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»Er hat mich gebissen!«, sagte er und zeigte ihnen seine Hand, die mit einem blutigen Taschentuch umwickelt war. »Ich werd eine ganze Woche lang keine Feder mehr halten kö

Am dunklen Fenster kratzte etwas.

»Es ist Hedwig!«, sagte Harry und lief rasch hinüber, um sie einzulassen. »Sie hat bestimmt Charlies Antwort!«

Mit zusammengesteckten Köpfen lasen sie den Brief,

Lieber Ron, wie geht es dir? Danke für den Brief – den Norwegischen Stachelbuckel würde ich gerne nehmen, aber es wird nicht leicht sein, ihn hierher zu bringen. Ich glaube, das Beste ist, ihn ein paar Freunden von mir mitzugeben, die mich nächste Woche besuchen kommen. Das Problem ist, daß sie nicht dabei gesehen werden dürfen, we

Kö

Herzlichst

Charlie

Sie sahen einander an.

»Wir haben den Tarnumhang«, sagte Harry. »Das wird nicht so schwierig sein – ich glaube, er ist groß genug, um zwei von uns und Norbert zu verstecken.«

Daß die anderen beiden ihm zustimmten, war ein Zeichen dafür, wie mitgenommen sie von der vergangenen Woche waren. Sie würden alles tun, um Norbert loszuwerden – und Malfoy dazu.

Einen Haken gab es freilich. Am nächsten Morgen war Rons verletzte Hand auf die doppelte Größe angeschwollen. Er wußte nicht, ob es ratsam war, zu Madam Pomfrey zu gehen – würde sie einen Drachenbiß erke

Biss hatte eine häßliche grüne Färbung angenommen. Es sah so aus, als ob Norberts Reißzähne giftig waren.

Am Abend ra

»Es ist nicht nur meine Hand«, flüsterte er,»auch we

Harry und Hermine versuchten Ron zu beruhigen.

»Bis Samstag ist alles vorbei«, sagte Hermine, doch das besänftigte Ron überhaupt nicht. Im Gegenteil, mit einem Mal saß er kerzengerade im Bett und brach in Schweiß aus.

»Samstag um Mitternacht!«, sagte er mit heiserer Stimme. »O nein, o nein, mir fällt gerade ein, Charlies Brief war in dem Buch, das Malfoy mitgenommen hat, er weiß, daß wir uns Norbert vom Hals schaffen wollen.«

Harry und Hermine ko

»Es ist zu spät, um den Plan jetzt noch zu ändern«, sagte Harry zu Hermine. »Das wird wohl die einzige Chance sein, Norbert loszuwerden, und wir haben jetzt nicht die Zeit, um Charlie noch eine Eule zu schicken. Wir müssen es riskieren. Und wir haben schließlich den Tarnumhang, von dem weiß Malfoy nichts.«

Sie gingen zu Hagrid, um ihm ihren Plan zu erzählen, und fanden Fang, den Saurüden, mit verbundenem Schwanz vor der Hütte sitzen. Hagrid öffnete ein Fenster, um mit ihnen zu sprechen.

»Ich ka

Sie erzählten ihm von Charlies Brief, und seine Augen füllten sich mit Tränen, we

»Aaah! Schon gut, er hat nur meinen Stiefel – spielt nur – schließlich ist er noch ein Baby.«

Das Baby knallte mit dem Schwanz gegen die Wand und ließ die Fenster klirren. Harry und Hermine gingen zum Schloß zurück mit dem Gefühl, der Samstag kö

Für Hagrid wurde es allmählich Zeit, sich von Norbert zu verabschieden, und er hätte ihnen Leid getan, we

Hagrid hatte Norbert schon in einen großen Korb gepackt.

»Er hat 'ne Menge Ratten und ein wenig Schnaps für die Reise«, sagte er mit dumpfer Stimme. »Und ich hab seinen Teddybären eingepackt, falls er sich einsam fühlt.«

Aus dem Korb drang ein schauriges Geräusch und Harry kam es vor, als ob dem Teddybären gerade der Kopf abgerissen würde.

»Mach's gut, Norbert«, schluchzte Hagrid, als Harry und Hermine den Korb mit dem Tarnumhang bedeckten und da

Wie sie es schafften, den Korb zum Schloß hochzubringen, wußten sie selbst nicht. Mitternacht rückte tickend näher, während sie Norbert die Marmorstufen zur Eingangshalle emporhievten und die dunklen Korridore entlangschleppten. Noch eine Treppe hoch und noch eine – selbst eine von Harrys Abkürzungen machte die Arbeit nicht viel leichter.

»Gleich da«, keuchte Harry, als sie den Gang zum höchsten Turm erreicht hatten.

Vor ihnen bewegte sich etwas und vor Schreck ließen sie beinahe den Korb fallen. Daß sie unsichtbar waren, hatten sie ganz vergessen, und so verdrückten sie sich in die Schatten und starrten auf die dunklen Umrisse zweier Gestalten, die drei Meter entfernt miteinander rangen. Eine Lampe flammte auf.

Professor McGonagall, ein Haarnetz über dem Kopf und in einen Morgenmantel mit Schottenmuster gehüllt, hielt Malfoy am Ohr gepackt.

»Strafarbeit!«, rief sie. »Und zwanzig Punkte Abzug für Slytherin! Mitten in der Nacht umherschleichen, wie kö

»Sie verstehen nicht, Professor, Harry Potter ist auf dem Weg – er hat einen Drachen!«

»Was für ein ausgemachter Unsi

Die stelle Wendeltreppe zur Spitze des Turms schien danach die leichteste Übung der Welt. Erst als sie in die kalte Nachtluft hinausgetreten waren, warfen sie den Mantel ab, froh, endlich wieder frei atmen zu kö

»Malfoy bekommt eine Strafarbeit! Ich kö

»Du's lieber nicht«, riet ihr Harry.

Beim Warten machten sie sich über Malfoy lustig, während Norbert in seinem Korb tobte. Zehn Minuten vergingen und da

Charlies Freunde waren ein lustiges Völkchen. Sie zeigten Harry und Hermine das Geschirr, das sie für Norbert zusammengebastelt hatten, so daß sie ihn zwischen sich aufhängen ko

Endlich war Norbert auf dem Weg… fort… fort… verschwunden.

Sie schlichen die Wendeltreppe wieder hinab, nun, da Norbert fort war, mit Herzen, so leicht wie ihre Hände. Kein Drache mehr, Malfoy bekam eine Strafarbeit, was ko

Die Antwort darauf wartete am Fuß der Treppe. Als sie in den Korridor traten, erschien aus der Dunkelheit plötzlich das Gesicht von Filch.