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Aber Salid schlug ihn nicht nieder. Statt dessen sagte er: »Ich weiß, wo das Mädchen ist.«

Professor Schneider sah auf die Uhr, schüttelte den Ärmel seines weißen Krankenhauskittels wieder herunter und trat mit einer entschlossenen Bewegung in den Aufzug. Fünfzehn Minuten, we

Er drückte den Aufzugknopf und wartete voller Ungeduld darauf, daß sich die Türen schlossen und die Kabine losfuhr. Er war nicht sofort zurück in sein Büro gegangen, sondern noch einmal hinunter ins Erdgeschoß gefahren – wie er sich selbst eingeredet hatte, um noch einmal mit dem Pförtner zu sprechen und sich davon zu überzeugen, daß alles in Ordnung war, in Wahrheit aber aus einem ganz anderen Grund. Nämlich dem, eine Zigarette zu rauchen. In der gesamten Klinik herrschte strengstes Rauchverbot – an das sich nicht einmal seine eigene Oberschwester hielt – , und Schneider hatte es sich zur Angewohnheit gemacht, ein-oder zweimal pro Nacht nach draußen zu gehen, um seinem Laster zu frönen. Die Zigarettehatte nicht geschmeckt, und die bittere Kälte hatte ein Übriges dazu getan, ihn rasch wieder nach dri

Er würde jetzt nach oben fahren und von diesem Alexander verlangen, daß er ihm reinen Wein einschenkte. Und diesmal würde er keinen Widerspruch dulden und auch keine Ausflüchte akzeptieren, ganz egal, von welcher Seite aus man ihn unter Druck setzte. Man muß Gott – und seinem Gewissen mehr gehorchen als den Menschen, sagte er sich. Oder war es nur, weil er sich wegen seiner Machtlosigkeit in diesem schäbigen Spiel verabscheute?

Der Aufzug hielt an. Schneider quetschte sich schräg durch die Türen, die plötzlich mit quälender Langsamkeit auseinanderzugleiten schienen, wandte sich rasch nach links und zog seinen Schlüsselbund aus derTasche, während er mit weit ausgreifenden Schritten den Korridor entlangeilte. Er ra

Er öffnete die Zwischentür, die zu dem Bereich der Klinik gehörte, den er vor drei Tagen – nach einem kurzen, aber äußerst hitzigen Telefongespräch – komplett hatte räumen lassen, ließ sie hinter sich wieder ins Schloß fallen und legte sich in Gedanken noch einmal ganz genau die Worte zurecht, mit denen er das Gespräch eröffnen würde. Sie waren wichtig, vielleicht entscheidend. Alexander war ein meisterhafter Rhetoriker. Aus allen Rededuellen, die sich Schneider bisher mit ihm geliefert hatte, war der Geistliche bisher stets als Sieger hervorgegangen. We

Schneider öffnete die Tür zum Vorzimmer, trat mit einem energischen Schritt hindurch

– und blieb wie angewurzelt wieder stehen.

Das Bild, das sich ihm bot, war so bizarr, daß es ihm im allerersten Moment schwerfiel, es als Wirklichkeit zu akzeptieren. Sein Vorzimmer hatte sich in die Kulisse eines amerikanischen Action-Krimis verwandelt.

Alexander und Joha

Schneider überwand endlich seinen Schrecken und eri

» Er … er hat ihn umgebracht«, stammelte Joha

»Wer?« fragte Schneider. Seine Finger glitten über Maria

»Er hat ihn einfach umgebracht«, stammelte Joha

Behutsam hob Schneider Maria

Das Gesicht des jüngeren war erstarrt, und es hatte die Farbe von Recycling-Papier angenommen. Sein Blick war wie geba

»Was ist passiert?« fragte Schneider.

»Er hat ihn getötet«, stammelte Joha

»Wer?« unterbrach ihn Schneider. Als Joha

»Ein… ein Ma

»Ein Ma

»Ich … ich weiß nicht«, antwortete Joha

Schneider bega

»Ist er noch hier?«

Eine halbe Sekunde lang hatte er fast Angst, Joha

»Er… er wollte zu Bre

Bre

Schneider stand auf, ging zum Schreibtisch und hob den Telefonhörer ab, um die Nummer der Polizei zu wählen.

Der Sturm hatte ihn wieder ausgespien, aber während er durch das tobende weiße Crescendo stapfte, war Weichster felsenfest davon überzeugt, daß dieses heulende Chaos ringsum das unwiderruflich Letzte sein würde, was er in seinem Leben hörte und sah. Er fürchtete sich nicht davor. Der Tod war eine Erlösung gegen das, was er dort dri