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Die sechs Mä
Das einzig Saubere an ihnen waren die Waffen: vier russische Kalaschnikows, ein amerikanisches Mr6 und Salids umgebautes G3-Gewehr, eine deutsche Präzisionswaffe, die er nachträglich mit einem selbstgebastelten, aber höchst effektiven Schalldämpfer und einem Nachtsichtgerät versehen hatte. Das war eine Eigenheit von Salid; eine der wenigen Schwächen, die er sich erlaubte: Er benutzte stets die Waffen derer, gegen die er kämpfte. We
»Sie kommen.«
Salid hob den Kopf, blinzelte aus rotgeränderten Augen nach Süden und griff da
»Meute an Leitwolf. Wiederholen.« Seine Stimme klang so, wie sein Gesicht aussah: Beides vergaß man nie wieder wirklich, we
»Sie kommen«, wiederho lte die Stimme aus dem Funkgerät. »Eine halbe Stunde zu früh, aber sie sind es. Sind gerade an mir vorbeigefahren. Sie fahren ziemlich schnell.«
Ein Stirnrunzeln erschien auf Salids Gesicht. Er mochte es überhaupt nicht, we
Er schaltete ab und ließ das Sprechgerät in der Jackentasche verschwinden. Seine Bewegung hatte die anderen aufsehen lassen, und sie mußten sowohl seine Worte als auch die andere Hälfte des Gespräches verstanden haben, die aus dem Funkgerät gekommen war. Trotzdem sahen sie ihn nur an, bis er eine Handbewegung machte. »Es geht los.«
Die Mä
Beinahe lautlos verließen sie den Platz, an dem sie die Nacht zugebracht hatten, ohne mehr Spuren als ein paar Abdrücke im feuchten Boden und die erloschene Feuerstelle zurückzulassen. Regen und Schnee würden dafür sorgen, daß niemand etwas damit anfangen ko
Sie bewegten sich ungefähr hundert Meter weit durch den verschneiten Wald, ehe Salid als erster den Weg erreichte und anhielt. Er griff in dieTasche, zog ein kleines Kästchen mit einer einzelnen roten Taste und einem ebenfalls rot leuchtenden Lämpchen heraus und drückte den Schalter.
Das Licht wurde grün. Die Granate war jetzt nicht mehr scharf. Aus eng zusammengekniffenen Augen spähte er den Weg hinab. Die Bäume standen hier besonders dicht. Regen und Schnee hatten die Äste schwer werden lassen, so daß sie sich wie die Kuppel eines grünweiß gefleckten Domes über dem Waldweg schlossen und das Licht fast vollständig wegfilterten. Wie immer nach einem heftigen Schneefall war es sehr still, so daß das Motorengeräusch des näher kommenden LKWs beinahe schon überdeutlich zu hören war, lange, ehe der Wagen selbst in Sicht kam. Er mußte noch weit hinter der nächsten Biegung des Weges sein.
Salid entsicherte sein Gewehr und ließ sich auf ein Knie sinken. Er bewegte ein paarmal das linke Bein, bis sein Knie eine flache Kuhle in den Schnee und den darunterliegenden Matsch gewühlt hatte, in der es sicher ruhte. Da
Ganz langsam kam das Motorengeräusch näher. Eine halbe Minute verging, da
Das G3 senkte sich um eine Winzigkeit. Salids Finger krümmte sich um den Abzug, fand den Druckpunkt und verharrte noch einmal. Als der Wagen noch zehn Meter entfernt war, zog er durch, zweimal hintereinander und so schnell, daß er kaum Zeit fand, den Gewehrlauf zwischen den beiden Schüssen um Millimeter zu schwenken. Das doppelte, leise Pfffhump der Schüsse ging vollkommen im Dröhnen des Motors unter.
Zwei oder drei Sekunden lang geschah gar nichts. Der Wagen grub sich einfach weiter auf wühlenden Rädern durch den Schlamm, wie ein stöhnendes Ungeheuer, das durch nichts zu stoppen war; da
Salid hob seine Waffe ein wenig. Der Lauf deutete jetzt auf einen der verschwommenen Schatten hinter der Windschutzscheibe. Er bewegte sich. Aus dem I