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Sie schwiegen eine Weile, da
Tschanz zögerte einen Augenblick, bevor er antwortete: »Gut, ich bin einverstanden.«
»Was wollen Sie nun tun, Tschanz?«
Der Gefragte trat zum Fenster: »Für heute hat sich Schmied ein G angezeichnet. Ich will nach Lamboing fahren und sehen, was ich herausfinde. Ich fahre um sieben, zur selben Zeit wie das Schmied auch immer getan hat, we
Er kehrte sich wieder um und fragte höflich, aber wie zum Scherz: »Fahren Sie mit, Kommissär?«
»Ja, Tschanz, ich fahre mit«, antwortete der unerwartet.
»Gut«, sagte Tschanz etwas verwirrt, de
In der Türe kehrte er sich noch einmal um: »Sie waren doch auch bei Frau Schönler, Kommissär Bärlach. Haben Sie de
»Nein, Tschanz«, sagte er endlich, »ich habe nichts gefunden. Sie kö
Um sieben Uhr fuhr Tschanz zu Bärlach in den Altenberg, wo der Kommissär seit dreiunddreißig in einem Hause an der Aare wohnte. Es regnete, und der schnelle Polizeiwagen kam in der Kurve bei der Nydeggbrücke ins Gleiten. Tschanz fing ihn jedoch gleich wieder auf. In der Altenbergstraße fuhr er langsam, de
»Die habe ich aus Konstantinopel mitgebracht«, kam nun eine ruhige Stimme vom Diwan her, und Bärlach erhob sich.
»Sie sehen, Tschanz, ich bin schon im Mantel. Wir kö
»Entschuldigen Sie mich«, sagte der Angeredete immer noch überrascht, »Sie schliefen und haben mein Kommen nicht gehört. Ich habe keine Klingel an der Haustüre gefunden.«
»Ich habe keine Klingel. Ich brauche sie nicht; die Haustüre ist nie geschlossen.«
»Auch we
»Auch we
Tschanz lachte und nahm die Schlange aus Konstantinopel in die Hand.
»Mit der bin ich einmal fast getötet worden«, bemerkte der Kommissär etwas spöttisch, und Tschanz erka
»Seid klug wie die Schlangen«, sagte er und musterte Tschanz lange und nachdenklich. Da
»Ist es de
»Ja, es ist so schlimm«, entgegnete der Kommissär kaltblütig.
»Sie sollten zu Hause bleiben, Herr Bärlach, es ist kaltes Wetter und es regnet.«
Bärlach schaute Tschanz aufs neue an und lachte: »Unsi
Wie sie nun im Wagen saßen und über die Nydeggbrücke fuhren, sagte Bärlach: »Warum fahren Sie nicht über den Aargauerstalden nach Zollikofen, Tschanz, das ist doch näher als durch die Stadt?«
»Weil ich nicht über Zollikofen-Biel nach Twa
»Das ist eine ungewöhnliche Route, Tschanz.«
»Eine gar nicht so ungewöhnliche, Kommissär.«
Sie schwiegen wieder. Die Lichter der Stadt glitten an ihnen vorbei. Aber wie sie nach Bethlehem kamen, fragte Tschanz:
»Sind Sie schon einmal mit Schmied gefahren?«
»Ja, öfters. Er war ein vorsichtiger Fahrer.« Und Bärlach blickte nachdenklich auf den Geschwindigkeitsmesser, der fast Hundertzehn zeigte.
Tschanz mäßigte die Geschwindigkeit ein wenig. »Ich bin einmal mit Schmied gefahren, langsam wie der Teufel, und ich eri
»Er na
»Charon ist ein Name aus der griechischen Sage, nicht wahr?«
»Charon fuhr die Toten in die Unterwelt hinüber, Tschanz.«
»Schmied hatte reiche Eltern und durfte das Gymnasium besuchen. Das ko
Bärlach steckte die Hände in die Manteltaschen und blickte von neuem auf den Geschwindigkeitsmesser. »Ja, Tschanz«, sagte er, »Schmied war gebildet, ko
Kurz nach Gümmenen, bei einer Tankstelle, hielt der Wagen jäh an. Ein Ma
»Polizei«, sagte Tschanz. »Wir müssen eine Auskunft haben.«
Sie sahen undeutlich ein neugieriges und etwas erschrockenes Gesicht, das sich in den Wagen beugte.
»Hat bei Ihnen ein Autofahrer vor zwei Tagen angehalten, der seinen Wagen den blauen Charon na
Der Ma
An der Tankstelle von Kerzers wußte man auch nichts.
Bärlach brummte: »Was Sie treiben, hat keinen Si
Bei Erlach hatte Tschanz Glück. So einer sei am Mittwochabend dagewesen, erklärte man ihm.
»Sehen Sie«, meinte Tschanz, wie sie bei Landeron in die Straße Neuenburg-Biel einbogen, »jetzt wissen wir, daß Schmied am Mittwochabend über Kerzers-Ins gefahren ist.«
»Sind Sie sicher?« fragte der Kommissär.
»Ich habe Ihnen den lückenlosen Beweis geliefert.«
»Ja, der Beweis ist lückenlos. Aber was nützt Ihnen das, Tschanz?« wollte Bärlach wissen.
»Das ist nun eben so. Alles, was wir wissen, hilft uns weiter«, gab der zur Antwort.
»Da haben Sie wieder einmal recht«, sagte darauf der Alte und spähte nach dem Bielersee. Es regnete nicht mehr. Nach Neuveville kam der See aus den Nebelfetzen zum Vorschein. Sie fuhren in Ligerz ein. Tschanz fuhr langsam und suchte die Abzweigung nach Lamboing.
Nun kletterte der Wagen die Weinberge hinauf. Bärlach öffnete das Fenster und blickte auf den See hinunter. Über der Petersinsel standen einige Sterne. Im Wasser spiegelten sich die Lichter, und über den See raste ein Motorboot. Spät um diese Jahreszeit, dachte Bärlach. Vor ihnen in der Tiefe lag Twa
Sie nahmen eine Kurve und fuhren nun gegen den Wald, den sie vor sich in der Nacht ahnten. Tschanz schien etwas unsicher und meinte, vielleicht gehe dieser Weg nur nach Schernelz. Als ihnen ein Ma