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»Ich glaube, wir kö
»Nein, will ich nicht!«
»Schon gut.« Ron biß die Zähne zusammen und stapfte vorsichtig über die Beine des Hundes. Er bückte sich und zog am Ring der Falltür; sie schwang auf
»Was siehst du?«, fragte Hermine neugierig.
»Nichts – alles dunkel – hinunterklettern kö
Harry, der noch immer Flöte spielte, winkte Ron und deutete auf sich.
»Du willst zuerst? Bist du sicher?«, fragte Ron. »Ich weiß nicht, wie tief das Loch ist. Gib Hermine die Flöte, damit er nicht wach wird.«
Harry gab ihr die Flöte. Während der wenigen Sekunden der Stille knurrte und zuckte der Hund, doch in dem Augenblick, da Hermine zu spielen bega
Harry stieg über ihn hinweg und blickte durch die Öffnung der Falltür. Er sah in bodenlose Schwärze.
Er stieg durch die Luke, bis er nur noch an den Fingerspitzen baumelte. Da
»Gut«, sagte Ron.
»Wir sehen uns gleich, hoffentlich… «
Und Harry ließ sich fallen. Kalte, feuchte Luft rauschte an ihm vorbei, und er fiel immer weiter, weiter und -
FLUMMPPH. Mit einem merkwürdig dumpfen Aufschlag landete er auf etwas Weichem. Er setzte sich auf; seine Augen hatten sich noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt, und so ertastete er mit den Händen seine Umgebung. Es fühlte sich an, als würde er auf einer Art Pflanze sitzen.
»Alles in Ordnung!«, rief er nach oben zu dem Lichtfleck der offenen Luke, die jetzt so groß wirkte wie eine Briefmarke. »Ich bin weich gelandet, ihr kö
Ron folgte ihm ohne Zögern. Er landete auf allen vieren neben Harry.
»Was ist das für ein Zeug?«, waren seine ersten Worte.
»Weiß nicht, eine Art Pflanze. Ich glaube, sie soll den Sturz abfedern. Komm runter, Hermine!«
Die ferne Musik verstummte. Der Hund gab einen lauten Kläffer von sich, doch Hermine war schon gesprungen. Sie landete auf Harrys anderer Seite.
»Wir müssen Meilen unter der Schule sein«, sagte sie.
»Ein Glück, daß diese komische Pflanze hier ist«, sagte Ron.
»Glück?«, kreischte Hermine. »Schaut euch nur an!«
Sie sprang auf und stakste mühsam zu einer feuchten Wand hinüber. Sie mußte alle Kraft aufwenden, de
Hermine hatte es geschafft, sich zu befreien, bevor die Pflanz e sich an ihr festgesetzt hatte. Nun sah sie entsetzt zu, wie die beiden jungen verzweifelt versuchten die Schlingen von sich abzureißen, doch je mehr sie sich sträubten, desto fester und schneller wand sich die Pflanze
um sie.
»Haltet still!«, befahl ihnen Hermine. »Ich weiß, was das ist – es ist eine Teufelsschlinge!«
»oh, gut, daß ich weiß, wie das, was mich umbringt, heißt, das ist eine große Hilfe«' fauchte Ron und beugte sich nach hinten, damit die Pflanze sich nicht um seinen Hals schlingen ko
»Sei still, ich versuch mich zu eri
»Na da
»Teufelsschlinge, Teufelsschlinge… Was hat Professor Sprout gesagt? – Sie mag das Dunkle und Feuchte -«
»Da
»Ja – natürlich – aber hier gibt es kein Holz!«, schrie Hermine händeringend.
»BIST DU VERRÜCKT GEWORDEN?«, brüllt Ron. »BIST DU NUN EINE HEXE ODER NICHT?«
»Ach ja!«, sagte Hermine und riß ihren Zauberstab hervor, schwang ihn, murmelte etwas und schickte einen Strom der gleichen bläulichen Flämmchen gegen die Pflanze, mit denen sie schon Snape angekokelt hatte. Nach wenigen Augenblicken spürten die jungen, daß die Schlingen sich lockerten und die Pflanze vor dem Licht und der Hitze auswich. Zitternd und mit den Schlingen schlagend löste sie sich von Harry und Ron und sie ko
»Ein Glück, daß du in Kräuterkunde aufgepaßt hast, Hermine«, sagte Harry, als er zu ihr an die Wand sprang und sich den Schweiß vom Gesicht wischte.
»Ja«, sagte Ron,»und ein Glück, daß Harry den Kopf nicht verliert, we
»Da lang«, sagte Harry und deutete auf den einzigen Weg, der sich bot, einen steinernen Gang.
Alles, was sie außer ihren Schritten hören ko
»Ka
Harry lauschte. Von oben schien ein leises Rascheln und Klimpern zu kommen.
»Glaubst du, das ist ein Geist?«
»Ich weiß nicht… hört sich an wie Flügel.«
»Da vorn ist Licht und etwas bewegt sich.«
Sie erreichten das Ende des Ganges und sahen vor sich eine strahlend hell erleuchtete Gruft, deren Decke sich hoch über ihnen wölbte. Sie war voller kleiner, diamantheller Vögel, die im ganzen Raum umherflatterten und herumhüpften. Auf der anderen Seite der Gruft war eine schwere Holztür.
»Glaubst du, sie greifen uns an, we
»Wahrscheinlich«, sagte Harry. »Sie sehen zwar nicht gerade bösartig aus, aber ich glaube, we
Er holte tief Luft, bedeckte das Gesicht mit den Armen und stürmte durch die Gruft. Er rechnete jede Sekunde damit, daß sich die Vögel mit scharfen Schnäbeln und Klauen auf ihn stürzten, doch nichts geschah. Harry erreichte die Tür, ohne daß sie sich um ihn kümmerten. Er drückte die Klinke, doch die Tür war verschlossen.
Die beiden anderen folgten ihm. Sie zogen und rüttelten an der Tür, doch sie gab nicht um Haaresbreite nach, nicht einmal, als es Hermine mit ihrem Alohomora-Spruch probierte.
»Was nun?«, sagte Ron.
»Diese Vögel… sie kö
Sie betrachteten die Vögel, die funkelnd über ihren Köpfen umherschwirrten -funkelnd?
»Das sind keine Vögel!«, sagte Harry plötzlich,»das sind Schlüssel! Geflügelte Schlüssel, seht genau hin. Das muß also heißen… «Er sah sich in der Gruft um, während die anderen beiden zu dem Schlüsselschwarm emporschauten.
»… ja, seht mal! Besen! Wir müssen den Schlüssel zur Tür einfangen!«
»Aber es gibt hunderte davon!«
Ron untersuchte das Türschloß.
»Wir suchen nach einem großen, altmodischen Schlüssel – vermutlich silbern, wie die Klinke.«
Sie packten jeder einen Besen, stießen sich hoch in die Luft und fegten inmitten der Wolke aus Schlüsseln herum. Sie grabschten und pickten nach ihnen, doch die verhexten Schlüssel schossen pfeilschnell davon oder tauchten weg, so daß es unmöglich schien, einen zu fangen.
Nicht umsonst jedoch war Harry der jüngste Sucher seit einem Jahrhundert. Er hatte ein Talent dafür, Dinge zu sehen, die anderen verborgen blieben. Eine Welle wedelte er durch den Wirbel der Regenbogenfedern, da
»Der dort!«, rief er den andern zu. »Dieser große – dort – nein, dort – mit himmelblauen Flügeln – auf der einen Seite ist er ganz zerzaust.«