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Bärlach ging zur Türe: »Hin und wieder werde ich einen Beamten schicken oder selber kommen. Schmied hat noch wichtige Dokumente hier, die wir vielleicht brauchen.«

»Werde ich von Herrn Schmied eine Postkarte aus dem Ausland erhalten?« wollte Frau Schönler noch wissen. »Mein Sohn sammelt Briefmarken.«

Aber Bärlach runzelte die Stirne und bedauerte, indem er Frau Schönler nachdenklich ansah: »Wohl kaum, de

Da schlug Frau Schönler aufs neue die Hände über dem Kopf zusammen und meinte verzweifelt: »Was die Polizei nicht alles verbietet!«

Bärlach ging und war froh, aus dem Hause hinaus zu sein.

Tief in Gedanken versunken, aß er gegen seine Gewohnheit nicht in der Schmiedstube, sondern im Du Théâtre zu Mittag, aufmerksam in der Mappe blätternd und lesend, die er von Schmieds Zimmer geholt hatte, und kehrte da

Dr. Lucius Lutz empfing Bärlach nervös, da seiner Meinung nach noch nichts unternommen worden war, und wies ihm einen bequemen Sessel in der Nähe seines Schreibtisches an.

»Noch nichts aus Biel?« fragte Bärlach.

»Noch nichts«, antwortete Lutz.

»Merkwürdig«, sagte Bärlach, »dabei arbeiten die dochwie wild.«

Bärlach setzte sich und sah flüchtig nach den Traffelet-Bildern, die an den Wänden hingen, farbige Federzeichnungen, auf denen bald mit und bald ohne General unter einer großen flatternden Fahne Soldaten entweder von links nach rechts oder von rechts nach links marschierten.

»Es ist«, bega

»Beruhigen Sie sich, Doktor Lutz«, antwortete Bärlach, »unsere Dorfpolizei ist ihrer Aufgabe sicher ebenso sehr gewachsen wie die Polizei von Chicago, und wir werden schon noch herausfinden, wer den Schmied getötet hat.«

»Haben Sie irgendwen im Verdacht, Kommissär Bärlach?«

Bärlach sah Lutz lange an und sagte endlich: »Ja, ich habe irgendwen im Verdacht, Doktor Lutz.«

»Wen de

»Das ka

»Nun, das ist ja interessant«, sagte Lutz, »ich weiß, daß Sie immer bereit sind, Kommissär Bärlach, einen Fehlgriff gegen die großen Erke

Gewiß, das tue er ja auch, antwortete Bärlach.

Da

An der Wand tickte eine Uhr.

Bärlach legte seine linke Hand sorgfältig auf den Magen und drückte mit der rechten die Zigarre im Aschenbecher aus, den ihm Lutz hingestellt hatte. Er sei, sagte er, seit längerer Zeit nicht mehr so ganz gesund, der Arzt wenigstens mache ein langes Gesicht. Er leide oft an Magenbeschwerden, und er bitte deshalb Doktor Lutz, ihm einen Stellvertreter in der Mordsache Schmied beizugeben, der das Hauptsächliche ausführen kö

»Tschanz«, sagte Bärlach. »Er ist zwar noch in den Ferien im Berner Oberland, aber man ka

Lutz entgegnete: »Ich bin mit ihm einverstanden. Tschanz ist ein Ma

Da

Plötzlich überkam ihn eine unbändige Lust, mit Bärlach über den Wert der modernen wissenschaftlichen Kriminalistik zu disputieren. Er wandte sich um, aber Bärlach war schon gegangen.

We

Bärlach verwunderte sich über den Namen Lamboing. »Lamlingen heißt das auf deutsch«, klärte ihn Clenin auf.

»So, so«, meinte Bärlach, »das ist schöner.«

Sie kamen zum Tatort. Die Straßenseite zu ihrer Rechten lag gegen Twa

»Wo war der Wagen, Clenin?«

»Hier«, antwortete der Polizist und zeigte auf die Straße, »fast in der Straßenmitte«, und, da Bärlach kaum hinschaute: »Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte den Wagen mit dem Toten noch hier stehenlassen.«

»Wieso?« sagte Bärlach und schaute die Jurafelsen empor. »Tote schafft man so schnell als möglich fort, die haben nichts mehr unter uns zu suchen. Sie haben schon recht getan, den Schmied nach Biel zu führen.«

Bärlach trat an den Straßenrand und sah nach Twa

»Hat man de

»Man hat nichts gehört als den Motor die Nacht durch laufen, aber man hat nichts Schlimmes dabei gedacht.«

»Natürlich, wie sollte man auch.«

Er sah wieder auf die Rebberge. »Wie ist der Wein dieses Jahr, Clenin?«

»Gut. Wir kö

»Das ist wahr, ein Glas Neuen möchte ich jetzt gerne trinken.«

Und er stieß mit seinem rechten Fuß auf etwas Hartes. Er bückte sich und hielt ein vorne breitgedrücktes, längliches, kleines Metallstück zwischen den hageren Fingern. Clenin und Blatter sahen neugierig hin.

»Eine Revolverkugel«, sagte Blatter.