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Nein! Ich sah und hörte das, was seine Peitsche sah und hörte!
Ich wunderte mich nicht besonders darüber, de
»Letztendlich, was bringt die Entführung der Peitsche?«, fragte jemand anderes. »Ich tendiere dazu, dass Stasj Recht hat… in diesem Punkt. Achtzehn Peitschen der betreffenden Modifikation gingen verloren. In drei Fällen wissen wir mit Sicherheit, dass sie in die Hände asozialer Elemente fielen. Sogar we
Einer, der an der Tischmitte gegenüber Stasj saß, äußerte leise, aber nachdrücklich: »Da
Es wurde still. Jemand erhob sich.
Stasj ergriff erneut das Wort: »Warum sollten wir nicht alles beim Alten belassen?«
»Die Peitsche.«
»Im jetzigen Zustand ist es keine Waffe.«
»Stasj, Sie wissen genau, wie einfach es ist, ihr das Kampfpotenzial zurückzugeben.«
»Tikkirej wird das nicht tun. Trotz seiner Jugend besitzt er Verantwortungsgefühl. Das Leben auf Karijer…«
»Stasj, egal wie, wir haben kein Recht dazu, die Waffe einem Menschen zu übertragen. Weder einem Kind noch einem Erwachsenen.«
»Ihm die Peitsche, die sich ihm angeschlossen hat, wegzunehmen bedeutet, die Waffe zu zerstören. Ohne Meister ka
Recht lange erfolgte keine Erwiderung. Ich erblickte ein unscharfes Bild, da
Ich erstarrte vor Schreck. Riss meine Augen auf und verließ die virtuelle Realität, als ob das jetzt noch etwas ändern kö
Und ich erblickte den vor mir hockenden und traurig schauenden betagten Ma
Er war ein Mulatte, kurz geschoren, ich hatte ihn noch nie gesehen, aber er hatte etwas von Stasj an sich. Auch ein Phag.
»Du brauchst keine Angst vor mir zu haben«, sagte der Mulatte leise und melodiös.
Ich nickte.
»Ka
»Nein.« Ich schüttelte den Kopf.
»Du besitzt eine bemerkenswerte Gabe, in Fettnäpfchen zu treten, Tikkirej.« Er legte mir seine Hand auf die Schulter. »Gehen wir, Kleiner. Es gibt keinen Grund, dich jetzt noch hier sitzen zu lassen, stimmt’s?«
Ich antwortete nicht, sondern schlich hinter ihm her, ganz wie zu einer Hinrichtung.
Eigenartigerweise verspürte ich keine Furcht.
Die Fahrt im Fahrstuhl dauerte vielleicht eine halbe Minute. Wir kamen in demselben Saal an, den ich vor kurzem in der virtuellen Realität gesehen hatte. Ich suchte Stasj mit meinem Blick — und ra
Ich schaute auf die Phagen.
Alles war leicht abgeändert. In der Luft hing ein leichtes Flimmern wie über einer Asphaltstraße an einem heißen Tag. Tisch und Zimmer erka
»Erschrick nicht, Tikkirej«, sagte der, mit dem Stasj diskutiert hatte. Sicher war er einer der Obersten bei den Phagen. »Du musst unsere Gesichter nicht sehen.«
»Ist gut«, sagte ich. »Und ich habe keine Angst. Ist das wegen der Hypnose?«
»Ja. Du brauchst wirklich keine Angst zu haben. Du bist dir darüber im Klaren, was gerade vor sich geht?«
»Ja. Sie entscheiden, was aus mir wird.«
»Möchtest du uns irgendetwas sagen?«
Ich schwieg und versuchte, überzeugende Worte zu finden. Es fiel mir nichts Besonderes ein.
»Es tut mir leid, was passiert ist«, äußerte ich mich endlich. »Aber ich bin kein Spion. Und die Peitsche habe ich deshalb genommen, weil sie sich mir angeschlossen hat. Sie hat mir leidgetan… Sie lebt doch.«
»Tikkirej, wir befinden uns in einer äußerst schwierigen Lage. Es geht nicht einmal darum, dass du etwas streng Geheimes erfahren hättest. Glücklicherweise ist das nicht der Fall. Aber wir kö
»Ich bin kein Neugeborenes«, erwiderte ich beleidigt.
»Du hast mich nicht verstanden«, erklärte der hinter der Luftspiegelung versteckte Phag geduldig. »Die Fähigkeit, eine Peitsche zu beherrschen, ist nicht nur eine schwierige Kunst. Die Peitsche reagiert auf alle deine Wünsche, sogar auf die unbewussten. We
Ich biss mir auf die Lippen und nickte.
»Tikkirej, bist du damit einverstanden, die Peitsche zurückzugeben?«
»Wird sie da
»Ja. Eine Peitsche schließt sich kein zweites Mal jemandem an. Das ist einer der Verteidigungsmechanismen.«
Ich umfasste mit der linken Hand meine rechte und streichelte die Schlange durch die Kleidung. Da
Die Phagen schwiegen. Da
»Aber man kö
»Nein«, antwortete Stasj, »die ganze Tragik, mein Junge, besteht darin, dass es einige Regeln gibt, die wir Phagen unbedingt beachten müssen. Wir sind genetisch dazu bestimmt, sie einzuhalten: — Ein Phag darf niemals sein Wort brechen. — Ein Phag darf seine Fähigkeiten niemals zur Erringung
persönlicher Macht benutzen. — Ein Phag darf niemals die Treue gegenüber der gesetzmäßig
herrschenden Regierung der Menschheit brechen. — Ein Phag darf einer Zivilperson keine besonders gefährlichen
Ausrüstungsgegenstände übergeben… Dazu gehört auch eine
Plasmapeitsche.«
Beinahe hätte ich angefangen zu lachen. »Aber das ist doch idiotisch! Die Armee hat viel schrecklichere Waffen! Und irgendein Offizier, der wirklich kein Phag ist, ka
»Du hast Recht«, stimmte Stasj zu. »Aber wir kö
Ich blickte auf die am Tisch Sitzenden. Mir schien, dass ich hinter den verschwommenen Abbildern die Gesichtsausdrücke erraten ko
»Sie sind doch erwachsene Menschen«, versuchte ich sie zu überzeugen, »intelligent und wohlwollend. Es ka