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Ich will nicht sterben!, dachte ich. Ausgerechnet jetzt, wo alles so gut läuft! Wo ich auf einen Planeten gekommen bin, der der schönste im ganzen Universum ist! Wo ich sogar eine gute Freundin gefunden habe! Wo mein Antrag auf Zuerke
Warum musste es so kommen? Warum?
Habe ich mich irgendwie schuldig gemacht? We
Ich ging erst aus der Dusche, als ich völlig durchgefroren war. Erneut schaute ich mich im Spiegel an, als ob das Wasser den Ausschlag hätte wegspülen kö
Er war natürlich nicht verschwunden, erschien sogar noch ausgeprägter, da meine Haut blass vor Kälte war.
Ich werde sterben. Und werde alle im Umkreis anstecken. Weil ich keinen Arzt rufen und nicht in die Isolierstation gesteckt werden will. Ich habe doch mein ganzes Leben unter Kuppeln verbracht und lag zwei Wochen in der »Flasche«. Ich will nicht!
Aber we
Sterben werden sowohl der selbstzufriedene Halfling als auch der Taxifahrer, der kein Trinkgeld von mir nahm, die Wachmä
Alles wegen mir.
Meine Eltern wollten doch auch leben. Sie hätten gemeinsam mit mir die Kuppel verlassen kö
Und nun stellt sich heraus, dass wegen ihres Opfers ein ganzer Planet aussterben wird.
Weil ich ein Feigling und Egoist bin. Ich möchte nicht einmal einen Arzt rufen, will nicht in einer Zelle sterben…
Ich schaffte es, mich abzutrocknen, sehr vorsichtig, da die Haut unerträglich juckte. Zog Jeans an und setzte mich ans Terminal. Ich schaltete es ein und suchte bei den Hoteldienstleistungen den Notarzt.
Es gab hier keinen Arzt. Man wurde an den städtischen Dienst verwiesen, aber davor graute mir.
Daraufhin ging ich die Liste der Motelgäste durch, die ihre Daten freigegeben hatten. Hier erschien auch der Halfling — er hatte einen außerordentlich schwierigen und langen Namen -, eine Familie »Graf Petrow«, Touristen, Geschäftsreisende und Sportler, die zu einem Quadroballturnier angereist waren. Ärzte fand ich nicht.
Dafür gab es einen Menschen namens Stasj, der in der Spalte »Beruf« als »Raumschiffkapitän« geführt wurde.
Ein Kapitän sollte die ganze Gefahr der Situation erke
Ich wählte seine Nummer. Es war fünf Uhr morgens, draußen war es noch ganz dunkel, aber das war jetzt egal…
Der Kapitän meldete sich schnell. Auf dem Bildschirm erschienen ein halbdunkles Zimmer, ähnlich dem meinen, und ein hellhaariger Mensch von etwa vierzig Jahren. Er ähnelte irgendwie Glebs Vater. Als er mich erblickte, verzog der Kapitän das Gesicht und fragte vorwurfsvoll:
»Was sind das für Kindereien?«
»Sind Sie Kapitän Stasj?«, fragte ich.
»Ja.«
Sein Gesicht wurde sofort ernst, er verstand offensichtlich, dass ich ihn nicht zufällig und nicht aus Spaß angerufen hatte.
»Ich heiße Tikkirej. Ich wohne im gleichen Motel wie Sie. Bungalow 114.«
»Das sehe ich«, sagte der Kapitän, »und weiter?«
»Kö
»Vielleicht. Was ist passiert?«
Es schien, als ob er nicht davon überzeugt wäre, dass ich einen ernsten Grund hätte, ihn in dieser Frühe zu wecken, und er sich nur aus Höflichkeit zurückhielt. Vielleicht sprudelte es deshalb sofort aus mir heraus:
»Kapitän Stasj, ich habe die Beulenpest. Sie wissen doch bestimmt, was in diesem Fall zu tun ist!«
»Was erzählst du für einen Unsi
»Das ist kein Unsi
»Woher kommst du?«, wollte der Kapitän nach kurzem Überlegen wissen.
»Vom Karijer. Das ist ein Planet, auf dem Erz abgebaut wird. Ich bin als Modul auf dem Raumschiff Kljasma geflogen, da
»Halt für eine Sekunde die Luft an«, erwiderte Stasj sehr ruhig. »Geh zum Bildschirm und sieh in die Kamera. Komm mit dem Gesicht ganz nahe.«
Das machte ich.
»Bleib in deinem Bungalow sitzen und geh nirgendwohin«, befahl Stasj nach einer Pause. »Ich komme gleich zu dir. Verstanden?«
»Ich bin sehr ansteckend«, meinte ich.
»Das habe ich schon gemerkt. Bleib, wo du bist.«
Kapitel 4
Der Kapitän kam nach rund fünf Minuten. Ich hatte vorab die Tür geöffnet, und als die Klingel ertönte, rief ich laut: »Herein!«
Ich hatte erwartet, dass er einen Schutzanzug tragen würde, aber Kapitän Stasj hatte nicht einmal eine Uniform an, sondern ganz gewöhnliche Kleidung — Jeans und Hemd. Lediglich an seinem Gürtel befand sich eine Pistolentasche.
»Stell dich hin, Tikkirej«, sagte Stasj, als er neben der Tür stand.
Ich erhob mich.
»Dreh mir den Rücken zu. Gut. Setz dich…«
Völlig unbeeindruckt kam er zu mir, fasste mich ans Ki
»Ja…«
»Sag mir, Tikkirej, warst du bei eurem Arzt, bevor du das Raumschiff verlassen hast?«
»Nein.«
»Junge, was bist du dumm…«, meinte Stasj und bega
»Das ist unbegreiflich. Marsch, ins Bett!«
Ich verstand gar nichts.
Stasj aber holte aus seiner Tasche eine kleine Schachtel, nahm eine schon aufgezogene Einmalspritze heraus und wiederholte: »Leg dich jetzt hin und zieh die Hosen runter.«
»Beulenpest ist unheilbar…«, flüsterte ich.
»Du hast doch gar nicht die Pest!« Er hob mich leicht an und schubste mich ins Bett.
»Na los. We
»Was wollen Sie mir spritzen?«
»Einen Immunmodulator.«
Es war ihm offensichtlich lästig, mit mir zu streiten. Also bestand er darauf, dass ich mich hinlegte und die Hosen herunterließ, und stach mir die Spritze in die Pobacke.
Ich jammerte.
»Es wird ein bisschen bre
»Und was habe ich?«
»Eine Allergie. Eine ganz gewöhnliche Allergie auf einen neuen Planeten. Du bist ein wunderlicher Mensch, hast wohl keine Bücher gelesen, bist nie im Kino gewesen, hast den Unterricht geschwänzt? Bevor ein beliebiger Planet betreten werden ka
Was bin ich nur für ein Idiot!
Ich versteckte meinen Kopf im Kopfkissen, zog die Jeans hoch und schwieg. Am meisten auf der Welt wünschte ich mir jetzt, dass Kapitän Stasj gehen würde. Selbst we