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Malfoy warf einen raschen Blick auf Fangs lange Zähne. »Ich will Fang.«

»Na gut, aber ich warn dich, er ist ein Feigling«, sagte Hagrid. »Also gehen Harry, Hermine und ich in die eine Richtung und Draco, Neville und Fang in die andere. Und we

Der Wald war schwarz und still. Sie legten ein Stück des Wegs gemeinsam zurück und stießen da

Sie gingen schweigend, die Augen auf die Erde gerichtet. Hie und da beleuchtete ein Mondstrahl einen Fleck silbrig blauen Blutes auf den herabgefallenen Blättern.

Harry bemerkte, daß Hagrid sehr besorgt aussah.

»Kö

»Nicht schnell genug«, sagte Hagrid. »Es ist nicht leicht, ein Einhorn zu fangen, sie sind mächtige Zaubergeschöpfe, Ich hab noch nie gehört, daß eines verletzt wurde.«

Sie kamen an einem moosbewachsenen Baumstumpf vorbei. Harry ko

»Alles in Ordnung mit dir, Hermine?«, flüsterte Hagrid. »Keine Sorge, es ka

Hagrid packte Harry und Hermine und schubste sie vom Pfad in die Deckung einer riesigen Eiche. Er zog einen Pfeil aus dem Köcher, spa

»Ich wußte es«, murmelte er. »Da ist etwas im Wald was nicht hierher gehört.«

»Ein Werwolf?«, fragte Harry.

»Das war kein Werwolf und auch kein Einhorn«, sagte Hagrid grimmig. »Gut, folgt mir, aber vorsichtig jetzt.«

Sie gingen jetzt langsamer, gespa

»Wer da?«, rief Hagrid. »Zeig dich – ich bin bewaffnet!«

Und es erschien – war es ein Ma

»Ach, du bist es, Ronan«, sagte Hagrid erleichtert. »Wie geht's?«

Er trat vor und schüttelte die Hand des Zentauren.

»Einen guten Abend dir, Hagrid«, sagte Ronan. Er hatte eine tiefe, melancholische Stimme. »Wolltest du gerade auf mich schießen?«

»Man ka

»Das haben wir schon bemerkt«, sagte Hermine matt.

»Guten Abend«, sagte Ronan. »Schüler seid ihr? Und lernt ihr viel da oben in der Schule?

»Ähm -«

»Ein wenig«, sagte Hermine schüchtern.

»Ein wenig. Nun, das ist doch schon etwas«, seufzte Ronan. Er warf den Kopf zurück und blickte gen Himmel. »Der Mars ist hell heute Nacht.«

»ja«, sagte Hagrid und schaute ebenfalls empor. »Hör mal, ich bin froh, daß wir dich getroffen haben, Ronan, hier ist nämlich ein Einhorn verletzt worden – hast du was gesehen?«

Ronan antwortete nicht sofort. Unverwandt blickte er gen Himmel, da

»Die Unschuldigen sind immer die ersten Opfer«, sagte er. »So ist es seit ewigen Zeiten, so ist es auch heute.«

»ja«, sagte Hagrid,»aber hast du irgendwas gesehen, Ronan? Irgendwas Ungewöhnliches?«

»Der Mars ist hell heute Nacht«, wiederholte Ronan unter dem ungeduldigen Blick Hagrids. »Ungewöhnlich hell.«

»Ja, aber ich meinte etwas Ungewöhnliches mehr in der Nähe«, sagte Hagrid. »Du hast also nichts Seltsames bemerkt?«

Doch wieder dauerte es eine Welle, bis Ronan antwortete. Endlich sagte er:»Der Wald birgt viele Geheimnisse.«

Eine Bewegung hinter den Bäumen hinter Ronan ließ Hagrid erneut seine Armbrust heben, doch es war nur ein zweiter Zentaur, mit schwarzem Haar und schwarzem Körper und wilder aussehend als Ronan.

»Hallo, Bane«, sagte Hagrid. »Wie geht's?«

»Guten Abend, Hagrid. Ich hoffe, dir geht's gut?«

»Gut genug. Hör mal, ich hab gerade Ronan gefragt, hast du in letzter Zeit irgendetwas Merkwürdiges hier gesehen? Es ist nämlich ein Einhorn verletzt worden – weißt du was darüber?«

Bane kam näher und stellte sich neben Ronan. Er blickte gen Himmel.

»Der Mars ist hell heute Nacht«, sagte er nur.

»Das haben wir schon gehört«, sagte Hagrid verdrießlich. »Nun, we

Harry und Hermine folgten ihm, über ihre Schultern auf Ronan und Bane starrend, bis die Bäume ihnen die Sicht verdeckten.

»Versuch niemals, niemals, einem Zentauren eine klare Antwort zu entlocken«, sagte Hagrid verärgert. »Vermaledeite Sternengucker. Interessieren sich für nichts, was näher ist als der Mond.«

»Gibt es viele von denen hier im Wald?«, fragte Hermine.

»oh, schon einige… Bleiben allerdings meist unter sich, aber we

»Glaubst du, was wir vorhin gehört haben, war ein Zentaur?«, sagte Harry.

»Hat sich das für dich angehört wie Hufe? Nee, we

Sie gingen weiter durch dichten, dunklen Wald. Harry warf ständig nervöse Blicke über die Schulter. Er hatte das unangenehme Gefühl, daß sie beobachtet wurden, und war sehr froh, daß sie Hagrid und seine Armbrust dabei hatten. Soeben waren sie um eine Windung gebogen, als Hermine Hagrids Arm packte.

»Hagrid! Sieh mal! Rote Funken, die andern sind in Schwierigkeiten!«

»Ihr beide wartet hier!«, rief Hagrid. »Bleibt auf dem Weg, ich hol euch da

Sie hörten ihn durch das Unterholz brechen. Voller Angst blieben sie zurück und sahen sich an. Schließlich hörten sie nichts mehr außer dem Rascheln der Blätter um sie her.

»Du denkst nicht etwa, daß ihnen etwas zugestoßen ist, oder?«, flüsterte Hermine.

»Das wär mir bei Malfoy egal, aber we

Die Minuten schleppten sich dahin. Ihre Ohren schienen schärfer als normal zu sein. Harry kam es vor, als kö

Endlich kündete ein lautes Knacken Hagrids Rückkehr an. Malfoy, Neville und Fang waren hinter ihm. Hagrid rauchte vor Zorn. Malfoy, so schien es, hatte sich zum Scherz von hinten an Neville herangeschlichen und ihn gepackt. In panischem Schreck hatte Neville die Funken versprüht.

»Wir kö

Und so machte sich Harry mit Malfoy und Fang ins Herz des Waldes auf. Sie gingen fast eine halbe Stunde lang tiefer und tiefer hinein, bis der Pfad sich fast verlor, so dicht standen die Bäume. Harry hatte den Eindruck, daß das Einhornblut allmählich dicker wurde. Auf den Wurzeln eines Baumes waren Spritzer, als ob das arme Tier sich hier in der Nähe voll Schmerz herumgewälzt hätte. Weiter vorn, durch die verschlungenen Äste einer alten Eiche hindurch, ko