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Aber der Kapitän ging nicht weg.
»Peinlich?«, wollte er wissen.
Unwillkürlich nickte ich, obwohl das schwer ist, we
»Ist schon gut, das ka
»Verzeihen Sie mir…«, flüsterte ich.
»Erzähl mir lieber von deinem Leben, Tikkirej vom Raumschiff Kljasma.«
»Ich bin nicht von der Kljasma, ich bin nur zwei Wochen da mitgeflogen.«
»Als Modul, hast du schon gesagt. Erzähl mal, wie du da hineingeraten bist und dich wieder herausgewunden hast.«
Ich setzte mich auf das Bett. Die Spritze tat, ehrlich gesagt, gehörig weh, aber ich ließ mir nichts anmerken. Kapitän Stasj sah mich lächelnd an.
Vielleicht fühlen das alle, vielleicht nur einige, aber ich wusste immer, ob sich ein Mensch wirklich für mich interessiert oder ob er sich nur aus Höflichkeit mit mir beschäftigt. Unsere Psychologielehrerin, bei der es immer interessant war, erklärte, dass es sich beim Erspüren der Stimmung eines Gesprächspartners um eine kompensatorische Verteidigungsfähigkeit der kindlichen Psyche handeln würde. Mit zunehmendem Alter verliere sich diese bei fast allen.
Für Kapitän Stasj war es interessant. Der Kapitän der Kljasma, dessen Namen ich nicht einmal ka
Aber Stasj wollte sich mit mir unterhalten, obwohl er ziemlich sauer war, dass ich ihn so zeitig geweckt hatte.
Und ich bega
Als ich Stasj das verfassungsmäßige Sterberecht eines jeden Bürgers erklärte, fluchte er, nahm eine Zigarette und bega
Bis zum Ende meines Berichts rauchte Stasj drei Zigaretten. Es sah so aus, als hätte ihn meine Erzählung sehr stark mitgenommen.
»Weißt du, Tikkirej, anfangs dachte ich, dass es eine Falle wäre«, sagte er endlich.
»Was für eine Falle?«
»Dein Anruf. Wegen der Beulenpest. Es war klar, dass du keine Pest hast — die Pupillen waren nicht geweitet, du hattest keinen Ausschlag über den Augenbrauen… also, Angst vor Ansteckung hatte ich nicht. Und wieso hast du einen Unbeka
»Ich dachte mir, dass Sie als Raumschiffkapitän…«
Stasj nickte. »Ja, natürlich. Aber das alles ähnelte sehr einer Falle oder einer Provokation. Ist schon gut, Tikkirej, lassen wir das. Es sieht ganz danach aus, als ob ich nach den letzten Tagen ziemlich ausgepowert bin und jetzt Angst vor meinem eigenen Schatten habe. Sag, was hast du nun vor?«
Interessant, wer, und warum, sollte dem Kapitän eines Raumschiffs eine Falle stellen? Ich hatte davon noch nie gehört, entschied mich aber, nicht zu fragen.
»Ich werde auf meine Aufenthaltsgenehmigung warten.«
Er nickte.
»Wissen Sie«, erläuterte ich, »we
»Welchen hast du?«
»Kreativ-Gigabit.«
»Chipversion?«
»Eins null eins.«
»Tja…«, Stasj lächelte, »in eurem Schlange
»Ist das die Wahrheit?«
»Die absolute Wahrheit. Ich bin dagegen, den Schrott jedes Jahr auszuwechseln. Aber auf eine bevorzugte Bearbeitung deines Antrags würde ich nicht eben setzen, Tikkirej.«
»Aber was soll ich machen, Kapitän Stasj?«
Irgendwie spürte ich, dass ich ihm gegenüber völlig offen sein und um Rat fragen ko
»Ich überlege, Tikkirej. Ich würde dir gern helfen, weiß aber im Augenblick noch nicht, wie sich meine eigenen Sachen entwickeln.« Er lächelte. »Hat sich das Jucken gelegt?«
Überrascht stellte ich fest, dass es wirklich aufgehört hatte.
»Ja!«
»Gut. Ich muss jetzt los, Tikkirej. We
Ich lehnte natürlich nicht ab. Ich musste jetzt eisern sparen. Nach einer Stunde, Kapitän Stasj hatte das Motel bereits in eigener Sache verlassen, saß ich mit einer Tasse Kaffee auf der offenen Terrasse des Restaurants und beobachtete den So
Und zudem gab es keine Kuppel über dem Kopf…
Den eigentlichen So
Es war aber trotzdem beeindruckend, wie der Himmel hell wurde, sich von Schwarz in Tiefblau färbte, wie die Sterne verblassten — alle außer den zwei, drei hellsten, die auch tagsüber zu sehen waren, we
Ab und an flogen Linienflugzeuge oder winzige Flyer in großer Höhe vorüber. Raumschiffe starteten mindestens einmal pro halbe Stunde. Ich hatte mich noch niemals so wohl gefühlt. Und die Hauptsache war, dass ich jetzt endgültig davon überzeugt war, dass ich immer und überall guten Menschen begegnen würde. Solchen, wie der Ma
Wie sollte ich da nicht mit meinen Problemen fertig werden?
»He, ka
Ich wandte mich um und erblickte einen Jungen meines Alters, vielleicht etwas älter. Er stand da mit irgendeinem Getränk und schaute mich recht unfreundlich an.
»Na sicher, setz dich.« Ich rückte sogar etwas meinen Stuhl, um ihm am Tisch Platz zu schaffen.
»Hier ist der beste Platz, um den So
»Ja. Das ist also dein Platz?«
»Meiner. Okay, bleib sitzen, ich habe ihn ja nicht gepachtet.«
Wir beäugten uns vorsichtig. Bei Erwachsenen ist es einfach, herauszufinden, ob sie gut oder schlecht sind. Er jedoch war mein Altersgenosse und ähnelte überhaupt keinem meiner Freunde. Er war dunkel, dü
Seine Frisur war sehr eigenartig, seitlich verschoben, sodass der Neuroshunt über dem rechten Ohr unbedeckt war. Bei uns war es umgekehrt: Alle verdeckten den Shunt mit den Haaren. Er trug einen weißen Anzug, als ob er gerade auf dem Weg ins Theater oder zu einer Versammlung wäre.
»Wie heißt du?«, fragte der Junge.
»Tikkirej. Oder Tik, oder manchmal Kir. Aber das ist für Freunde.«
Er dachte einen Moment lang nach.
Da
»Kapiert.«
Wir verstummten. Die Kellnerin ahnte, dass wir nichts mehr bestellen würden und verschwand in den Tiefen des Restaurants.
»Kommst du von hier?«, wollte Lion wissen.
»Nein, ich bin erst gestern gelandet. Ich komme vom Karijer. Das ist ein Erzplanet.«
Lion sagte lächelnd: »Und ich bin schon seit einer Woche hier. Wir kommen von Service-7, das ist eigentlich gar kein Planet, sondern eine Raumstation im offenen intergalaktischen Raum. Dort gibt es eine bequeme Zeittu