ententeich.«
Max grinste und legte sich wieder in die So