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»Wie Sie das wieder gemacht haben, Herr Kommissär!« staunte Clenin.
»Das ist nur Zufall«, sagte Bärlach, und sie gingen nach Twa
Der neue Twa
»Schon, schon«, brummte Bärlach und meinte, er liebe die Ärzte noch weniger als die moderne wissenschaftliche Kriminalistik.
In seinem Bureau ging es ihm besser. Er setzte sich hinter den Schreibtisch und holte die eingeschlossene Mappe des Toten hervor.
Bärlach war noch immer in die Mappe vertieft, als sich um zehn Uhr Tschanz bei ihm meldete, der schon am Vortage spät nachts aus seinen Ferien heimgekehrt war.
Bärlach fuhr zusammen, de
»Es ist gut, daß Sie da sind, Tschanz«, sagte Bärlach. »Wir müssen den Fall Schmied besprechen. Sie sollen ihn der Hauptsache nach übernehmen, ich bin nicht so gesund.«
»Ja«, sagte Tschanz, »ich weiß Bescheid.«
Tschanz setzte sich, nachdem er den Stuhl an Bärlachs Schreibtisch gerückt hatte, auf den er nun den linken Arm legte. Auf dem Schreibtisch war die Mappe Schmieds aufgeschlagen.
Bärlach lehnte sich in seinen Sessel zurück. »Ihnen ka
Tschanz wandte seinen Kopf langsam Bärlach zu, de
Bärlach sah es ihm an, daß er nicht überzeugt war.
»Wir wissen nicht viel über seinen Tod«, fuhr der Kommissär fort, »diese Kugel, das ist alles«, und damit legte er die Kugel auf den Tisch, die er in Twa
»Die kommt aus einem Armeerevolver«, sagte er und gab die Kugel wieder zurück.
Bärlach klappte die Mappe auf seinem Schreibtisch zu: »Vor allem wissen wir nicht, was Schmied in Twa
Tschanz hörte auf das, was Bärlach sagte, nur halb hin, legte ein Bein über das andere und bemerkte: »Wir wissen nur, wie Schmied ermordet wurde.«
»Wie wollen Sie das nun wieder wissen?« fragte der Kommissär nicht ohne Überraschung nach einer Pause.
»Schmieds Wagen hat das Steuer links, und Sie haben die Kugel am linken Straßenrand gefunden, vom Wagen aus gesehen; da
Bärlach überlegte sich das noch einmal und sagte da
Tschanz gab zu bedenken, daß Schmied unter seinem Mantel einen Gesellschaftsanzug getragen habe.
»Das wußte ich ja gar nicht«, sagte Bärlach.
»Ja, haben Sie de
»Nein, ich liebe Tote nicht.«
»Aber es stand doch auch im Protokoll.«
»Ich liebe Protokolle noch weniger.«
Tschanz schwieg.
Bärlach jedoch konstatierte: »Das macht den Fall nur noch komplizierter. Was wollte Schmied mit einem Gesellschaftsanzug in der Twa
Das mache den Fall vielleicht einfacher, antwortete Tschanz; es wohnten in der Gegend von Lamboing sicher nicht viele Leute, die in der Lage seien, Gesellschaften zu geben, an denen man einen Frack trage.
Er zog einen kleinen Taschenkalender hervor und erklärte, daß dies Schmieds Kalender sei.
»Ich ke
Tschanz widersprach: »Schmied hat sich für Mittwoch den zweiten November ein G notiert. An diesem Tage ist er kurz vor Mitternacht ermordet worden, wie der Gerichtsmediziner meint. Ein weiteres G steht am Mittwoch, dem sechsundzwanzigsten, und wieder am Dienstag dem achtzehnten Oktober.«
»G ka
»Ein Fraue
»Von der weiß ich auch nichts«, gab der Kommissär zu; und wie er sah, daß Tschanz über seine Unke
Der sagte höflich: »Natürlich«, schüttelte den Kopf und lachte: »Was Sie doch für ein Mensch sind, Kommissär Bärlach.«
Bärlach sprach ganz ernsthaft: »Ich bin ein großer alter schwarzer Kater, der gern Mäuse frißt.«
Tschanz wußte nicht recht, was er darauf erwidern sollte, und erklärte endlich: »An den Tagen, die mit G bezeichnet sind, hat Schmied jedesmal den Frack angezogen und ist mit seinem Mercedes davongefahren.«
»Woher wissen Sie das wieder?«
»Von Frau Schönler.«
»So so«, antwortete Bärlach und schwieg. Aber da
Tschanz schaute dem Kommissär aufmerksam ins Gesicht, zündete sich eine Zigarette an und sagte zögernd: »Herr Doktor Lutz sagte mir, Sie hätten einen bestimmten Verdacht.«
»Ja, den habe ich, Tschanz.«
»Da ich nun Ihr Stellvertreter in der Mordsache Schmied geworden bin, wäre es nicht vielleicht besser, we
»Sehen Sie«, antwortete Bärlach langsam, ebenso sorgfältig jedes Wort überlegend wie Tschanz, »mein Verdacht ist nicht ein kriminalistisch wissenschaftlicher Verdacht. Ich habe keine Gründe, die ihn rechtfertigen. Sie haben gesehen, wie wenig ich weiß. Ich habe eigentlich nur eine Idee, wer als Mörder in Betracht kommen kö
»Wie meinen Sie das, Kommissär?« fragte Tschanz.
Bärlach lächelte: »Nun, ich muß warten, bis die Indizien zum Vorschein gekommen sind, die seine Verhaftung rechtfertigen.«
»We
»Vor allem müssen wir objektiv bleiben. Das gilt für mich, der ich einen Verdacht habe, und für Sie, der den Fall zur Hauptsache untersuchen wird. Ob sich mein Verdacht bestätigt, weiß ich nicht. Ich warte Ihre Untersuchung ab. Sie haben Schmieds Mörder festzustellen, ohne Rücksicht darauf, daß ich einen bestimmten Verdacht habe. We