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»Aach, hör doch auf, glaubst du etwa, wir lassen dich alleine gehen?«

»Natürlich nicht«, sagte Hermine energisch. »Wie glaubst du eigentlich, daß du ohne uns zu dem Stein kommst? Ich an deiner Stelle würde mir die Bücher vornehmen, da kö

»Aber we

»Das möcht ich erst mal sehen«, entgegnete Hermine mit entschlossener Miene. »Flitwick hat mir schon verraten, daß ich bei ihm in der Prüfung eine Eins plus habe. Mit der Note werfen die mich nicht raus.«

Nach dem Abendessen saßen die drei abseits in einer Ecke des Gemeinschaftsraums. Sie waren nervös, aber niemand kümmerte sich um sie; mit Harry sprach ohnehin keiner von den Gryffindors mehr. An diesem Abend nahm Harry das zum ersten Mal mit Gleichmut hin. Hermine blätterte durch alle ihre Aufzeichnungen, um vielleicht auf einen der Zauberba

Allmählich leerte sich der Raum, es wurde Zeit zum Schlafengehen.

»Hol jetzt besser den Umhang«, murmelte Ron, als Lee Jordan endlich gähnend und sich streckend hinausging. Harry ra

Da

»Wir sollten den Umhang am besten hier anziehen und zusehen, daß wir alle drei darunter passen – we

»was habt ihr vor?«, sagte eine Stimme aus der Ecke.

Neville tauchte hinter einem Sessel auf, mit Trevor in der Hand, die aussah, als hätte sie wieder einmal einen Fluchtversuch unternommen.

»Nichts, Neville, nichts«, sagte Harry und versteckte hastig den Umhang hinter dem Rücken.

Neville starrte auf ihre schuldbewußten Gesichter.

»Ihr geht wieder raus«, sagte er.

»Nein, nein, nein«, sagte Hermine. »Nein, das tun wir nicht. Warum gehst du nicht zu Bett, Neville?«

Harry warf einen Blick auf die Uhr bei der Tür. Sie durften jetzt nicht noch mehr Zeit verlieren, vielleicht sang Snape gerade in diesem Moment Fluffy in den Schlaf

»Ihr kö

»Das verstehst du nicht«, sagte Harry,»es ist wichtig.«

Doch Neville sprach sich offensichtlich gerade eisernen Mut zu, etwas Verzweifeltes zu tun.

»Ich laß euch nicht gehen«, sagte er und sprang hinüber zum Porträtloch. »Ich – ich kämpfe gegen euch«

»Neville«, schrie Ron auf,»geh weg von dem Loch und sei kein Idiot

»Ne

»ja, aber nicht gegen uns«, sagte Ron erschöpft. »Neville, du weißt nicht, was du tust.«

Er trat einen Schritt vor und Neville ließ Trevor fallen, die mit ein paar Hüpfern verschwand.

»Na komm schon, versuch mich zu schlagen«, sagte Neville und hob die Fäuste. »Ich bin bereit!«

Harry wandte sich Hermine zu.

»Unternimm was«, sagte er verzweifelt.

Hermine trat vor.

»Neville«, sagte sie. »Das tut mir jetzt arg, arg Leid.«

Sie hob den Zauberstab.

»Petrificus Totalus!«, schrie sie, mit ausgestrecktem Arm auf Neville deutend.

Nevilles Arme schnappten ihm an die Seiten. Seine Beine klappten zusammen. Mit vollkommen versteinertem Körper schwankte er ein wenig auf der Stelle und fiel da

Hermine stürzte zu ihm und drehte ihn um. Nevilles

Kiefer waren zusammengepreßt, so daß er nicht mehr sprechen ko

»Was hast du mit ihm gemacht?«, flüsterte Harry.

»Das ist die Ganzkörperklammer«, sagte Hermine niedergeschlagen. »Oh, Neville, es tut mir ja so Leid.«

»Wir mußten es tun, Neville, keine Zeit jetzt, um es zu erklären«, sagte Harry.

»Später wirst du es schon verstehen, Neville«, sagte Ron, als sie über ihn stiegen und sich den Tarnumhang überwarfen.

Den versteinerten Neville zurückzulassen kam ihnen nicht als besonders gutes Omen vor. Nervös, wie sie waren, sah jede Statue wie Filch aus, klang jeder ferne Windhauch wie Peeves, der auf sie herabsauste.

Am Fuß der ersten Treppe bemerkten sie, daß oben, fast am Ende der Treppe, Mrs. Norris lauerte.

»Ach, geben wir ihr einen Fußtritt, nur dieses eine Mal«, flüsterte Ron Harry ins Ohr, doch Harry schüttelte den Kopf Sie kletterten vorsichtig um sie herum, und Mrs. Norris richtete ihre Lampenaugen auf sie, rührte sich jedoch nicht vom Fleck.

Sie trafen niemanden sonst, bis sie die Treppe erreichten, die hoch zum dritten Stock führte. Peeves hüpfte auf halber Höhe umher und zog den Teppich auf den Stufen locker, um die Darübergehenden ins Stolpern zu bringen.

»Wer da?«, fragte er plötzlich, als sie zu ihm hochstiegen. Seine gemeinen schwarzen Augen verengten sich. »Ich weiß, ihr seid da, auch we

Er stieg empor und blieb lauernd in der Luft schweben.

»Sollte Filch rufen, sollte ich, we

Harry schoß eine Idee durch den Kopf

»Peeves«, sagte er heiser flüsternd,»der Blutige Baron hat seine Gründe, unsichtbar zu bleiben.«

Peeves fiel vor Schreck fast aus der Luft. Er ko

»Verzeihung vielmals, Eure Blutigkeit, Herr Baron, Sir«, sagte er schleimig. »Meine Schuld, ganz meine Schuld – ich hab Sie nicht gesehen – natürlich nicht, Sie sind unsichtbar – verzeihen Sie dem alten Peeves diesen kleinen Scherz, Sir.«

»Ich bin geschäftlich hier, Peeves«, krächzte Harry. »Bleiben Sie heute Nacht von hier fern.«

»Das werde ich, Sir, das werde ich ganz gewiß tun«, sagte Peeves und stieg wieder in die Lüfte. »Hoffe, die Geschäfte gehen gut, Herr Baron, ich werde Sie nicht belästigen.«

Und er schoß davon.

»Genial, Harry!«, flüsterte Ron.

Ein paar Sekunden später standen sie draußen vor dem Korridor im dritten Stock – und die Tür war nur angelehnt.

»Schöne Bescherung«, sagte Harry leise. »Snape ist schon an Fluffy vorbei.«

Die offene Tür schien allen dreien eindringlich zu sagen, was sie erwartete. Unter dem Umhang wandte sich Harry an die beiden andern.

»We

»Red keinen Stuß«, sagte Ron.

»Wir kommen mit«, sagte Hermine.

Harry stieß die Tür auf.

Die Tür knarrte und ein tiefes, grollendes Knurren drang an ihre Ohren. Wie im Wahn schnüffelte der Hund mit allen drei Schnauzen nach ihnen, auch we

»Was liegt da zwischen seinen Beinen?«, flüsterte Hermine.

»Sieht aus wie eine Harfe«, sagte Ron. »Snape muß sie dagelassen haben.«

»Er wacht sicher auf, sobald man aufhört zu spielen«, sagte Harry. »Nun, da

Er setzte Hagrids Flöte an die Lippen und blies hinein. Es war keine richtige Melodie, doch kaum hatte er einen Ton hervorgebracht, kroch schon die Müdigkeit in die Augen des Untiers. Harry wagte kaum Luft zu holen. Allmählich wurde das Knurren des Hundes schwächer – er torkelte und tapste ein wenig mit den Pfoten, fiel auf die Knie, plumpste da

»Spiel weiter«, ermahnte Ron Harry, als sie aus dem Mantel schlüpften und zur Falltür krochen. Sie näherten sich den riesigen Köpfen und spürten den heißen, stinkenden Atem des Hundes.